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Intoleranz - Geißler, Heiner
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Heiner Geißler fragt nach dem Verhältnis von Intoleranz und Wahrheit, untersucht die Rassen-, Religions- und Geschlechterapartheid und versucht, ein Konzept für eine Verständigung zwischen den Kulturen zu entwerfen. Woher kommt die Intoleranz und wie ist ihr entgegenzuwirken? Geißler verfolgt die Spuren zurück: in die Weltreligionen, in den Nationalismus, in das Verhalten gegenüber Frauen und gegenüber dem Fremden, in die Sprache und in die Kunst. Er plädiert für eine Gesellschaft, deren Mitglieder sich "auf ein gemeinsames Programm der Humanität einigen müssen: die Unantastbarkeit der menschlichen Würde."…mehr

Produktbeschreibung
Heiner Geißler fragt nach dem Verhältnis von Intoleranz und Wahrheit, untersucht die Rassen-, Religions- und Geschlechterapartheid und versucht, ein Konzept für eine Verständigung zwischen den Kulturen zu entwerfen. Woher kommt die Intoleranz und wie ist ihr entgegenzuwirken? Geißler verfolgt die Spuren zurück: in die Weltreligionen, in den Nationalismus, in das Verhalten gegenüber Frauen und gegenüber dem Fremden, in die Sprache und in die Kunst. Er plädiert für eine Gesellschaft, deren Mitglieder sich "auf ein gemeinsames Programm der Humanität einigen müssen: die Unantastbarkeit der menschlichen Würde."
  • Produktdetails
  • rororo Taschenbücher Nr.61542
  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • Seitenzahl: 270
  • 2003
  • Ausstattung/Bilder: 2003. 270 S.
  • Deutsch
  • Abmessung: 19 cm
  • Gewicht: 244g
  • ISBN-13: 9783499615429
  • ISBN-10: 3499615428
  • Best.Nr.: 11401537
Autorenporträt
Dr. Heiner Geissler, geboren 1930, studierte als Mitglied des Jesuitenordens vier Jahre Philosophie und anschließend Rechtswissenschaften. Er war 25 Jahre lang Mitglied des deutschen Bundestages, Landesminister in Rheinland Pfalz, Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit in Bonn und gilt als einer der besten politischen Redner der Bundesrepublik. National und international engagiert er sich für die Wahrung der Menschenrechte und die Humanisierung des Globalisierungsprozesses. Er ist Autor zahlreicher Bücher.
Rezensionen
(Neue Zeitung/Budapest) Publik-Forum, 26.4.02
Ein Politiker mit Prinzipien
Es ist schwer einzuschätzen, welches politische Gewicht Heiner Geißler in der CDU/CSU des Jahres 2002 noch hat. Dass er ein Politiker mit Prinzipien ist, können jedoch auch seine parteiinternen Kritiker nicht bestreiten. Erst recht nicht nach der Lektüre dieses Buches.
In einer großen Tradition
Natürlich weiß Heiner Geißler, dass er nicht der Erste ist, der die Begriffe Intoleranz und Freiheit reflektiert. Sei es durch die Interpretation einer griechischen Tragödie oder den Bezug auf Philosophen wie Blaise Pascal und Karl Jaspers und auf Autoren wie Umberto Eco: Geißler zeigt, dass er Toleranz und Solidarität nicht neu erfinden, sondern lediglich dazu beitragen will, dass ihre Bedeutung im Bewusstsein der Menschen wieder wächst. In einem streckenweise brillant geschriebenen Essay äußert er sich zu Themen wie Nationalismus, Islam oder Judenverfolgung und illustriert dabei eindrücklich seine Grundüberzeugung: "Intoleranz beherrscht das Denken der Menschen und ist die Ursache für das Unglück unserer Zeit."
Ein großes Versprechen
Viele der Manifestationen von Intoleranz, die Geißler anführt, kennt man bereits aus den Medien. Das Verdienst des Buches ist es jedoch, die Ereignisse zu hinterfragen. Egal ob er von Folter in China, Menschenrechtsverletzungen im Iran, blindem Nationalismus in den USA oder der Indoktrination in der ehemaligen DDR berichtet: Geißler versteht es, diese Beispiele auf den zentralen Begriff der Intoleranz zu beziehen und sie auch dem hiesigen Leser als etwas zu erschließen, das ihn substanziell betrifft. Er pflegt so ein abendländisches Erbe, das Karl Jaspers beschwor, als er sagte: "Es gibt keine Freiheit zur Zerstörung der Freiheit." Ein Satz, der noch immer vor allem ein großes Versprechen ist.
(Roland Große Holtforth, literaturtest.de)
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