Gralszauber / Die Legende von Camelot Bd.1 - Hohlbein, Wolfgang; Hohlbein, Heike

Gralszauber / Die Legende von Camelot Bd.1

Wolfgang Hohlbein Heike Hohlbein 

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Gralszauber / Die Legende von Camelot Bd.1

Der erste Band der großen "Camelot"-Trilogie

Dulac ist Küchenjunge an Artus' Hof Camelot. Wie jeder Junge träumt er davon, Ritter zu werden, da lässt der Fund einer alten Rüstung seinen Traum in Erfüllung gehen. Das Abbild des Grals auf dem Schild verleiht ihm ungeahnte Kräfte. Aus Dulac wird Lancelot, der Silberne Ritter, Beschützer von König Artus und tapferer Streiter seiner Tafelrunde, als Britanniens Schicksal auf Messers Schneide steht.

"Spannend, überraschend, geheimnisvoll und für Hohlbein-Fans natürlich ein Muss." -- Buchhändler heute

"Hohlbeins Romane erwecken Bilder im Kopf, die einen vollkommen in ihren Bann ziehen." -- Börsenkurier

"Der Magier der Fantasy-Literatur!" -- Die Welt


Produktinformation

  • Bd.1
  • Verlag: Cbt
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 476 S.
  • Seitenzahl: 476
  • cbt Taschenbücher Bd.30464
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 18, 5 cm
  • Gewicht: 390g
  • ISBN-13: 9783570304648
  • ISBN-10: 3570304647
  • Best.Nr.: 23334074
Heike Hohlbein zählt zusammen mit Wolfgang Hohlbein zu den erfolgreichsten und meistgelesenen Fantasy-Autoren des deutschsprachigen Raums. Sie wurden unter anderem mit dem Preis der Leseratten (ZDF) und dem Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar ausgezeichnet. Sie leben mit ihren Kindern in der Nähe von Düsseldorf.

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Das Ungeheuer war schnell. Trotz seiner enormen Größe bewegte es sich so leichtfüßig wie ein Wiesel und seinen schwarzen, tückisch funkelnden Augen entging nicht die kleinste Bewegung seines Opfers. Seine Zähne blitzten wie gebogene, rasiermesserscharfe Dolche und seine furchtbaren Krallen gruben sich tief in den weichen Waldboden, während es sich zum Sprung spannte. Dulacs Herz klopfte. Er stand vollkommen reglos da, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, ja selbst ohne zu atmen, und seine rechte Hand umklammerte das Schwert so fest, dass seine Knöchel wie kleine weiße Narben durch die Haut stachen. Jeder einzelne Muskel in seinem Körper war angespannt. Er beobachtete das Ungeheuer auf der anderen Seite der Lichtung mit der gleichen Konzentration, mit der die Bestie ihn musterte. Er konnte nicht sagen, wie lange sie jetzt schon so dastanden und sich gegenseitig belauerten. Vermutlich erst wenige Momente, aber ihm kamen sie vor wie Stunden. Und so endlos diese an den Nerven zerrende Wartezeit schien, so schnell würde der Kampf vorüber sein. Dulac wusste es. Ein einziger Blick in die Augen des schwarzen Ungeheuers hatte ihm klargemacht, dass er es hier mit keinem gewöhnlichen Raubtier zu tun hatte.

Es war der größte Wolf, den Dulac jemals gesehen hatte - und er hatte eine Menge dieser gefährlichen Räuber erlegt! Das Tier musste fast so viel wiegen wie ein Mensch und seine Kiefer sahen aus, als könnten sie Dulacs Arm ohne besondere Mühe einfach abbeißen, trotz der schweren eisernen Rüstung, in der er steckte. Und er hatte gesehen, wie unglaublich schnell sich dieses Monster zu bewegen imstande war. Dulac machte sich nichts vor: Dass er den ersten Angriff des Wolfes überlebt hatte, war pures Glück gewesen. Außerdem hatte das Tier ihn unterschätzt. Vermutlich hatte es ihn für einen der wehrlosen Bauern gehalten, von denen es in den letzten Monaten gut ein Dutzend gefressen hatte.

Noch einmal würde es diesen Fehler nicht begehen. Während Dulac und der Wolf sich langsam zu umkreisen begannen, wurde ihm mit schrecklicher Gewissheit klar, dass dieser Wolf alles war, nur eines nicht: ein normaler Wolf. Wenn er zurück auf Camelot und an König Artus' Tafel war, würde er eine interessante Geschichte zu erzählen haben. Wenn er zurückkam.

Ganz sicher war Dulac nicht. Als Ritter der Tafel war Dulac daran gewöhnt, gegen gefährliche und manchmal sogar überlegene Gegner zu kämpfen - aber dieses Tier war verhext. Vielleicht war es sogar ein Dämon, der nur in die Gestalt eines Wolfes geschlüpft war, um unter den Menschen zu wüten. Wenn das Ungeheuer angriff, dann würde es schnell geschehen und mit aller Kraft. Der Kampf würde mit dem ersten Zusammenprall entschieden sein. Als hätte er seine Gedanken gelesen, ließ der Wolf ein leises, dunkles Grollen hören und begann sich langsam auf ihn zu zu bewegen. Seine Lefzen zogen sich zurück und entblößten sein Gebiss, bei dessen Anblick Dulac wieder ein Schauer der Furcht über den Rücken lief. Das böse Funkeln in den Augen des Tieres wurde stärker. "Nun komm schon, du Ungeheuer!", sagte Dulac. "Ich habe keine Angst vor dir. Du magst vom Teufel besessen sein, aber ich gehöre zu den Rittern der Tafel. Wir fürchten uns nicht vor Dämonen!"

Das schien den Wolf nicht besonders zu beeindrucken. Er knurrte nur noch tiefer und kam mit kleinen, vorsichtigen Schritten näher; vermutlich, um die richtige Entfernung zu gewinnen, von der aus er ihn mit einem einzigen Sprung erreichen konnte. Dulac drehte das Schwert ein wenig in der Hand und spannte die Muskeln, um zum Zuschlagen bereit zu sein. Der Wolf würde im nächsten Augenblick angreifen. Er würde - "Dulac!"

Die Stimme schnitt scharf wie ein Peitschenhieb in Dulacs Gedanken, noch weit entfernt, aber schrill und hörbar wütend.

"Dulac, du nichtsnutziger, fauler Tagedieb! Wo treibst du dich wieder herum? Spielst mit dem Hund und stiehlst Gott den Tag?"

Dulac blinzelte. Das dunkle Grün des ihn umgebenden Waldes verschwand und machte der schäbigen Bretterwand einer Scheune Platz, durch deren Ritzen der Wind pfiff und deren Boden mit halb verfaultem Stroh bedeckt war. Aus dem Schwert in seiner Hand wurde ein abgebrochener Ast und auch der Wolf schrumpfte auf einen Bruchteil seiner ursprünglichen Größe zusammen und sah mit einem Male eher aus wie ein struppiger kleiner Terrier, der Dulac gerade einmal bis zum Knie reichte und schwanzwedelnd zu ihm hochsah.

"So! Habe ich es doch gewusst!" Die Scheunentür flog auf und Tander stapfte herein, baute sich vor ihm auf und stemmte kampflustig die Fäuste in die Fettmassen, die dort hingen, wo eigentlich seine Hüften sein sollten. Dulac ließ hastig seinen Stock sinken, drehte sich zu dem glatzköpfigen Schankwirt herum und versuchte den Ast hinter seinem Rücken zu verbergen, aber es war zu spät. Tander hatte ihn längst gesehen und sein Gesicht verfinsterte sich noch weiter.

"Weißt du, wie spät es ist, du Nichtsnutz?", schimpfte er. "Die Sonne ist längst aufgegangen! Du solltest schon lange in der Burg sein! Soll der König mit seinem Morgenmahl etwa warten, bis es dir genehm ist?" Es war keine Frage, auf die er eine Antwort haben wollte, sondern vielmehr die Vorbereitung auf eine der Maulschellen, die er ebenso freigiebig und gern verteilte, wie er mit Essen oder gar Lohn geizte. Dulac war jedoch darauf vorbereitet, sodass es ihm nicht besonders schwer fiel, den Kopf einzuziehen und auf diese Weise der Backpfeife zu entgehen, die Tander ihm zugedacht hatte. Da er wusste, wie heimtückisch der Schankwirt war, machte er hastig einen Schritt zurück. Und wäre Wolf nicht in genau diesem Moment hinter ihm gewesen, dann hätte es vermutlich sogar geklappt.

So aber stolperte Dulac rückwärts über den kleinen Hund, ruderte einen Moment hilflos mit den Armen und schlug schließlich der Länge nach hin. Das nasse Stroh nahm dem Sturz zwar die ärgste Wucht, aber er knallte trotzdem hart genug mit dem Hinterkopf auf den Boden, dass er für den Moment nur noch Sterne sah.

"Da hört sich doch alles auf!", ereiferte sich Tander. "Ich sage dem Burschen, dass er sich zur Arbeit scheren soll, und was tut er? Er albert weiter herum! Warte, Kerl, dir werde ich schon noch Manieren beibringen!"

Dulac wusste ungefähr, was kam, und rollte sich hastig zur Seite. Trotzdem gelang es Tander, ihm zweimal kräftig gegen den Oberschenkel zu treten, bevor Dulac sich aufrappelte und rasch ein paar Meter davonkroch. "Jetzt scher dich gefälligst auf die Burg, bevor du noch Schande über mich und meine ganze Familie bringst!", schrie Tander. "Ist das etwa der Dank dafür, dass ich dich aufgenommen und wie mein eigen Fleisch und Blut behandelt habe? Was habe ich nur getan, dass Gott mich so bestraft?"

Die Antwort auf diese Frage hätte Dulac ihm geben können - aber sie hätte nicht nur den halben Vormittag in Anspruch genommen, sondern ihm auch eine weitere Tracht Prügel eingebracht. Also rappelte er sich lieber hoch, warf Wolf noch einen zornigen Blick zu und rannte in großem Bogen um Tander herum und aus der Scheune. Der Terrier folgte ihm kläffend und schwanzwedelnd und hinter sich hörte er den Schankwirt weiter schimpfen und lauthals mit dem Schicksal hadern, obwohl längst niemand mehr da war, der ihm zuhörte.Dulac blinzelte, als er ins Freie kam und das grelle Licht der Morgensonne in seine Augen stach. In einem Punkt hatte Tander vollkommen Recht gehabt: Die Sonne stand schon hoch am Himmel. Er würde zu spät kommen. Er rannte jetzt nicht mehr, sondern verfiel in einen raschen, aber kräftesparenden Trab. Er hatte noch ein gutes Stück vor sich. Burg Camelot lag am anderen Ende der gleichnamigen Stadt, die zwar nicht allzu viele Bewohner hatte - jedenfalls im Vergleich zu den fremden Städten, von denen Artus und seine Ritter manchmal erzählten -, sich aber über eine große Fläche erstreckte, sodass man in gemächlichem Tempo eine gute halbe Stunde brauchte, um sie zu durchqueren. Dulac schaffte es in weniger als fünf Minuten. Schon von weitem konnte er sehen, dass das große, zweiflügelige Tor weit offen stand und auf dem Hof ein reges Kommen und Gehen herrschte.

Kundenbewertungen zu "Gralszauber / Die Legende von Camelot Bd.1"

4 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 4 Bewertungen   ausgezeichnet)
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Bewertung von Niklas. Sattler aus Sulzbach an der Murr am 12.11.2012   ausgezeichnet
Es geht um einen Jungen namens Tristan der sich im Laufe des Buches in ein Mädchen namens Gwineth verliebt. Später findet er eine Zauberrüstung die ihn fast unverwundbar macht als er 2 Anführer der Pikten und Mordred, Artus Sohn beobachtet. Später werden Gwineth und Uther von Mordred auf das Schloss seiner Mutter Morgaine le Fai entführt. Als Tristan das hört befreit er sie gewaltsam, dabei stirbt Uther weil er von einem Pfeil durchbohrt wird.
Mir hatt das Buch gut gefallen, weil es sehr spannend war. Ich würde es auf jeden Fall weiter empfehlen.

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Bewertung von Anja Richter aus Bremen am 30.08.2001   ausgezeichnet
Ich konnte das Buch nicht wieder aus der Hand legen, nachdem ich einmal angefangen hatte.

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Bewertung von Karen Lau aus Dortmund am 20.04.2001   ausgezeichnet
In meinen Augen hat sich Hohlbein mal wieder selbst übertroffen. Gerade wenn man verschiedene Versionen der Artussage kennt, wird man dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen können. Ich warte gespannt auf die Fortsetzung ...

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Bewertung von CrispyRoll am 15.12.2000   gut
Diesmal hat mich Hohlbein nicht überzeugt! Das Buch hat mich nicht so gefesselt wie die Vorgänger der "schwarzen Serie"! Zuviel Glück beim Helden, zuwenig erklärt und alles geht zu easy! Sehr oberflächlich... schade!

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