Es entstand eine faszinierende Sammlung großer Frauen der
Geschichte, die über die Jahrhunderte liebten, begehrten, sich
verzehrten, an den Männern zu verzweifeln drohten, nicht selten
entsagen mussten, oft aber auch Erfüllung fanden und dies alles in
mal einfachen, mal höchst poetischen Worten zu Sprache brachten.
Dieser Band ist die Ergänzung der Liebesbriefe großer Männer.
Liebesbriefe erlauben einen so intimen Blick in die Seelen der
großen Frauen der Vergangenheit wie keine andere Textart sonst.
Denn der Brief, so Ricarda Huch, ist jene literarische
Ausdrucksform, die Frauen am meisten entspricht: zwanglos, spontan,
impulsiv, leidenschaftlich. Heloisa, Bettina von Arnim, George
Sand, Annette von Droste-Hülshoff, Emily Dickinson, Clara Schumann
sie und viele andere bedienten sich jener weiblichen Form des
Briefes, die es ihnen erlaubte, ihren Gefühlen jenseits von
gesellschaftlichen Schranken Ausdruck zu verleihen und ihre Liebe
auszuleben. Die ergreifendsten, eindringlichsten,
leidenschaftlichsten und auch humorvollsten dieser Briefe wurden
hier zusammengetragen.
M.A. phil. Katharina Maier, geboren 1980, hat Vergleichende Literaturwissenschaften studiert und arbeitet inzwischen als freie Schriftstellerin und Übersetzerin. Ihre Spezialgebiete sind der populäre historische Roman der letzten 25 Jahre, die Literatur der Aufklärung und der Goethezeit,europäische und amerikanische Literatur des 19. Jahrhunderts, das neuere irische Drama, die Lyrik des frühen 20. Jahrhunderts und der englische Roman der Postmoderne. Sie ist seit 2005 als Redaktionsassistentin für Anglia, Zeitschrift für Englische Philologie tätig.
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