Die Geschichte Europas in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
war von tiefgreifenden politischen, wirtschaftlichen und sozialen
Umbrüchen bestimmt, durch die das Gleichgewicht der Mächte, die
innere Verfassung der Staaten und die Lebensverhältnisse der
Menschen in einem Maße berührt wurden, wie es in einem so kurzen
Zeitraum in der Geschichte nur selten der Fall
ist.Industrialisierung und technischer Fortschritt, die
Konstitutionalisierung der Monarchien und ihre allmähliche Ablösung
durch parlamentarische Demokratien sowie das Ringen um nationale
Identität und die Herausbildung von Nationalstaaten waren
Triebkräfte eines Wandels, der das Gesicht des Kontinents
nachhaltig veränderte. Das vorliegende Buch unternimmt den Versuch,
die wichtigsten Zeitströmungen Europas von 1850 bis 1918
vergleichend zu beschreiben und sie, wo immer möglich, zueinander
in Beziehung zu setzen. Dabei geht es nicht um die Addition von
Nationalgeschichten, sondern um einen Querschnitt jener Tendenzen,
die auf die Entwicklung der Staaten maßgeblichen Einfluss ausübten,
ihre innere und äußere Politik bestimmten und die ökonomische und
soziale Struktur des Kontinents von Grund auf neu gestalteten
Machtwechsel.
Manfred Görtemaker, 1951 geboren, Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Publizistik in Münster und Berlin, Ausbildung als Journalist. John F. Kennedy Memorial Fellow an der Harvard University. Krupp Foundation Senior Associate am Institute For East-West Security Studies in New York. 1994 - 1995 Prorektor der Universität Potsdam. Seit 1993 Professor für Neuere Geschichte an der Universität Potsdam. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte und Politik des 19. und 20. Jahrhunderts.
Ein Marktplatz-Angebot für "Geschichte Europas 1850-1918" für EUR 51,95
Sitemap: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20