Französische Besatzungspolitik in Deutschland - Koop, Volker

Französische Besatzungspolitik in Deutschland

Französische Besatzungspolitik in Deutschland

Volker Koop 

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Französische Besatzungspolitik in Deutschland

In der alten Bundesrepublik war es wenig opportun, sich mit der Besatzungspolitik der Westalliierten zu befassen. Die Auseinandersetzung mit diesem Aspekt deutscher Nachkriegsgeschichte war auf die Sowjetische Besatzungszone fixiert. Richtung Westen betonte man die Freundschaft zu den neuen Bündnispartnern. Volker Koop entwirft erstmals ein differenziertes Bild alliierter Besatzungspolitik, beginnend mit der französischen Zone im Südwesten sowie in Berlin. Er schildert den Einmarsch ihrer Truppen, den Umgang mit Kriegsgefangenen, die Demontagen, aber auch den Sonderweg dauerhaft dem eigenen Staatsgebiet zuzuschlagen.


Produktinformation

  • Besetzt
  • Verlag: Bebra
  • 2005
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 352 S. m. 30 Abb.
  • Seitenzahl: 352
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 141mm x 40mm
  • Gewicht: 654g
  • ISBN-13: 9783898090643
  • ISBN-10: 3898090647
  • Best.Nr.: 14125957
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.11.2005

Rabiates Auftreten
Frankreichs Besatzungspolitik in Deutschland 1945 bis 1949

Ein Autor, der gleich an mehreren Stellen seines Buches prophylaktisch um Verständnis wirbt, muß Unangenehmes über die Anfänge der französischen Okkupation in Deutschland zu berichten haben. Tatsächlich befaßt sich Volker Koop eingehend damit, was in der künstlich zusammengeflickten französischen Besatzungszone in Deutschland geschah: Heimatchroniken künden von Massenvergewaltigungen deutscher Frauen und ausgiebigen Plünderungen durch französische Truppen in Baden und Württemberg Mitte 1945. Zu Recht erinnert Koop an die zuvor von Deutschen begangenen Schandtaten in Frankreich, meint aber, das eine zuzugestehen bedeute nicht, über das andere den Mantel des Schweigens breiten zu müssen. Die Brandschatzung von Freudenstadt gehört ebenfalls zu diesen dunklen Kapiteln.

Die in französischem Gewahrsam befindlichen deutschen Kriegsgefangenen wurden unter miserablen Bedingungen in Lagerhaft gehalten und mußten bis 1948 Zwangsarbeit in Bergwerken oder in der Landwirtschaft leisten. Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten durften die französische Zone nicht …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.06.2006

Frankreichs bedrohter Sieg
Das rabiate Vorgehen der Besatzungsmacht in Deutschland
Frankreichs Pläne zur politischen und nationalstaatlichen Zukunft Deutschlands nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges lassen sich in ihren Grundzügen am besten an den Überlegungen einer nationalen Symbolfigur
illustrieren: General de Gaulle, der schon den Ersten Weltkrieg mit den
Worten „Endlich ist es soweit!” als Möglichkeit begrüßte, nunmehr Vergeltung für die Schmach von 1870 zu üben, war auch 1945 gewillt, der „deutschen Gefahr” nun endgültig den Riegel vorzuschieben.
Nicht weniger als die Zerstückelung Deutschlands in kleinste Verwaltungseinheiten und den Verzicht auf eine zentrale Regierungsgewalt hatte de Gaulle für den Nachbarn vorgesehen, der Frankreich dreimal in nur 70 Jahren angegriffen hatte. 1944 schätzte er das Schicksal Deutschlands dann als „eine Frage von Leben und Tod für Frankreich” ein, und noch 1948 meinte er, dass „Bonn die Wiederherstellung des Reiches” bedeute.
Dass die Erfahrungen mit dem deutschen Militarismus auch in Frankreichs Deutschlandpolitik im Kreise der Alliierten eine Rolle spielte, illustriert Volker …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Volker Koops Studie zur französischen Besatzungspolitik in Deutschland nach 1945 hat zwar mitunter durchaus den Charakter einer Abrechnung, ist aber alles in allem trotzdem überzeugend, findet Cornelius Wüllenkemper. Koop dokumentiert sowohl die Versuche Frankreichs, durch extreme Reparationsforderungen, industrielle Demontage und die Aufteilung Deutschlands in winzige Verwaltungseinheiten den einstigen Gegner klein zu halten, als auch das brutale Vorgehen der Besatzungssoldaten gegenüber der Zivilbevölkerung. Das Buch macht nicht nur die französische Deutschlandpolitik der Nachkriegszeit nachvollziehbar, sondern zeigt auch deutlich, wie sehr die deutsche Bevölkerung entgegen gängiger Meinung nicht nur unter der sowjetischen, sondern eben auch unter der französischen Besatzung zu leiden hatte, schließt Wüllenkemper eingenommen.

© Perlentaucher Medien GmbH
Volker Koop, geb. 1945, aufgewachsen in Nienburg/Weser, schlug eine journalistische Laufbahn ein, u.a. bei den Bremer Nachrichten und dem NDR. Seit 1972 Sprecher des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Gerhard Stoltenberg, 1987 Wechsel in den Infromations- und Pressestab des Bundesministeriums für Verteidigung. Seit 1994 arbetet Volker Koop als Freier Autor und Journalist.

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