Holundertee mit Doppelkorn - Albrecht, Karina

Holundertee mit Doppelkorn

Satirischer Roman

Karina Albrecht 

Illustration: Patel-Missfeldt, Ute
Broschiertes Buch
 
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Holundertee mit Doppelkorn

Karina Albrecht, die für ihre eigenwillige Ausdrucksweise bekannt ist, lässt Ihre Hauptfiguren nicht nur "furzlebendig", sondern auch herrlich authentisch werden. Die weltbekannte Neuburger Künstlerin Ute Patel-Mißfeldt war von dem Manuskript zu Holundertee mit Doppelkorn so begeistert, dass sie das Buch mit ihrer unverwechselbaren Künstlerhandschrift illustrierte. Herausgekommen ist dabei der wohl witzigste Roman des Jahres.

Die Familienmitglieder der Lewins sind auf den ersten Blick ganz gewöhnliche Bauern. Aber, da gibt es einen ritterlichen Vorfahren aus dem 12. Jahrhundert - und dass es diesen Urahnen wirklich gab beweist eine Rüstung, die sorgsam auf dem Boden des Hauses bewahrt wird. Und dann ist da noch die Sache mit den Ohren. Wie Stammvater Blasius haben alle männlichen Lewins große Ohren und sie sind schlitzohrig, so kommt man natürlich gut durch alle Zeiten.

Selbstverständlich hält das ländliche Leben aber immer wieder und immer neue Überraschungen bereit. So verwundert es nicht, dass in besagter Ritterrüstung Duelle abgehalten werden, ein Indianer als neues Familienmitlglied aufkreuzt und dass ein Pfarrer und ein Postbote verschwinden... und das ist längst nicht alles. Das Leben ist Piepnest ist halt kunterbunt und turbulent!

Witzig, skurril, humorvoll so lässt sich der Roman Holundertee mit Doppelkorn von Karina Albrecht mit drei Worten beschreiben.


Produktinformation

  • Abmessung: 188mm x 122mm x 35mm
  • Gewicht: 452g
  • ISBN-13: 9783981230987
  • ISBN-10: 3981230981
  • Best.Nr.: 31302395
»Selten habe ich bei der Lektüre eines Buches so gelacht, selten war ich von den beschriebenen Situationen so betroffen, selten habe ich mich für einen Duktus so begeistern können. ¿ Mit treffender Ironie sowie einem sicheren Gespür für derben Humor und überraschende Pointen erschafft sie eine Welt liebevoll beschriebener Figuren. ... Ob nun die Darstellung des sexbesessenen Pfarrers Lewerenz, der zur Strafe in ein geöffnetes Garb fällt, ob die der fettleibigen Minna Zott, die ihren Sessel zu einem Klo umfunktioniert hat, die Beschreibung von Alwine, die aus der Quersumme der Fliegen an der Decke die jeweilige Tageszahl ermittelt, ... - alle Protagonisten bewältigen ihr Schicksal mit Hilfe derber Naivität und Bauernschläue.« (Hans-Jürgen Schumacher, Vorsitzender des Schriftstellerverbandes M-V)
Die Autorin Karina Albrecht wurde im November 1959 in Plötz, einem kleinen Dorf in Vorpommern, geboren und verbrachte den größten Teil ihrer Kindheit auf dem bäuerlichen Anwesen der Großeltern. Nach einer Lehrausbildung zum Zootechniker/Mechanisator arbeitete sie in den Folgejahren als Tierarzthelferin, Ladungskontrolleur im Überseehafen Rostock, Melker, Futterökonom und absolvierte ein Studium zum Agraringenieur. Anfang der 90er-Jahre betrieb sie unter anderem eine Kneipe und jobbte als Spielhallenleiter. 1995 wurde Tochter Anna geboren. Ihre erste Erzählung Der Rosinenbaum erschien 2004. Es folgte 2010 der satirische Roman Holundertee mit Doppelkorn , eine Familiensaga. 2011 entstand in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Ute Patel-Missfeldt Unverblümt Die Welt in meinem Spiegel, eine Lyriksammlung. Karina Albrecht lebt heute zusammen mit ihrer Tochter wieder auf dem bäuerlichen Anwesen ihrer Kindheit
Es gibt Menschen denen nichts ferner liegt, als das Spiegelbild ihrer Erinnerung in maßstabsgerechter Größe zu betrachten. Lärmend streifen sie über die Kartoffelfelder ihres Heldentums auf denen dressierte Erdbeeren reifen. Wie oft schon hatte Karo Lewin staunend am Rain solcher Felder gestanden! Und wie oft schon musste sie feststellen, dass die Früchte des Feldes madig waren. Als Quintessenz dieser häufigen Enttäuschungen war ihr die Erkenntnis geblieben, dass es gar nicht darauf ankam ein Held zu sein, man musste dies einfach nur glauben. Wie ein verwirrtes Huhn durchs Leben gehen, dass nach jedem abgesetzten Haufen Hühnerkacke, laut gackernd ein Ei verkündete. So was nannte man dann wohl ein gesundes Selbstbewusstsein. Eine Eigenschaft, die Karo niemals besessen hatte. Wie einen Keks zerbröselte sie alles was ihr der Tag bescherte und zerteilte die Krümel solange bis nichts mehr übrig blieb. Diese Kunst beherrschte Karo bis zur Perfektion, auch wenn sie lieber darauf verzichtet hätte. Nur allzu gern würde sie ein Glücksgefühl auch einmal länger als eine Stunde auskosten. Aber spätestens nach Ablauf dieser Glücksstunde waren die Fäulnisbakterien aktiviert und begannen ihre zerstörerische Arbeit: War das wirklich gut ..., Hätte ich bloß nicht... Was die jetzt wohl denken... Eine schreckliche, äußerst ungesunde Angewohnheit, die nicht zu kontrollieren war. Woher kam sie? Ein Erbteil konnte sie nicht sein. Starke, selbstbewusste Vorfahren reihten sich in einer endlosen Kette, deren Glieder nicht eine Schwachstelle aufwies. Hatte vielleicht der etwas seltsam anmutende Vorgang ihrer Geburt damit zu tun? Sie war nicht, wie die Natur es üblicherweise vorsieht, ins Leben gepresst worden. Karo Lewin war ins Leben gefallen. Und zwar auf den Kopf.
Welche normale, mitteleuropäische Frau bringt ihr Kind im freien Fall zur Welt und stürzt dabei zeitgleich mit ihm auf die harten, nackten Steinfliesen eines Küchenfußbodens? Daran bist du ganz allein Schuld , pflegte ihre Mutter, Rose Lewin, zu sagen. Drei Tage sind eine Menge Zeit. Und die solltest du, laut Termin, noch in meinem Bauch verbringen. Schließlich hatte ich den Schwiegereltern noch nicht mitgeteilt dass was Kleines unterwegs ist. Aber du hattest schon damals keine Geduld. Nichts kannst du akkurat zu Ende bringen. Deine Schuld. Ach, ja? Jedenfalls brauchte Karo für ihren ersten Schrei keinen Klaps auf den Hintern. Die Kopfnuss war ausreichend.
Und dann war da noch etwas. Karo musste bei ihrer Landung direkt auf die Fontanelle geknallt sein, wobei wahrscheinlich ein Fremdkörper durch deren noch sehr durchlässige Membran in ihren Kopf gelangt war. Vielleicht ein auf dem Boden liegendes Katzenhaar oder eine beim Ausfegen vergessene Erbse. Ja, es muss wohl eine Erbse gewesen sein. Jetzt schwamm dieses Ding in Karos Hirnflüssigkeit herum und machte ihre Gedankengänge manchmal zu einem wahren Trip durch den Gemüsegarten. Was sich darin äußerte, dass sie ab und zu so komische Sachen sagte: Manchmal ist das Leben so klein dass es in eine Walnuss passt. Und auf dem Fußboden, ganz unten, da wo sich Tischbeine mit Stuhlbeinen um heruntergefallene Brotkrümel zanken, lauert der Nussknacker.


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Bewertung von Charly aus Schwabach am 18.03.2011   ausgezeichnet
Grandios! Nicht mit vollem Mund oder vollen Blase lesen.
Das gibt Sauerei.
Ich habe selten ein Buch mit derart viel Wortwitz und
Situationskomik gelesen.
Man wartet mit Schmerzen auf ein nächstes Werk der
Autorin.

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