Die Wechsler-Skalen gehören zu den international am weitesten
verbreiteten und akzeptierten Intelligenztests. Nach einer
Einführung in die Intelligenzdiagnostik mit dem HAWIK-IV
veranschaulicht das Buch mit 24 Fallbeispielen die Vielfalt der
Einsatzgebiete des HAWIK-IV bei Kindern und Jugendlichen im Alter
von 6 bis knapp 17 Jahren. Die Profilinterpretationen beziehen sich
auf Lernstörungen, neurologische und psychiatrische Störungen sowie
die Anwendung des HAWIK-IV im Bereich der Hochbegabung, der
Lernbehinderung und der Intelligenzminderung.
Neben den eigentlichen Intelligenzwerten werden im HAWIK-IV
verschiedene Profil- und Prozessanalysen angeboten. Diese
zusätzlichen Informationen ermöglichen es, individuelle Stärken und
Schwächen eines Kindes herauszuarbeiten sowie Lern- und
Arbeitsstile zu identifizieren. Testanwender erhalten in diesem
Band praxisorientierte Hilfen für die Auswertung und Interpretation
von HAWIK-IV-Testergebnissen, um so die
Interpretationsmöglichkeiten der Testprofile besser ausschöpfen zu
können.
Das Buch veranschaulicht mit elf Fallbeispielen die differenzierten
Anwendungsmöglichkeiten des HAWIK-IV. Praktiker erhalten
praxisorientierte Hilfen bei der Auswertung und Interpretation von
HAWIK-IV-Testergebnissen.
Neben den eigentlichen Intelligenzwerten werden im HAWIK-IV
verschiedene Profil- und Prozessanalysen angeboten. Diese
zusätzlichen Informationen ermöglichen es, individuelle Stärken und
Schwächen eines Kindes herauszuarbeiten sowie Lern- und
Arbeitsstile zu identifizieren. In diesem Buch werden nach einer
Einführung in die Intelligenzdiagnostik mit dem HAWIK-IV anhand von
HAWIK-IV-Profilen elf differenzierte Falldarstellung vorgestellt
und Empfehlungen für die Praxis gegeben. Die Profilinterpretationen
beziehen sich auf Lernstörungen, neurologische und psychiatrische
Störungen sowie die Anwendung des HAWIK-IV im Bereich der
Hochbegabung, der Lernbehinderung und der Intelligenzminderung.
Dabei werden auch verschiedene Ausprägungen eines Störungsbildes
berücksichtigt, so z. B. die Aufmerksamkeitsstörung mit und ohne
Hyperaktivität.
Alle Falldarstellungen sind nach einer einheitlichen Struktur
aufgebaut. Die Fallbeispiele verdeutlichen, welche Möglichkeiten
dieser Wechsler-Test in der Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
im Alter von sechs bis knapp 17 Jahren bietet. Testanwendern werden
Hilfen für die Auswertung und Interpretation von
HAWIK-IV-Testergebnissen an die Hand gegeben, um den
Facettenreichtum der Interpretationsmöglichkeiten der Testprofile
ausschöpfen zu können.
Prof. Dr. Franz Petermann ist Leiter des Zentrums für Rehabilitationsforschung an der Universität Bremen.
Leseprobe zu "Fallbuch HAWIK-IV"
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Leseprobe zu "Fallbuch HAWIK-IV"
10 Schlaganfall (S. 195-196)
Monika Daseking 10.1 Allgemeine Einführung in das klinische Störungsbild
Der Schlaganfall gehört zu den seltenen pädiatrischen Erkrankungen. Es wird jährlich mit ca. 500 Neuerkrankungen gerechnet, am häufigsten ereignen sich Schlaganfälle vorgeburtlich und im Zusammenhang mit der Geburt (Roach et al., 2008). Gefäßverschlüsse hirnversorgender Arterien oder Venen und Hirnblutungen können als Komplikation einer Vielzahl von Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters auftreten. Dazu gehören Herzerkrankungen, Infektionen, hämatologische, metabolische oder vaskuläre Erkrankungen. Oft wird der Schlaganfall aber erst durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren ausgelöst.
Das klinische Bild eines Schlaganfalls stellt sich häufig ebenso facettenreich dar wie die langfristige Entwicklung nach dem Akutereignis. Dabei spielen das Alter zum Zeitpunkt des Schlaganfalls, die Größe und die Lokalisation eine besondere Rolle für die weitere Entwicklung (zusammenfassend s. Daseking, Lemcke, Macha & Petermann, 2007, Daseking & Petermann, 2007). In den meisten Fällen muss mit neuropsychologischen Beeinträchtigungen gerechnet werden, die auch einen Einfluss auf den Bildungsweg der Kinder haben und sich auf den schulvermittelten Erwerb der Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen niederschlagen können. Kognitive Beeinträchtigungen nach einem frühen Schlaganfall können sehr breit gefächert sein, gleichzeitig aber auch einen hohen Grad an Selektivität aufweisen.
Da im HAWIK-IV durch das zugrunde liegende Modell schwerpunktmäßig auch neuropsychologische Teilleistungsbereiche wie Aufmerksamkeit oder Gedächtnis erfasst werden, kann davon ausgegangen werden, dass sich eine Hirnschädigung, wie ein Schlaganfall, in einem spezifischen und/oder globalen kognitiven Profil niederschlägt. Daher sollen im Folgenden drei Fälle dargestellt werden, die unterschiedliche Einflussfaktoren auf das Outcome berücksichtigen. Dazu gehören in diesem Fall die Lokalisation (rechte vs. linke Hemisphäre) und das Alter zum Zeitpunkt der Schädigung (perinatal vs. spätes Kindesalter).
10.2 Fallbeispiel 1: Sina, 16,1 Jahre altes Mädchen nach linkshemisphärischem Schlaganfall im Alter von 14,6 Jahren 10.2.1 Anamnese
Zusammenfassung der Vorbefunde. Es zeigte sich folgendes Bild: &bull, Zustand nach Schlaganfall im Bereich der Stammganglien linksseitig sowie Nucleus caudatus links und Corona radiata 2005 mit Reinfarkt im Abstand von drei Tagen, &bull, hochgradige Stenose im Bereich des Carotis-Siphon links bei umgebender entzündlicher Veränderung im Sinus cavernosus, &bull, Hemiparese rechts, &bull, Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen sowie residuale Sprachstörung."
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