Als Robert E. Peary in die Arktis aufbricht, beschließt seine Frau
Josephine, ihn zu begleiten. Von der Presse umjubelt, geht das
Schiff 1891 mit ihr an Bord von Anker sie selbst hingegen kann in
ihrem Handeln kein Heldentum entdecken, sie hält es für
selbstverständlich, dass eine Frau an die Seite ihres Mannes
gehört. Und wenn dieser besessen ist von der Idee, den Nordpol zu
bezwingen, dann muss sie ihm dabei helfen. Und wenn das bedeutet,
mit sechs Männern unter einer Dachpappe die Polarnacht zu
überdauern, mit Inuit-Frauen aus Robben- und Fuchsfellen die
Ausrüstung für die Pol-Expedition zu nähen, hochschwanger die Reise
anzutreten und dort ihr Baby zur Welt zu bringen dann heißt es das
eben. Dennoch ist das Leben mit einem Mann, der sein ganzes Leben
der Idee der Nordpol-Bezwingung unterordnet, alles andere als
einfach und hält neben den körperlichen so manche seelische
Strapaze bereit.
Cornelia Gerlach erzählt die faszinierende Lebensgeschichte von
Josephine Peary, der ersten weißen Frau bei den
Polar-Eskimos.
Josephine blieb zeitlebens von der Arktis gebannt: Noch mit 92
Jahren äußerte sie den Wunsch, dorthin zurück zu kehren.
"Insbesondere zu dem Fleck kaum 13 Breitengrade unterhalb des
Pols, wo ich 1893 meine Tochter zur Welt brachte."
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