" A rebours bricht nicht nur mit dem Naturalismus, sondern wirft auch alle bis dato geltenden literarisch-ästhetischen und moralischen Prinzipien über den Haufen. Es handelt sich weniger um einen Roman als um ein Traktat, eine Abschweifung über ein Thema, das, ungeachtet der Tatsache, dass es damals in Frankreich als Lebensgefühl weit verbreitet war, in ganzer Radikalität bisher nur der Lyriker Baudelaire ins Zentrum seines Schaffens gerückt hatte: die décadence. Dekadenz bedeutet Niedergang, Verfall, und Huysmans schildert uns einen zu einem übersensiblen, lebensschwachen, nervenkrisengeschüttelten Ästheten heruntergekommenen Adligen aus einem ehemaligen Geschlecht von athletischen Haudegen und Kriegsknechten."
Nürnberger Nachrichten 17.07.2007
"Voilà, Joris-Karl Huysmans, der Ästhet, der Okkultist, der fragwürdige religiöse Eiferer und Laienbruder. Einer, dem das bloße Leben nicht genug war. In den vergangenen Jahren ist ein großer Teil seines seltsam wechselhaften Werks, in dem Naturalismus, Ästhetizismus, satanisch-sadistische Phantasien und Religiosität aufeinander folgen, wieder erschienen ... [u.a.] sein bekanntester Roman 'Gegen den Strich', jenes Buch, in dem Huysmans die Verfeinerung des ästhetischen Empfindens und die Künstlichkeit der Existenz zum Exzeß treibt, und das seit 100 Jahren die Bibel der Dekadenz ist." Bernd Skupin in 'Vogue'
»Ein Klassiker der dekadenten Literatur, den man gelesen haben sollte: Der Dandy Floressas Des Esseintes schafft sich in seinem Landhaus eine eigene, morbide Scheinwelt. Schön krank.« Wienerin
Joris-Karl Huysmans, 1848 in Paris geboren und 1907 dort gestorben, war lange Zeit Angestellter des Innenministeriums in Paris, wo er von Aufenthalten in Klöstern und kurzen Reisen abgesehen, immer lebte. Um 1892 konvertierte er zum Katholizismus. Von seinen Zeitgenossen gefeiert gilt er als prominenter Vertreter der literarischen Dekadenz wie als Wegbereiter der Symbolisten.