Feuer und Stein / Highland Saga Bd.1  - Gabaldon, Diana
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Feuer und Stein / Highland Saga Bd.1

Graphic Novel

Diana Gabaldon 

Übersetzung: Schnell, Barbara. Illustration: Nguyen, Hoang
Gebundenes Buch
 
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Feuer und Stein / Highland Saga Bd.1

Die größte Liebesgeschichte aller Zeiten - jetzt als Graphic Novel

Jamie Fraser kehrt nach einer langen Zeit der Verbannung in seine Heimat Schottland zurück. Seine Liebe zu den Highlands ist größer als seine Abscheu vor den Intrigen und Kämpfen der Clans oder als sein Hass auf die Engländer. Doch all das verblasst, als er Claire Randall kennenlernt. Und auch wenn Jamie weiß, dass ihn seine Liebe zu der schönen jungen Frau in große Schwierigkeiten bringen wird, ist er gerne bereit, sich für Claire allem zu stellen, was das Schicksal gegen ihn aufbietet. Wenn sie ihm doch nur ein Zeichen geben würde, dass sie seine Liebe erwidert ...



Produktinformation

  • Verlag: Blanvalet
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 224 S. m. Illustr.
  • Seitenzahl: 224
  • Deutsch
  • Abmessung: 235mm x 160mm x 20mm
  • Gewicht: 515g
  • ISBN-13: 9783764504229
  • ISBN-10: 3764504226
  • Best.Nr.: 33865785
"Die schönste Liebesgeschichte, die ich je gelesen habe."

„Sieben Bände gibt es mittlerweile, alle gleich süchtig machend.“„Die schönste Liebesgeschichte, die ich je gelesen habe.“
Diana Gabaldon war Honorarprofessorin für Tiefseebiologie und Zoologie an der Universität von Arizona, bevor sie sich hauptberuflich dem Schreiben widmete. Bereits ihr erster Roman Feuer und Stein" wurde international zu einem gigantischen Erfolg und führte dazu, dass Millionen von Lesern zu begeisterten Fans der Highland-Saga wurden.
Diana Gabaldon lebt mit Mann und drei Kindern in Scottsdale, Arizona.

Leseprobe zu "Feuer und Stein / Highland Saga Bd.1 "

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Ein neuer Anfang

Der Ort sah, zumindest auf den ersten Blick, nicht so aus, als würden dort viele Menschen verschwinden. Mrs. Bairds Frühstückspension war ein Haus wie tausend andere im schottischen Hochland anno 1945; sauber und ruhig, mit verblaßten Blümchentapeten, gewienerten Böden und einem Durchlauferhitzer im Bad, in den man Münzen einwerfen mußte. Mrs. Baird war mollig und gelassen und hatte nichts dagegen, daß Frank all seine Bücher und Papiere, die ihn auf jeder Reise begleiteten, in ihrem kleinen, mit Rosenmuster verzierten Wohnzimmer deponierte.

Ich begegnete Mrs. Baird in der Diele, als ich auf dem Weg nach draußen war. Sie hielt mich auf, legte ihre etwas feiste Hand auf meinen Arm und zupfte an meinen Haaren herum.

"Ach du liebe Güte, Mrs. Randall, so können Sie doch nicht aus dem Haus gehen! Darf ich's mal ein bißchen festdrücken? So. Jetzt ist es schon viel besser. Meine Cousine hat mir von einer neuen Dauerwelle erzählt. Die wird wunderschön und hält traumhaft gut; vielleicht sollten Sie's das nächste Mal auch damit versuchen."

Ich brachte es nicht übers Herz, Mrs. Baird zu sagen, daß die Widerspenstigkeit meiner hellbraunen Locken allein auf eine Laune der Natur und nicht auf Versäumnisse von seiten des Friseurgewerbes zurückzuführen war. Ihre steifgelockten Wellen zeichneten sich jedenfalls nicht durch derlei Eigensinn aus.

"Das werde ich tun, Mrs. Baird", log ich. "Ich gehe nur schnell ins Dorf runter und treffe mich mit Frank. Wir sind zum Tee wieder da." Ich verschwand, bevor sie weitere Mängel an meiner Erscheinung entdecken konnte. Ich war vier Jahre Krankenschwester bei der Royal Army gewesen und genoß es nun, statt der Uniform leichte, buntbedruckte Kattunkleider zu tragen, die für stramme Märsche durch die Heide jedoch völlig ungeeignet waren.

Nicht, daß ich ursprünglich geplant hätte, dies oft zu tun; ich hatte mir eher vorgestellt, morgens auszuschlafen und mit Frank lange faule Nachmittage im Bett zu verbringen. Es war jedoch schwierig, eine angemessen romantische Stimmung zu schaffen, wenn Mrs. Baird vor unserer Tür emsig staubsaugte.

"Das muß der schmutzigste Teppich von ganz Schottland sein", hatte Frank heute vormittag bemerkt, als wir im Bett lagen und dem wilden Röhren des Staubsaugers auf dem Flur lauschten.

"Fast so schmutzig wie die Fantasie unserer Wirtin", bestätigte ich. "Vielleicht hätten wir doch nach Brighton gehen sollen."

Wir hatten uns entschlossen, daß wir, bevor Frank seiner Berufung als Geschichtsprofessor nach Oxford folgte, in den Highlands Urlaub machen wollten, weil die Schrecken des Krieges Schottland etwas weniger heimgesucht hatten als den Rest von Großbritannien und weil es nicht so anfällig war für die hektische Nachkriegsmunterkeit, die in populäreren Feriengegenden grassierte.

Und ohne es besprochen zu haben, glaubten wir wohl beide, es sei ein nachgerade symbolischer Ort zur Neubelebung unserer Ehe; kurz vor Ausbruch des Krieges - sieben Jahre war es her - hatten wir in den Highlands geheiratet und dort unsere zweitägigen Flitterwochen verbracht. Ein friedliches Refugium, in dem wir einander wiederentdecken konnten, so meinten wir, ohne zu bedenken, daß Golf und Angeln zwar Schottlands beliebteste Sportarten im Freien sind, Klatsch aber der beliebteste Zeitvertreib in geschlossenen Räumen. Und wenn es so ausgiebig regnet wie in Schottland, halten sich die Menschen oft in geschlossenen Räumen auf.

"Wohin gehst du?" fragte ich, als Frank seine Beine aus dem Bett schwang.

"Ich könnte es nicht ertragen, wenn die gute Frau enttäuscht von uns wäre", antwortete er. Er setzte sich auf die Kante des hochbetagten Bettes und wippte behutsam auf und ab, was ein durchdringend rhythmisches Quietschen hervorrief. Das Staubsaugen auf dem Flur wurde eingestellt. Nach ungefähr zwei Minuten gab Frank ein lautes, theatralisches Stöhnen von sich und fiel hintüber, wogegen die Sprungfedern schnarrend protestierten. Ich kicherte in mein Kissen, um die atemlose Stille vor der Tür nicht zu entweihen.

Frank zog die Augenbrauen hoch. "Du sollst nicht kichern, sondern verzückt stöhnen", ermahnte er mich flüsternd. "Sie wird noch denken, ich sei kein guter Liebhaber."

"Wenn du verzücktes Stöhnen erwartest, mußt du schon länger durchhalten", erwiderte ich. "Mit zwei Minuten verdienst du nicht mehr als Gekicher."

"Unverschämtes Frauenzimmer. Ich bin hierhergekommen, um mich auszuruhen, hast du das vergessen?"

"Faulpelz. Wenn du nicht ein bißchen mehr Fleiß an den Tag legst, wirst du es nie bis zum nächsten Ast an deinem Stammbaum bringen."

Franks Leidenschaft für Ahnenforschung war ein weiterer Grund dafür, daß wir uns die schottischen Highlands ausgesucht hatten. Einem der dreckigen Zettel zufolge, die er mit sich herumschleppte, hatte irgendein leidiger Vorfahr von ihm Mitte des siebzehnten oder achtzehnten Jahrhunderts irgend etwas in dieser Gegend zu schaffen gehabt.

"Wenn ich an meinem Stammbaum als kinderloser Knorren ende, ist es zweifellos die Schuld unserer unermüdlichen Wirtin da draußen. Schließlich sind wir seit fast acht Jahren verheiratet, und Frank junior wird ehelich genug sein. Jedenfalls brauchen wir keine Zeugen, wenn du ihn empfängst."

"Falls überhaupt", sagte ich pessimistisch. In der Woche vor unserem Aufbruch in die Highlands waren wir wieder enttäuscht worden.

"Wie sollen wir es nicht schaffen bei all der frischen Luft und gesunden Ernährung?" Zum Abendessen hatte es gestern Brathering gegeben. Zum Mittagessen Salzhering. Und der penetrante Geruch, der nun die Treppe heraufwehte, deutete stark darauf hin, daß es zum Frühstück Räucherhering geben würde.

"Wenn du nicht vorhast, zur Erbauung von Mrs. Baird eine Zugabe zu geben, dann solltest du dich jetzt anziehen", sagte ich. "Wolltest du dich nicht um zehn mit dem Pfarrer treffen?" Reverend Dr. Reginald Wakefield, Pastor der hiesigen Gemeinde, würde Frank ein paar ungemein faszinierende Taufregister vorlegen; ganz zu schweigen von der verlockenden Möglichkeit, daß er vielleicht einige schimmelige Kriegsberichte ausgegraben hatte, in denen der berühmt-berüchtigte Vorfahr erwähnt wurde.

"Wie hieß dieser Ur-Ur-Ur-Ur-Urgroßvater von dir noch mal?" fragte ich. "Der hier bei einem Aufstand mitgemischt hat? Willy oder Walter? Ich weiß es nicht mehr."

"Jonathan." Frank nahm mein Desinteresse an der Familiengeschichte gelassen hin, blieb aber immer wachsam, um beim geringsten Ausdruck von Wißbegier meinerseits die Gelegenheit zu ergreifen und mir alle bisher bekannten Fakten über die Randalls und ihre Verbindungen aufzuzählen. Während er sein Hemd zuknöpfte, blitzte die Leidenschaft des fanatischen Dozenten aus seinen Augen.

"Jonathan Wolverton Randall - Wolverton hieß er nach dem Onkel seiner Mutter, einem Ritter aus Sussex. Er war jedoch unter dem schneidigen Beinamen >Black Jack< bekannt, den er sich beim Heer erwarb, vermutlich während der Zeit seiner Stationierung in Schottland." Ich ließ mich aufs Bett fallen und tat so, als schnarchte ich. Frank fuhr ungerührt mit seinen gelehrten Darlegungen fort.

"Mitte der dreißiger Jahre - des achtzehnten Jahrhunderts - kaufte er sein Offizierspatent und diente als Hauptmann bei den Dragonern. Den alten Briefen zufolge, die mir meine Cousine May geschickt hat, kam er beim Heer nicht übel zurecht. Eine gute Wahl für den zweitältesten Sohn, mußt du wissen; sein jüngerer Bruder hielt sich ebenfalls an die Tradition und wurde Geistlicher, aber ich habe noch nicht viel über ihn herausgefunden. Wie auch immer, der Herzog von Sandringham belobigte Jack Randall wegen seiner Aktivitäten vor und während des Aufstands 1746 - des zweiten jakobitischen Aufstands", erläuterte Frank den Unwissenden unter seinen Zuhörern, nämlich mir. "Du weißt schon, Bonnie Prince Charles und diese Leute."

"Ich bin nicht sicher, ob den Schotten klar ist, daß sie damals verloren haben", warf ich ein, während ich mich aufsetzte und meine Haare zu bändigen versuchte. "Gestern abend im Pub habe ich deutlich gehört, wie uns der Mann hinterm Tresen als Sassenachs bezeichnet hat."

"Nun, warum nicht?" sagte Frank gleichmütig. "Das bedeutet schließlich nur >Engländer< oder schlimmstenfalls >Fremde<, und wir sind doch wohl beides."

"Ich weiß, was es bedeutet. Mir hat sein Ton nicht gefallen."

Frank suchte in der Kommodenschublade nach einem Gürtel. "Er hat sich bloß geärgert, weil ich ihm gesagt habe, sein Bier sei dünn. Ich habe ihm erklärt, daß man bei einem echten Hochlandgebräu dem Faß einen alten Stiefel beigeben und das Endprodukt durch alte Unterwäsche abseihen müßte."

"Aha, das erklärt die Höhe der Rechnung."

"Na ja, ich habe es etwas taktvoller formuliert, aber nur, weil es im Gälischen kein Wort für Unterhose gibt."

Neugierig geworden, griff ich zu einer von meinen. "Warum nicht? Haben die alten Kelten keine Unterwäsche getragen?"

Frank grinste anzüglich. "Hast du nie das Lied gehört, in dem es darum geht, was ein Schotte unter seinem Kilt trägt?"

"Vermutlich keine lange Unterhose", sagte ich trocken. "Während du dich mit Pfarrern vergnügst, mache ich mich vielleicht auf die Suche nach einem hiesigen Kiltträger und frage ihn."

"Dann sieh zu, daß du nicht verhaftet wirst, Claire. Das würde dem Dekan des St. Giles College gar nicht gefallen."

Letzten Endes schlenderten keine Kiltträger auf dem Dorfplatz herum und besuchten auch nicht die umliegenden Geschäfte. Es waren jedoch etliche andere Leute da, meistenteils Hausfrauen vom Typ Mrs. Baird, die ihre täglichen Besorgungen erledigten. Sie waren aus auf Klatsch und Tratsch und erfüllten, stramm und in bedruckte Kleider gehüllt, die Läden mit gemütlicher Wärme - eine Bastion gegen den kalten Morgendunst draußen.

Da ich bis jetzt noch keinen eigenen Haushalt hatte, gab es für mich nur wenig zu kaufen. Ich amüsierte mich damit, mir die frischgefüllten Regale anzuschauen, aus reiner Freude, vieles wieder angeboten zu sehen. Lange Zeit war alles streng rationiert gewesen, wir mußten ohne einfache Dinge wie Seife und Eier auskommen und noch länger ohne die kleinen Luxusartikel wie L'Heure Bleue, mein Eau de Cologne.

Mein Blick verweilte auf einer Auslage mit Haushaltswaren - bestickten Geschirrtüchern und Teewärmern, Krügen und Gläsern, einem Stapel recht heimeliger Plätzchendosen und einer Garnitur von drei Blumenvasen.

Ich hatte in meinem ganzen Leben noch keine Vase besessen. Während des Krieges hatte ich natürlich in den für Schwestern bestimmten Unterkünften gewohnt; erst im Pembroke Hospital, dann im Lazarett in Frankreich. Doch auch vorher hatten wir nirgendwo lange genug gelebt, um den Kauf eines solchen Gegenstands zu rechtfertigen. Hätte ich so etwas mein eigen genannt, dann hätte Onkel Lamb es bereits mit Topfscherben gefüllt, noch bevor ich mich ihm mit einem Strauß Gänseblümchen hätte nähern können.

Quentin Lambert Beauchamp. "Q" für seine Archäologiestudenten und Freunde. "Dr. Beauchamp" für die Gelehrtenkreise, in denen er sich bewegte. Aber für mich immer Onkel Lamb.

Als meine Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen, wurde ich ihm, dem einzigen Bruder meines Vaters und meinem einzigen noch lebenden Verwandten, aufgebürdet. Auf dem Sprung zu einer Reise in den Mittleren Osten hatte er seine Vorbereitungen so lange unterbrochen, bis er sich um das Begräbnis gekümmert, die Nachlaßangelegenheiten meiner Eltern geregelt und mich - ich war damals sechs - in einem standesgemäßen Mädcheninternat angemeldet hatte, das zu besuchen ich mich schlichtweg weigerte.

Mit der Notwendigkeit konfrontiert, meine dicken Finger vom Türgriff des Wagens zu lösen und mich die Treppe zur Schule hin- aufzuschleifen, seufzte mein konfliktscheuer Onkel Lamb verzweifelt auf, zuckte schließlich die Achseln und warf sein Urteilsvermögen mitsamt meinem neuerworbenen Strohhut über Bord.

"Verdammter Deckel", murmelte er, als er ihn im Rückspiegel davonrollen sah, während wir im dritten Gang die Auffahrt entlangbrausten. "Aber an Frauen habe ich Hüte sowieso noch nie leiden können." Er musterte mich mit einem wilden Blick.

"Damit eines klar ist", sagte er in ehrfurchtgebietendem Ton. "Du darfst auf gar keinen Fall mit meinen persischen Grabfigurinen Puppen spielen. Alles, nur das nicht. Verstanden?"

Ich nickte zufrieden. Und war mit ihm in den Mittleren Osten, nach Südamerika und zu Dutzenden von archäologischen Stätten auf der ganzen Welt gereist. Hatte anhand von Entwürfen zu Zeitschriftenartikeln lesen und schreiben gelernt, auch Latrinen graben und Wasser abkochen und eine Reihe von anderen Dingen, die sich für eine junge Dame aus gutem Haus nicht schicken - bis ich dem hübschen, dunkelhaarigen Historiker begegnete, der zu Onkel Lamb kam, um ihn über ein Problem der französischen Philosophie zu befragen, das im Zusammenhang mit der ägyptischen Religion stand.

Auch nach der Hochzeit führten Frank und ich das Nomadenleben angehender Dozenten, pendelten hin und her zwischen Konferenzen auf dem Kontinent und provisorischen Wohnungen, bis es ihn durch den Krieg an die Offiziersschule und danach zum Geheimdienst verschlug und ich eine Ausbildung als Krankenschwester machte. Obwohl wir seit fast acht Jahren verheiratet waren, würde das neue Haus in Oxford unser erstes richtiges Heim sein.

Ich klemmte meine Handtasche entschlossen unter den Arm, marschierte in den Laden und kaufte die Blumenvasen.

An der Kreuzung von High Street und Gereside Road traf ich Frank, und wir bogen gemeinsam in die letztere ein. Als er meine Neuerwerbungen sah, hob er die Augenbrauen.

"Vasen?" Er lächelte. "Wunderbar. Vielleicht hörst du jetzt damit auf, Blumen in meine Bücher zu legen."

"Das sind keine Blumen, das sind Exemplare. Und es war dein Vorschlag, daß ich mich mit Botanik beschäftige. Damit ich etwas zu tun habe, nachdem ich jetzt keine Kranken mehr zu pflegen habe", sagte ich.

Frank nickte gutgelaunt. "Stimmt. Mir war nur nicht klar, daß mir jedesmal, wenn ich ein Nachschlagewerk aufklappe, Grünzeug in den Schoß fallen würde. Was war dieses gräßliche bröckelige, braune Kraut, das du in den Tuscum and Banks getan hast?"

"Arnika. Ist gut bei Hämorrhoiden."

"Du triffst Vorbereitungen, weil ich alt werde, ja? Wie aufmerksam von dir, Claire!"

Wir traten lachend durch die Pforte, und Frank trat zurück, um mich zuerst die schmale Treppe hinaufsteigen zu lassen.

Plötzlich faßte er meinen Arm. "Achtung! Da wirst du doch nicht reintreten wollen."

Vorsichtig hob ich den Fuß über einen großen, rotbraunen Fleck auf der obersten Stufe.

"Seltsam", sagte ich. "Mrs. Baird putzt jeden Morgen die Treppe; ich habe sie dabei beobachtet. Was, meinst du, kann das sein?"

Frank beugte sich über die Stufe und schnupperte.

"Aus dem Stand würde ich sagen, das ist Blut."

"Blut!" Ich trat einen Schritt zurück. "Wessen Blut?" Ich schaute nervös ins Haus. "Glaubst du, Mrs. Baird ist etwas zugestoßen?" Ich konnte mir nicht vorstellen, daß unsere untadelige Wirtin Blut auf ihrer Schwelle trocknen ließ, es sei denn, eine größere Katastrophe hätte sich ereignet. Ich fragte mich einen Moment, ob sich im Wohnzimmer ein geisteskranker Mörder verbarg, der sich mit markerschütterndem Schrei sowie einer Axt auf uns stürzen würde.

Frank schüttelte den Kopf. Er stand auf Zehenspitzen und spähte über die Hecke in den Garten nebenan.

"Das glaube ich kaum. Bei den Collins ist auch so ein Fleck auf der Schwelle."

"Tatsächlich?" Ich rückte näher an Frank heran, sowohl um über die Hecke zu lugen als auch der moralischen Unterstützung wegen. Das schottische Hochland schien mir nicht der rechte Ort für einen Massenmörder zu sein; allerdings bezweifelte ich, daß sich solche Personen bei der Auswahl ihrer Wirkungsstätten an logische Kriterien hielten. "Das ist ziemliche unangenehm", bemerkte ich. Aus dem Nachbarhaus drang kein Lebenszeichen. "Was, meinst du, ist passiert?"

Frank runzelte die Stirn, dachte nach und schlug sich dann in plötzlicher Eingebung auf sein Hosenbein.

"Ich weiß es, glaube ich. Warte einen Augenblick." Damit überließ er mich meinem Schicksal, schoß durch die Pforte und trabte die Straße hinunter.

Wenig später war er, strahlend vor Gewißheit, zurück.

"Ja, das ist es. Muß es sein. Jedes Haus in dieser Reihe hatte es."

"Hatte was? Besuch von einem gemeingefährlichen Irren?" Ich sprach in einem etwas scharfen Ton, weil ich mit nichts als einem großen Blutfleck zur Gesellschaft stehengelassen worden war.

Frank lachte. "Nein, ein rituelles Opfer. Faszinierend!" Er war jetzt auf allen vieren im Gras und betrachtete interessiert den Fleck.

Das schien mir kaum besser als ein gemeingefährlicher Irrer. Ich hockte mich neben ihn und rümpfte die Nase. Es war noch zu früh für Fliegen, aber ein paar von den großen, langsamen Hochlandmücken zogen über dem Fleck bereits ihre Kreise.

"Rituelles Opfer? Was soll das heißen?" fragte ich. "Mrs. Baird geht treu und brav zur Kirche wie alle anderen. Das ist doch kein Druidenhügel hier!"

Frank erhob sich und bürstete Gras von seiner Hose. "Hast du eine Ahnung, Mädchen", sagte er. "Es gibt keinen Ort auf Erden, wo der alte Aberglaube und die alte Magie lebendiger sind als in den Highlands. Ob Mrs. Baird zur Kirche geht oder nicht, sie glaubt ans Hügelvolk, und ihre Nachbarn ebenso." Er deutete mit seiner säuberlich polierten Schuhspitze auf den Fleck. "Das Blut eines schwarzen Hahnes", erklärte er und wirkte durchaus zufrieden. "Die Häuser sind neu, das siehst du wohl. Fertigbauweise."

Ich betrachtete Frank kühl. "Wenn du den Eindruck hast, das erkläre alles, dann täuschst du dich. Welchen Unterschied macht es, wie alt die Häuser sind? Und wo, um Himmels willen, sind die ganzen Leute?"

"Im Pub, nehme ich an. Schauen wir nach, ja?" Frank nahm meinen Arm und führte mich durch die Pforte und die Gereside Road hinunter.

"Früher", berichtete er im Gehen, "und das ist noch gar nicht so lange her, war es üblich, etwas zu töten, wenn ein Haus gebaut wurde, und es unterm Fundament zu begraben - das sollte die Erdgeister besänftigen. >Er wird die Grundfesten in seinem Erstgeborenen errichten, und in seinem jüngsten Sohn wird er die Tore bauen.< So alt wie die Berge."

Ich schauderte bei dem Zitat. "Dann ist es wohl sehr modern und aufgeklärt, daß die Leute statt dessen Hähne nehmen. Du meinst also, da die Häuser ziemlich neu sind, ist nichts unter ihnen begraben worden, und dem helfen die Bewohner jetzt ab?"

"Genau." Frank tätschelte mir wohlwollend den Rücken. "Nach Auskunft des Pfarrers denken viele Leute hier, zum Krieg sei es unter anderem deshalb gekommen, weil die Menschen ihre Wurzeln vergessen und es versäumt hätten, geeignete Sicherheitsmaßnahmen zu treffen, das heißt, ein Opfer unterm Fundament zu vergraben oder Fischgräten im Herdfeuer zu verbrennen - außer Schellfischgräten natürlich", fügte Frank in seliger Weitschweifigkeit hinzu. "Schellfischgräten verbrennt man grundsätzlich nicht - wußtest du das? -, sonst fängt man nie wieder einen. Schellfischgräten muß man vergraben."

"Ich werde es mir merken", antwortete ich. "Sag mir, was ich machen muß, um nie wieder einen Hering zu sehen, und ich werde es umgehend tun."

Frank schüttelte den Kopf, da er auf einem seiner geistigen Höhenflüge war, jenen kurzen Phasen gelehrter Verzückung, in denen er den Kontakt zu seiner unmittelbaren Umgebung verlor und sich ganz darauf konzentrierte, aus allen erreichbaren Quellen Wissen zu schöpfen.

"Hering? Keine Ahnung", sagte er zerstreut. "Aber gegen Mäuse hängst du Zittergras auf - >Hast du Zittergras im Haus, siehst du nie mehr eine Maus.< Aber Leichen unterm Fundament - daher kommen viele von den Gespenstern hier. Du kennst Mountgerald, das große Haus am Ende der High Street? Dort treibt ein Gespenst sein Unwesen, ein Maurer, der beim Bau mitgearbeitet hat und als Opfer für die Erdgeister getötet wurde. Irgendwann im achtzehnten Jahrhundert; das ist wirklich noch nicht lange her", fügte Frank nachdenklich hinzu.

"Es heißt, auf Weisung des Bauherrn sei zunächst eine Mauer hochgezogen worden. Dann habe man von deren Krone einen Steinblock auf einen der Maurer fallen lassen - vermutlich wurde ein unangenehmer Kerl ausgewählt -, und anschließend sei er im Keller begraben und der Rest des Hauses über ihm errichtet worden. Er geht im Keller um, wo er getötet wurde, außer an den vier alten Jahreszeitenfesten."

"Den vier alten Jahreszeitenfesten?"

"Ja, die alten Feste", erklärte Frank. "Imbolc, das ist der keltische Frühlingsanfang am ersten Februar; Beltene, das Maifest; Lugnosa am ersten August führt den Herbst ein; und Samhain, der erste November - das spätere Allerheiligen. Druiden, Glok- kenbecherkultur, Pikten, sie alle feierten, soviel wir wissen, die Sonnen- und Feuerfeste. Wie auch immer, an diesen Tagen sind die Geister frei, können umherwandern und Gutes oder Böses tun, wie es ihnen beliebt." Frank rieb sich versonnen das Kinn. "Die Frühlingstagundnachtgleiche haben wir hinter uns, wir nähern uns Beltene. Paß also lieber auf, wenn du das nächste Mal am Friedhof vorbeikommst." Er zwinkerte, und ich merkte, daß er aus seiner Trance erwacht war.

Ich lachte. "Gibt es hier viele berühmte Gespenster?"

Frank zuckte die Achseln. "Das weiß ich nicht. Wir werden den Pfarrer fragen, wenn wir ihn sehen, ja?"

Tatsächlich trafen wir den Pfarrer weitaus eher als vermutet. Er saß, zusammen mit den meisten anderen Dorfbewohnern, im Pub und trank anläßlich der Häuserweihe ein Helles.

Zwar schien er ziemlich verlegen, weil er dabei ertappt worden war, heidnische Bräuche zu dulden, aber er tat es beiläufig als bloße lokal-historische Gepflogenheit ab.

"Obwohl es durchaus faszinierend ist", vertraute er uns an, und ich erkannte, innerlich seufzend, das Lied des Gelehrten. Frank lauschte dem Ruf einer verwandten Seele, begann sofort mit dem akademischen Balztanz, und binnen kurzem waren sie bis über beide Ohren in Archetypen und die Parallelen zwischen Aberglauben und Religion vertieft. Ich zuckte die Achseln und bahnte mir durch die Menge einen Weg zum Tresen und zurück, in jeder Hand einen großen Brandy mit Soda.

Da ich aus Erfahrung wußte, wie schwer es war, unter solchen Umständen Franks Aufmerksamkeit zu erregen, nahm ich einfach seine Hand, schloß seine Finger um das Glas und überließ ihn sich selbst.

Ich sah Mrs. Baird auf einer Bank in der Nähe des Fensters. Sie trank ein Glas halbdunkles Bier mit einem alten Herrn, den sie mir als Mr. Crook vorstellte.

"Das ist der Mann, von dem ich Ihnen erzählt habe, Mrs. Randall", sagte sie mit hellen Augen, belebt durch den Alkohol und die Gesellschaft. "Der sich so gut mit Pflanzen auskennt."

Und dann erklärte sie ihrem Gefährten, der seinen Kopf in einer Mischung aus Höflichkeit und Schwerhörigkeit neigte: "Mrs. Randall interessiert sich sehr für Pflanzen. Preßt sie in Büchern und so."

"Wirklich?" fragte Mr. Crook, eine buschige weiße Augenbraue hochziehend. "Ich habe ein paar Pflanzenpressen - die richtigen, wohlgemerkt. Habe sie von meinem Neffen gekriegt, als er in den Ferien hier war. Er geht zur Universität. Hat sie extra für mich mitgebracht, und ich konnte ihm nicht sagen, daß ich keine Verwendung dafür habe. Kräuter hängt man einfach auf, oder man trocknet sie auf einem Rahmen und tut sie in Leinenbeutel oder in Gläser, aber warum man die kleinen Dinger plattdrückt, das weiß ich nicht."

"Um sie anzuschauen vielleicht", warf Mrs. Baird freundlich ein. "Mrs. Randall hat so hübsche Sachen aus Malvenblüten und Veilchen gemacht, die könnte man ohne weiteres einrahmen und an die Wand hängen."

"Mmmpf." Von Mr. Crooks zerfurchtem Gesicht war abzulesen, daß er dies, wenn auch nur unter gewissen Vorbehalten, für möglich hielt. "Also, wenn Sie die Pressen brauchen können, Missus, dann können Sie sie gerne haben. Ich will sie nicht wegwerfen, aber ich muß sagen, daß ich keine Verwendung dafür habe."

Ich versicherte Mr. Crook, daß ich begeistert wäre, wenn er mir seine Pflanzenpressen gäbe, und noch begeisterter, wenn er mir zeigte, wo die selteneren Pflanzen der Region zu finden seien. Er beäugte mich einen Moment mit scharfem Blick, den Kopf zur Seite gelegt wie ein alter Turmfalke, aber dann schien er zu dem

Schluß zu kommen, daß mein Interesse echt war, und wir verabredeten für den nächsten Morgen eine Exkursion ins hiesige Buschwerk. Frank hatte vor, den ganzen Tag in Inverness zu verbringen, wo er im Rathaus irgendwelche Urkunden einsehen wollte, und es freute mich, daß ich eine gute Ausrede hatte, um ihn nicht begleiten zu müssen. Für meine Begriffe glichen sich solche Dokumente wie ein Ei dem anderen.

Bald darauf riß sich Frank vom Pfarrer los, und wir gingen gemeinsam mit Mrs. Baird nach Hause. Ich scheute mich, das Hahnenblut auf der Treppe zu erwähnen, aber Frank war nicht so schüchtern und fragte unsere Wirtin eifrig nach den Hintergründen dieses Brauches aus.

"Er ist sehr alt, nicht wahr?" erkundigte er sich, wobei er einen abgebrochenen Zweig durch die Gewächse am Straßenrand sausen ließ. Weißer Gänsefuß und Fingerkraut blühten bereits, und am Besenginster schwollen die Knospen - noch eine Woche, und sie würden platzen.

"Ja." Mrs. Baird watschelte flotten Schrittes dahin. "Älter als die Erinnerung. Den gab's schon vor den Riesen."

"Riesen?" fragte ich.

"Ja. Fionn und seine Männer."

"Gälische Volkssagen", bemerkte Frank. "Helden, weißt du. Wahrscheinlich nordländische Wurzeln. Es gibt hier etliche altnordische Einflüsse, die ganze Küste hinauf und bis nach Westen. Manche Ortsnamen sind nicht etwa keltisch, sondern altnordisch."

Ich befürchtete eine weitere Eruption gelehrten Wissens und rollte die Augen, aber Mrs. Baird lächelte freundlich und ermutigte Frank, sagte, das sei wahr und sie sei selbst einmal im Norden gewesen und habe den Zwei-Brüder-Stein gesehen und der sei auch altnordisch, nicht wahr?

"Die Nordländer sind zwischen 500 und 1300 nach Christus Hunderte von Malen an dieser Küste gelandet", fuhr Frank fort und blickte verträumt zum Horizont, wo er wohl in den windzerzausten Wolken Drachenschiffe sah. "Wikinger. Und sie brachten viele ihrer Mythen mit. Dies ist ein gutes Land für Mythen. Die Dinge scheinen hier Wurzeln zu schlagen."

Das glaubte ich Frank aufs Wort. Die Dämmerung brach herein, und ein Gewitter zog auf. Im unheimlichen Licht wirkten selbst die modernen Häuser an der Straße so uralt und düster wie der piktische Stein dreißig Meter weiter, der seit tausend Jahren die Kreuzung bewachte. Ein guter Abend für geschlossene Räume und fest verriegelte Fensterläden.

Doch statt gemütlich in Mrs. Bairds Wohnzimmer zu bleiben, entschied sich Frank dafür, seine Verabredung mit Mr. Bainbridge einzuhalten, einem Rechtsanwalt, der sich für historische Dokumente aus der Gegend interessierte. Ich dachte an meine frühere Begegnung mit Mr. Bainbridge und beschloß, zu Hause zu bleiben.

"Komm möglichst zurück, bevor das Unwetter losbricht", sagte ich zu Frank und gab ihm einen Abschiedskuß. "Und grüße Mr. Bainbridge von mir."

"Äh - ja. Ja, natürlich." Sorgsam darauf bedacht, mir nicht in die Augen zu blicken, nahm Frank seinen Regenschirm und ging.

Ich schloß die Tür, klinkte sie aber nur ein, damit Frank wieder hereinkommen konnte. Ich wanderte ins Wohnzimmer und dachte mir, er werde zweifellos so tun, als hätte er keine Frau - und Mr. Bainbridge würde sich ihm darin anschließen. Nicht, daß ich ihm das besonders verdenken könnte.

Zunächst war alles gutgegangen während unseres Besuches bei Mr. Bainbridge am Nachmittag zuvor. Ich war bescheiden gewesen, zurückhaltend intelligent, gepflegt und dezent gekleidet, wie man es von der Gattin eines Hochschullehrers erwartet. Bis der Tee serviert wurde.

Ich drehte die rechte Hand um und inspizierte bekümmert die großen Brandblasen. Schließlich war es nicht meine Schuld gewesen, daß sich der verwitwete Mr. Bainbridge mit einer billigen Blechkanne begnügte, statt eine richtige aus Steingut zu besitzen. Auch nicht, daß er mich, um Höflichkeit bemüht, gebeten hatte einzuschenken. Auch nicht, daß der Topflappen, den er bereitgelegt hatte, an einer Stelle durchgescheuert war, so daß meine Hand schmerzhaft Bekanntschaft mit dem rotglühenden Henkel schloß, als ich die Kanne hochhob.

Nein, sagte ich mir. Die Teekanne fallen zu lassen, war eine völlig normale Reaktion. Sie in Mr. Bainbridges Schoß fallen zu lassen, war bloß ein dummes Versehen; irgendwo mußte sie ja landen. Erst mein Ausruf "Gottverdammte Scheiße!" hatte bewirkt, daß mich Frank über die Teekuchen hinweg anfunkelte.

Nachdem sich Mr. Bainbridge von seinem Schock erholt hatte, war er durchaus ritterlich, machte viel Aufhebens um meine Hand und ignorierte Franks Versuche, meine Sprache damit zu entschuldigen, daß ich fast zwei Jahre im Lazarett stationiert gewesen war. "Meine Frau hat bei den Amis leider einige, äh, farbige Wendungen aufgeschnappt", sagte er mit nervösem Lächeln.

"Das stimmt", bestätigte ich und schlang mit zusammengebissenen Zähnen eine nasse Serviette um meine Hand. "Männer neigen zu farbigen Wendungen, wenn man ihnen Schrapnellsplit aus dem Leib pult."

Mr. Bainbridge versuchte nun taktvoll, das Gespräch in neutrale historische Bahnen zu lenken, indem er sagte, er habe sich immer für die Wandlungen dessen interessiert, was zu verschiedenen Zeiten als lästerliche Sprache gegolten habe. Da gebe es zum Beispiel Gorblimey, eine neuere Verballhornung des Fluches God blind me - "Gott soll mich mit Blindheit schlagen".

Frank akzeptierte die Ablenkung erleichtert. "Ja, natürlich", sagte er. "Nein danke, Claire, mir keinen Zucker. Und wie steht es mit Gadzooks? Das Gad scheint mir klar zu sein, >Gott<, nur diesmal als Ausruf, aber zook^"

"Nun", warf der Anwalt ein, "darüber habe ich auch schon nachgedacht. Vielleicht ist es eine Verballhornung des alten schottischen Wortes yeuk, was >jucken< bedeutet. Das ergäbe doch einen Sinn, nicht wahr?"

Frank nickte, ließ eine ungelehrte Haarsträhne in die Stirn fallen und strich sie automatisch zurück. "Interessant", sagte er, "die ganze Entwicklung der Vulgärsprache."

"Ja, und sie schreitet ständig fort", sagte ich, indem ich behutsam ein Stück Würfelzucker mit der dafür bestimmten Zange aufnahm.

"Ach?" fragte Mr. Bainbridge höflich. "Sind Sie während Ihrer, äh, Kriegszeit auf solche interessanten Wandlungen gestoßen?"

"Allerdings", antwortete ich. "Meine Lieblingswendung habe ich bei einem Yankee aufgeschnappt. Er hieß Williamson und kam, glaube ich, aus New York. Er sagte es jedesmal, wenn ich seinen Verband wechselte."

"Und was war das?"

"Jesus H. Roosevelt Christ", sagte ich und ließ den Würfelzuk- ker säuberlich in Franks Tee gleiten.

Nach einem friedlichen und nicht unangenehmen Plausch mit Mrs. Baird stieg ich die Treppe hinauf, um mich bettfertig zu machen, bevor Frank nach Hause kam. Ich wußte, seine Grenze bei Sherry waren zwei Gläser, und so erwartete ich ihn bald zurück.

Der Wind frischte auf, und selbst im Schlafzimmer war die Luft elektrisch aufgeladen. Ich zog die Bürste durch meine Haare, und prompt knisterten meine Locken und verhedderten sich wüst miteinander. Sie müssen heute abend ohne ihre hundert Bürstenstriche auskommen, dachte ich. Bei diesem Wetter würde ich mich damit begnügen, mir die Zähne zu putzen. Haarsträhnen klebten an meinen Wangen und blieben störrisch an Ort und Stelle, als ich versuchte, sie zu entfernen.

Kein Wasser im Waschkrug; Frank hatte es verbraucht, als er sich frischmachte, bevor er zu seinem Treffen mit Mr. Bainbridge aufbrach, und ich hatte den Krug nicht wiederaufgefüllt. Ich nahm die L'Heure-Bleue-Flasche und schüttete eine Pfütze in meine Hand. Bevor sich der Duft verflüchtigen konnte, rieb ich meine Hände aneinander und fuhr mir mit ihnen durch die Haare. Ich kippte eine weitere Portion auf meine Haarbürste und fegte mir damit die Locken hinter die Ohren.

Das ist sehr viel besser, dachte ich, als ich meinen Kopf von einer Seite zur anderen drehte, um das Ergebnis in dem fleckigen Spiegel zu überprüfen. Die Haare umrahmten mein Gesicht in schweren, schimmernden Wellen. Der verdunstende Alkohol hatte einen sehr angenehmen Duft zurückgelassen. Das wird Frank gefallen, dachte ich. L'Heure Bleue ist sein liebstes Eau de Cologne.

Plötzlich zuckte in unmittelbarer Nähe ein Blitz, ein Donnerschlag folgte, und sämtliche Lichter gingen aus. Leise fluchend, kramte ich in mehreren Schubladen herum.

Irgendwo hatte ich Kerzen und Streichhölzer gesehen; Stromausfälle kamen in den Highlands so häufig vor, daß Kerzen ein unentbehrliches Requisit aller Fremdenzimmer waren. Selbst in den vornehmsten Hotels hatte ich welche gesehen - dort waren sie allerdings parfümiert und präsentierten sich in eleganten Mattglashaltern.

Mrs. Bairds Kerzen waren da weitaus gewöhnlicher, schlichte weiße Haushaltskerzen, aber es waren etliche, und drei Heftchen Streichhölzer lagen dabei. In einem solchen Moment wollte ich, was Stilfragen betraf, nicht allzu pingelig sein.

Beim Licht des nächsten Blitzes steckte ich eine Kerze in den blauen Keramikhalter auf der Frisierkommode, dann zündete ich weitere an, bis der ganze Raum von einem sanften, flackernden Schein erfüllt war. Sehr romantisch, dachte ich und drückte geistesgegenwärtig den Lichtschalter nach unten, damit der Strom, wenn er zu einem ungelegenen Zeitpunkt zurückkommen sollte, nicht die Stimmung verderben würde.

Die Kerzen waren erst einen Zentimeter heruntergebrannt, als es Frank hereinwehte. Buchstäblich, denn die Zugluft, die ihm die Treppe hinauf folgte, löschte drei von den Kerzen aus.

Die Tür schloß sich mit einem Knall, der noch einmal zwei auspustete, und Frank blinzelte im plötzlichen Dämmerlicht und fuhr sich mit der Hand durch die zerzausten Haare. Ich stand auf und zündete die Kerzen wieder an, wobei ich einige Bemerkungen fallenließ, die seine jähe Art, Zimmer zu betreten, betrafen. Erst als ich fertig war und mich umdrehte, um ihn zu fragen, ob er etwas trinken wolle, merkte ich, daß er blaß und ziemlich verstört aussah.

"Was ist?" fragte ich. "Bist du einem Gespenst begegnet?"

"Na ja", sagte er langsam, "ich bin nicht sicher." Zerstreut griff er nach meiner Haarbürste, um seine Mähne zu ordnen. Als ihm ein Hauch L'Heure Bleue in die Nüstern stach, rümpfte er die Nase, legte die Bürste aus der Hand und gab sich statt dessen mit seinem Taschenkamm zufrieden.

Ich warf einen Blick aus dem Fenster; draußen schwankten die Ulmen wild hin und her. Irgendwo auf der anderen Seite des Hauses schlug ein Fensterladen gegen die Mauer, und mir kam der Gedanke, daß wir unsere vielleicht schließen sollten, obwohl es draußen recht spannend war.

"Ein bißchen stürmisch für Gespenster, würde ich meinen", sagte ich, "ziehen sie nicht stille Nebelabende auf Friedhöfen vor?"

Frank lachte ein wenig verlegen. "Na ja, wahrscheinlich liegt es ja nur an Bainbridges Geschichten und daran, daß ich etwas mehr von seinem Sherry getrunken habe, als ich ursprünglich wollte. Vermutlich war es gar nichts."

Jetzt war meine Neugier geweckt. "Was genau hast du gesehen?" fragte ich und ließ mich auf dem Hocker vor der Frisierkommode nieder. Ich deutete mit dem Kopf auf die Whiskyflasche, und Frank machte sich sofort auf, zwei Drinks einzugießen.

Einen Fingerbreit für sich, zwei für mich. "Eigentlich nur einen Mann", sagte er. "Er stand draußen auf der Straße."


Kundenbewertungen zu "Feuer und Stein / Highland Saga Bd.1 "

22 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 22 Bewertungen   sehr gut)
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Bewertung von Samara aus Berlin am 05.04.2012   weniger gut
ich habe mir dieses buch nicht gekauft. mir haben die bilder, die ich so in dem buch einsehen konnte gereicht!!!!
die original serie habe ich nur so gefressen, aber ich finde, dass das nur etwas ist, für einen richtigen comic fan. meiner meinung nach, hätte das buch lieber verfilmt werden sollen.
ich gebe hier zwei sternchen, denn ich möchte das buch, welches jemanden anderen vielleicht gefällt nicht abwerten.

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Bewertung von Pet aus Altomünster am 26.12.2011   schlecht
Mit großen Erwartungen habe ich mir den Comic gekauft in der Hoffnung der schönen Liebesgeschichte um Jamie und Claire noch näher zu kommen, aber was ich da für ein Büchlein für viel Geld bekommen habe ist eine Frechheit. In nicht einmal 2 Stunden hatte ich es durch. Die Geschichte ist extrem gekürzt außerdem kaum verständlich da von einem Handlungsstrang in einen anderen gesprungen wird, so daß man selbst wenn man den orginal Roman kennt Schwierigkeitgen hat mitzukommen. Jemand der das Buch nicht gelesen hat, hat keine Chance zu verstehen um was es in diesem Comic eigentlich geht.
Im hinteren Teil wird dann noch über Schottenkaros und Whisky-Kelche schwadroniert und die Szenen der Hochzeitsnacht erklärt - die im Comic aus 5 (i.W. fünf) Bildern besteht und einen Orgasmus mit dem Wort??? AANNGG! beschreibt.
Der Roman "Feuer und Stein" ist eine wunderschöne Fantasy- Liebesgeschichte die ich, genau wie alle anderen Teile der Highlandsaga verschlungen habe.
Schade, daß ich für dieses "Werk" Geld ausgeben habe.

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Bewertung von Kristin Friedrich aus Hof am 23.12.2011   sehr gut
Hier hat sich Blanvalet etwas wundervolles einfallen lassen. Es gibt wahrscheinlich unzählige Fans der berühmten Highlandsaga um Jamie und Claire von Diana Gabaldon.

Für diejenigen unter euch, die noch keinen blassen Schimmer von der Geschichte haben, hier eine kurze Inhaltsangabe:
Claire und der Historiker Frank Randall holen ihre Flitterwochen in den Highlands nach und fühlen sich immer noch wie frisch verliebt. Bei einer Erkundungstour entdeckt die energische Frau einen kleinen Steinkreis und ist sofort völlig fasziniert. Seltsame Kräfte scheinen von dem magischen Ort auszugehen. Und plötzlich wacht sie in einem früheren Jahrhundert im Mittelalter wieder auf.
Bevor sie auch nur erahnen kann, was mit ihr geschehen ist, begegnet sie nicht nur dem unerbittlichen und grausamen Urahnen von ihrem Ehemann, Jack Randall, sondern auch dem Schotten Jamie.
Mal abgesehen davon, dass auf sie all das wartet, was sie bisher nur aus Geschichtsbüchern kennt, wie zum Beispiel Hexenverbrennung, Krankheit, Krieg und Folter, möchte sie doch einfach nur nach Hause - in ihre eigene Zeit, zurück zu Frank! Doch sie hat ihre Milchmädchenrechnung ohne die zarten Bande der Liebe gemacht, die sich nun zwischen ihr und Jamie entwickelt...

Der erste Band der Reihe "Feuer und Stein" von Diana Gabaldon rührte mich zu Tränen. Aus diesem Grund wartete ich voller Begeisterung auf die Erscheinung der Graphic Novel zu diesem Buch. Und das lange Warten wurde belohnt!

Die Geschichte wird nicht ganz klassisch aus der Sicht von Claire erzählt, sondern hauptsächlich aus der Sicht von Murtagh - Jamies Onkel. So bekommt der Leser nicht nur etwas fürs Auge, sondern noch mehr Hintergrundinformationen zur eigentlichen Handlung.

Die Illustrationen sind farbig und zeigen sehr viel Liebe zum Detail. Mir ist beim Verfolgen der Geschichte aufgefallen, dass Hoang Nguyen hervorragend recherchiert haben muss. Denn vor allem Jamie und Claire sind genauso gezeichnet, wie man sich die beiden aufgrund der Schilderungen aus dem Original von Diana Gabaldon vorstellt. Die Angst, dass dem Leser die Vorstellung und Phantasie kaputt gemacht wird, kann ich an dieser Stelle nehmen.

Natürlich ist die Graphic Novel auf etwas für Menschen, die von der berühmten Highlandsaga noch nie etwas gehört haben. Allerdings verstehen Kenner die Zusammenhänge besser.

Für mich ist diese Graphic Novel ein absolutes Schmuckstück im Regal, das für jeden Fan ein Muss ist! Beide Daumen hoch dafür!

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Bewertung von hummelgrummel aus lübeck am 23.11.2011   weniger gut
ich bin ein riesen fan der highlandsaga und natürlich musste ich auch dieses buch sofort haben.
klar hab ich mir jetzt nicht die super story versprochen, zumal man die geschichte ja schon soweit kennt nur jetzt etwas anders aus "seiner" sicht eben.

jedenfalls war ich drüber enttäuscht das buch hatte ich nach zwei stunden durch.
die bilder sind ganz ok.

aber als richtiger fan muss man nun mal alles haben :)

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Bewertung von Manuela2205 am 13.08.2010   ausgezeichnet
Grundsätzlich hört sich das Buch ja einfach gestrickt an. Frau besucht einen Steinkreis, wird in die Vergangenheit gerissen und verliebt sich dort in ein Schotten.
Langweilige Liebesgeschichte?
Mitnichten! Ich möchte ja nicht behaupten, dass dieser Roman historisch absolut korrekt recherchiert wurde. Meiner Meinung nach stimmen die groben Fakten, die man in jedem Geschichtsbuch finden kann. Jedoch spiegelt sich auf jeder Seite die Liebe zum Land, zu den Highlands. Jede einzelne Figur im Roman ist sehr liebevoll gezeichnet und erwacht beim Lesen zum Leben. Ganz egal, wen man sich rauspickt - die beleibte Köchin Mrs FitzGibbons, die junge Laoghaire, die Jamie gern für sich gehabt hätte, den Burgherrn mit den verkümmerten Füßen oder natürlich die Hauptpersonen: Jamie, den großen, rothaarigen, gutaussehenden Schotten oder Claire, die moderne Frau, die verzweifelt versucht, wieder in ihre Zeit zu kommen, sich aber der Anziehungskraft von Jamie nicht entziehen kann. Die Entwicklung der Beziehung von Jamie und Claire ist sehr faszinierend. Zu beobachten, wie sich aus körperlicher Anziehung und etwas Freundschaft nach und nach Liebe entwickelt, lädt einfach zum Träumen ein. Und Hand aufs Herz: Wer von uns Frauen hätte nicht so einen großen starken Kerl, der weiß wo es lang geht und trotzdem unwiderstehlich zärtlich sein kann?
Die Verwirrung von Claire ist durchaus zu erkennen, was mich persönlich anfangs etwas verwundert hat, war dass ihr Mann Frank, den sie in der Zukunft zurück gelassen hat, in ihren Überlegungen in den Anfangstagen kaum eine Rolle spielte und schnell in den Hintergrund getreten ist. Es mag ja daran liegen, dass sie durch den Krieg lange getrennt waren, aber es wird immer wieder betont, dass sie ihn liebt.
Ansonsten finde ich aber nichts zu meckern. Die durchaus vorhandenen Sexszenen sind vage genug gehalten um nicht pornographisch zu wirken und auch die Szene, in der Claire von Jamie ein paar auf den Hintern bekommt kann ich nachvollziehen und befremdet nicht. Immerhin sind wir nicht in der heutigen Zeit, wo so etwas ein Scheidungsgrund wäre, sondern im 18. Jahrhundert, wo dies gang und gebe war. Und für Jamie war es schleicht und ergreifend die einzige Möglichkeit, Claire zur Vernunft zu bekommen.
Auch die Schwierigkeiten des Lebens in diesem Jahrhundert bekommt man zu spüren, unbedachte Äußerungen und Handlungen können das Leben kosten.

Für mich war dieses Buch einfach richtig zum Tagträumen, das nie langweilig war, auch wenn grade nicht wilde Ereignisse zugange waren. Feuer und Stein ist ein Buch zum immer wieder lesen und eins der besten dieser Reihe. Momentan gibt es übrigens sieben Bände, mit Band 8 ist laut der Autorin nicht vor 2013 zu rechnen. Ich hoffe aber, dass dann diese Reihe abgeschlossen ist.

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Bewertung von engel270186 aus Lastrup am 30.07.2010   ausgezeichnet
Die Highland-Saga ist ein muss für alle Fans historischer Romane. Eine Geschichte mit sehr gut recherchierten Backgroundinfos, gepaart mit Heldenmut und kriegerischem Geschick und einer spannenden Portion romantischer Andersartigkeit. Alle Bände sind in sich geschlossen, es müssen also nicht alle gelesen werden, um die Handlung zu verstehen.

Mir gefällt es so gut, dass ich mir alle Bände in der Hardcover-Version anschaffe.
Das Buch kam verschweist und vollkommen unbeschädigt und vorallem schnell und problemlos an.

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Bewertung von Kathi aus Gerolstein am 04.05.2010   ausgezeichnet
Claire verbringt 1946, nachdem sie während des Krieges als Krankenschwester gearbeitet hat, ihre 2. Flitterwochen mit ihrem Mann in den schottischen Highlands. Als sie einen geheimnisvollen Steinkreis entdeckt, ist sie gleich fasziniert. Als sie jedoch einen der Steine berührt verliert sie das Bewusstsein und erwacht mitten in einer Schlacht der schottischen Rebellen im Jahre 1743. Zaghaft versucht sie sich zurecht zu finden, denn der Weg zurück scheint für immer verschlossen zu sein. Ihr selbstbewusstes Auftreten und ihre beeindruckenden Kenntnisse der Medizin bringen sie bald in den Verdacht, eine Hexe zu sein. Denn die Zeit, in die sie geraten ist, ist eine Zeit der Rebellion und der beginnenden Aufklärung, aber auch immer noch eine Zeit finsteren Aberglaubens. Zum Glück findet sie in Jamie, einem Clanführer, einen Beschützer. Jamie und Claire werden ein Paar, aber der Tag, an dem Claire sich entscheiden muss, zwischen der alten und der neuen Welt, zwischen 1946 und dem 18. Jahrhundert, rückt näher.
Der Auftakt eines beeindruckenden Epos. Diana Gabaldon schreibt fesselnd, üppig und voller Intensität. Großartig!

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Bewertung von Knuddelmuddel aus Mannheim am 04.01.2010   ausgezeichnet
Ich liebe dieses Buch. Ich kann mir einfach nicht vorstellen jemals ein besseres Buch zu lesen. Meine komplette Familie und fast mein ganzer (weiblicher) Freundeskreis hat dieses Buch verschlungen. Es ist einfach zeitlos, ich glaube wenn meine Tochter einmal so weit ist, wird sie die Geschichte von Claire und Jamie auch lieben.

Die Charakere sind super, Menschen mit Ecken und Kanten. Auch Jamie unser Held entpuppt sich als Mensch mit Fehlern (auch wenn die für mich in den Hintergrund rücken). Keine Spur von schwarz-weiß-Denken. Die Sprache und Beschreibungen der schottischen Umgebung sind so lebendig, wunderbar detail-verliebt und überhaupt nicht laggezogen. Die Personen werden so genau beschrieben, dass sofort ein genaues Bild im Kopf entsteht. Es ging wirklich so weit, dass ich im Auto saß und dachte ich hätte ein Film gesehen und man bekommt Lust selbst einmal nach Schottland zu reisen.

Eine Geschichte von einer starken Frau, in einer von Männern dominierten Welt und einem auf einem Ross reitenden Helden, mit wallender feuerroter Mähne. Eine wunderbar abenteuerliche Liebesgeschichte.

Ein Buch das man immer wieder lesen kann.

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Bewertung von °Saphira° aus im hohen Norden am 14.10.2009   ausgezeichnet
eine wunderschöne highland saga die zum träumen bewegt.ich würde es immer wieder neu lesen auch wenn ich es fast auswendig kann

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Bewertung von uta mohr aus oldenburg am 01.01.2009   ausgezeichnet
welche frau wird jamie nicht lieben und von ihm träumen

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