Leben und Werk Johannes Calvins - Opitz, Peter

Peter Opitz 

Leben und Werk Johannes Calvins

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Leben und Werk Johannes Calvins

Der facettenreiche Reformator leicht verständlich! Opitz führt durch die Lebensstationen und Beziehungen, aber auch durch die zentralen Arbeitsfelder und Konflikte des Genfer Reformators und ordnet diesen die wichtigsten seiner Schriften zu. Peter Opitz gelingt es, auf knappem Raum eine allgemein verständliche Einführung in Leben und Werk Johannes Calvins zu geben. Die grundlegenden Lebensstationen, ebenso wie die zentralen Arbeitsfelder und Konflikte des Genfer Reformators finden Erwähnung, und die wichtigsten seiner Schriften werden diesen zugeordnet. Calvins Bildungsweg und Wirken, aber auch zentrale Elemente seines theologischen Denkens sucht Opitz in ihren jeweiligen Kontexten biographischer, geographischer und kirchlich-politischer Art auf: in der Schule Roms; im Milieu des französischen Humanismus; im Kräftefeld der Schweizer Reformation; im Kreis der Straßburger Reformatoren, im Dienst der Genfer Kirche. Entdecken lassen sich die Züge eines profilierten Humanisten und Juristen, Predigers, Seelsorgers und Freundes, Ehemannes und Theologen des 16. Jahrhunderts, der sich unvermittelt in den Dienst zum Aufbau der Kirche Christi gestellt sieht. Durch Einblicke in private Briefe Calvins etwa an seinen Freund Du Tillet gelingt es Opitz, ein persönliches und wissenschaftlich solides Bild des Reformators zu zeichnen. Die durchgängig erfolgenden Hinweise auf die wichtigsten Quellen greifen auch auf neu verfügbare Akteneditionen zurück. Verweise auf ausgewählte neuere Literatur erleichtert den Zugang zu Calvins eigenen Texten und zur gegenwärtigen Forschungsdiskussion. Dr. theol. Peter Opitz ist Privatdozent für Kirchen- und Theologiegeschichte an der Theologischen Fakultät der Universität Zürich.

Peter Opitz gelingt es, auf knappem Raum eine allgemein verständliche Einführung in Leben und Werk Johannes Calvins zu geben. Die grundlegenden Lebensstationen, ebenso wie die zentralen Arbeitsfelder und Konflikte des Genfer Reformators finden Erwähnung, und die wichtigsten seiner Schriften werden diesen zugeordnet. Calvins Bildungsweg und Wirken, aber auch zentrale Elemente seines theologischen Denkens sucht Opitz in ihren jeweiligen Kontexten biographischer, geographischer und kirchlich-politischer Art auf: in der Schule Roms; im Milieu des französischen Humanismus; im Kräftefeld der Schweizer Reformation; im Kreis der Straßburger Reformatoren, im Dienst der Genfer Kirche.
Entdecken lassen sich die Züge eines profilierten Humanisten und Juristen, Predigers, Seelsorgers und Freundes, Ehemannes und Theologen des 16. Jahrhunderts, der sich unvermittelt in den Dienst zum Aufbau der Kirche Christi gestellt sieht. Durch Einblicke in private Briefe Calvins etwa an seinen Freund Du Tillet gelingt es Opitz, ein persönliches und wissenschaftlich solides Bild des Reformators zu zeichnen.


Produktinformation

  • Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
  • 2009
  • 1. Auflage 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 176 S.
  • Seitenzahl: 176
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 131mm x 17mm
  • Gewicht: 285g
  • ISBN-13: 9783525550007
  • ISBN-10: 3525550006
  • Best.Nr.: 23817839
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.04.2009

BÜCHER ZUM 500. GEBURTSTAG

Reiner Rohloff: Calvin kennenlernen. Der Pastor einer evangelisch-reformierten Kirchengemeinde gibt einen guten knappen Überblick über das Leben und Wirken des Reformators. Die Gliederung ist klar, karg und bilderlos wie eine calvinistische Kirche: Einleitung, Leben, Werk, Wirkung, Ausblick und Literatur heißen die Rubriken. Der Pastor kennt seinen Calvin und das umfassende Schrifttum über ihn. Er ist nicht unparteiisch. Wer das bedenkt, liest das Buch mit Gewinn.

Vandenhoeck & Ruprecht, 96 Seiten, 8,90 Euro.

Volker Reinhardt: Die Tyrannei der Tugend Der Historiker deutet Calvins Wirken in Genf als Menschheits-Experiment mit dem Ziel, die Gemeinde im Glauben zusammenzuschweißen und eine strenge Ordnung des Lebens durchzusetzen: dem Gebet, der Arbeit und der Selbstprüfung gewidmet. Moralkontrolle regierte. Reinhardt zeigt überzeugend, wie es dem Flüchtling Calvin gelang, gegen Teile des Bürgertums sein strenges Sittenregime durchzusetzen und dessen Prinzipien in die Welt hinauszutragen.

C.H.Beck, 270 Seiten, 24,90 Euro.

Stefan Zweig: Castellio gegen Calvin. Castellio war ein wortmächtiger …

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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Gleich vier Bücher über Johannes Calvin, die jetzt zu dessen 500. Geburtstag erschienen sind, hat sich Caroline Schnyder vorgenommen. Sowohl in Christoph Strohms als auch in Peter Opitz' gleichermaßen durch "zurückhaltendes Wohlwollen" geprägte Biografie erkennt sie vor allem ein Interesse an den theologischen Hintergründen. Während Strohm jedoch Calvin als "französischen Reformator schlechthin" charakterisiert, der in Frankreich auf breite Resonanz stieß, wird er bei Opitz "fast schon zum Schweizer", der als Genfer Reformator als Hauptgegner der Lutheraner gesehen wurde, erklärt Schnyder. Insbesondere diese Biografie lobt sie für ihre fundierten Kenntnisse und die klare Sprache.

© Perlentaucher Medien GmbH
Peter Opitz, Dr. theol. habil., Jahrgang 1957, ist Oberassistent am Institut für Schweizerische Reformationsgeschichte und Privatdozent für Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät der Universität Zürich.

Leseprobe zu "Leben und Werk Johannes Calvins"

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Leseprobe zu "Leben und Werk Johannes Calvins" von Peter Opitz

Juristische Lehrer und Freunde (Seite 19)

Über die Zeit von Calvins Rechtsstudium und über die Inhalte, mit denen er sich dort beschäftigte, ist kaum mehr bekannt als über die vorangehende Bildungsetappe. Sicher ist, dass Calvin Student der führenden in Frankreich lehrenden Juristen seiner Zeit und über die aktuellen Streitfragen gut unterrichtet war. Dies gilt für die grundlegende Spannung zwischen einer traditionellen Umgangsweise mit dem „Corpus Iuris Civilis“, die sich durch die mittelalterlich-dialektische Kommentarliteratur leiten ließ, und einem neueren, sich direkter den antiken Rechtsquellen zuwendenden humanistischen Zugang zu den Gesetzestexten. Zwar lassen sich die beiden Möglichkeiten im historischen Rückblick nicht einfach als klare Alternativen einander entgegensetzen. Zu Calvins Studienzeit wurden sie am Konflikt zwischen zwei berühmten in Frankreich lehrenden Exponenten der Rechtswissenschaften festgemacht. In Orléans vertrat Pierre de l’Etoile, nach Beza, ein „exzellenter“ Jurist und der „Fürst“ unter den französischen Rechtsgelehrten, einen traditionellen, „dialektischen“ Umgang mit dem Rechtscorpus. Über die ohnehin enge Verflochtenheit der juristischen Fakultät und ihrer Arbeit mit der römischen Kirche hinaus stellte er sich zugleich bewusst in deren Dienst – einschließlich ihres Kampfes gegen die Evangelischen. Er war „Präsident des Gerichtshofs des Pariser Parlaments“ und maßgebend an den Dekreten des Provinzkonzils von Sens von 1528 gegen die „Lutheraner“ beteiligt. Bezas und Colladons Bemerkungen über Calvins rasche Fortschritte unter ihm lassen einen persönlichen Kontakt zwischen beiden vermuten.

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