Geschichte der Ästhetik von der Aufklärung bis zur Postmoderne - Schneider, Norbert

Norbert Schneider 

Geschichte der Ästhetik von der Aufklärung bis zur Postmoderne

Eine paradigmatische Einführung

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Produktinformation

  • Verlag: Reclam, Ditzingen
  • 2011
  • 5., erg. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 356 S. m. Abb.
  • Seitenzahl: 352
  • Reclam Universal-Bibliothek Nr.9457
  • Deutsch
  • Abmessung: 150mm x 98mm x 16mm
  • Gewicht: 155g
  • ISBN-13: 9783150094570
  • ISBN-10: 3150094577
  • Best.Nr.: 06240740
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.07.1996

Scharmützel der Schönheit
Die Geschichte der Ästhetik ist ein ewiger Kampf, der aber an Norbert Schneider vorbeigeht

Vor der Ästhetik gab es die kosmologische Schönheit. Im christlichen Europa des Mittelalters hatte die Welt schön zu sein, denn sie gehörte der göttlichen Schöpfung als Ganzes an, die auch allen Teilen einen Abglanz ihrer Pracht zugestand. Mit der Aufklärung nahte die Entzauberung. Der "Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit" wurde zum Einlaßtor für den Zweifel am Schönen. Alsbald beschränkte sich seine Erörterung auf Artefakte, die Natur büßte ihre Rolle als Maßstab des Schönen mehr und mehr ein. Das schaffende Genie als Beherrscher der Natur (allerdings qua Naturbegabung) löste den kontemplativen Bewunderer der Genesis ab.

Nach dem eigentlichen Geburtsakt der Ästhetik, der Publikation von Alexander Gottlieb Baumgartens gleichnamigem Werk anno 1750, wuchs der neue Sproß der philosophischen Familie erstaunlich schnell heran. Bereits 1790 erreichte die neue Disziplin in Kants "Kritik der Urteilskraft" einen später nur von Hegels Vorlesungen zur Ästhetik erreichten Stand. Alle Ästhetiken stehen …

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Das beherrschen nur wenige, die Kunst der Einführung. Zu ihnen gehört sicherlich Norbert Schneider, und er beweist es mit seiner Geschichte der Ästhetik von der Aufklärung bis zur Postmoderne. Paradigmatisch nennt er diese Einführung, und das heißt vor allem auch pragmatisch: statt programmatischem Drumherum gibt es klare Fakten und präzise Zitate, immer medias in res. Kein leeres Dozieren, jeder Satz sitzt (...). Am Ende gibt es denn auch kein selbstgefälliges "Jetzt weiß ich es" beim Leser, sondern vor allem eine gewaltige Lust, selber weiterzulesen, sich heranzumachen an die Originaltexte. Süddeutsche Zeitung

Das beherrschen nur wenige, die Kunst der Einführung. Zu ihnen gehört sicherlich Norbert Schneider, und er beweist es mit seiner Geschichte der Ästhetik von der Aufklärung bis zur Postmoderne. Paradigmatisch nennt er diese Einführung, und das heißt vor allem auch pragmatisch: statt programmatischem Drumherum gibt es klare Fakten und präzise Zitate, immer medias in res. Kein leeres Dozieren, jeder Satz sitzt (...). Am Ende gibt es denn auch kein selbstgefälliges "Jetzt weiß ich es" beim Leser, sondern vor allem eine gewaltige Lust, selber weiterzulesen, sich heranzumachen an die Originaltexte. 'Süddeutsche Zeitung'
Norbert Schneider ist Professor für Kunstgeschichte an der Universität Karlsruhe.

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