Neben der Einordnung der Literaturverfilmung in eine eigens
entwickelte kulturwissenschaftliche Systematik, welche die meisten
Probleme im Umgang mit der Verfilmung im Deutschunterricht als
Klischees entlarvt, steht die Modellbildung zum Vergleich von
Literatur und Film im Mittelpunkt. Hierzu wird das Prinzip der
Gattungstrias mit den Subgattungen Epik, Drama und Lyrik gewählt.
Hinsichtlich der Epik werden besonders die Kameraführung als
episches Äquivalent sowie die hierzu zählenden filmischen Mittel
betont. Im Hinblick auf die dramatischen Äquivalente wird die
bereits existierende Dramaturgie des populären Films zugrunde
gelegt und mit einer neu entwickelten Dramaturgie des offenen Films
kontrastiert. Bezüglich der Theorie von Lyrik werden besonders die
Ästhetisierung der konventionellen filmischen Mittel und die daraus
erwachsenden lyrischen Prinzipien in den Vordergrund der
Betrachtung gerückt.
Ausgehend von den dargelegten Resultaten kann ein offenes System
filmischer Äquivalenzbildung ausgewiesen und veranschaulicht
werden. Dies wird als wichtigstes Element der Bewertungsgrundlagen
anhand des Films Eyes Wide Shut (USA 1999) in seiner
Praktikabilität aufgezeigt.
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