Eichmann war von empörender Dummheit - Arendt, Hannah; Fest, Joachim C.

Hannah Arendt Joachim C. Fest 

Eichmann war von empörender Dummheit

Gespräche und Briefe

Hrsg. v. Ursula Ludz u. Thomas Wild
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Eichmann war von empörender Dummheit

Hannah Arendt und Joachim Fest in einem bislang unbekannten Briefwechsel über Adolf Eichmann und die Frage, wie ein "erschreckend normaler" Mensch zu einem Verbrecher werden konnte, der als selbst ernannter "Spezialist" an entscheidender Stelle für den Völkermord verantwortlich war.

In Vorbereitung seines 1964 gesendeten Rundfunkinterviews über Hannah Arendts spektakulären Prozessbericht "Eichmann in Jerusalem" schickt Joachim Fest einen dicken Fragenkatalog an die Autorin. Natürlich spielt darin auch der Vorwurf vieler Kritiker eine Rolle, Arendt verharmlose Adolf Eichmanns Schuld auf unerträgliche Weise. Tatsächlich ist Arendts Formel von der "Banalität des Bösen" vielfach missverstanden worden. Die Antwort kommt postwendend: "Sehr geehrter Herr Dr. Fest, ich hatte niemals die Absicht, mich zu verteidigen." Der Beginn der spannenden Auseinandersetzung über eines der wichtigsten Bücher zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert. Die Briefe und das anschließende Gespräch zeigen das Denken von Hannah Arendt und Joachim Fest in neuem Licht.


Produktinformation

  • Verlag: Piper
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 206 S.
  • Seitenzahl: 208
  • Deutsch
  • Abmessung: 212mm x 136mm x 27mm
  • Gewicht: 382g
  • ISBN-13: 9783492054423
  • ISBN-10: 3492054420
  • Best.Nr.: 32654881

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Erhellend findet Rezensentin Christine Pries diesen Band mit Gesprächen und Briefen von Hannah Arendt und Joachim Fest über Adolf Eichmann. Allerdings weist sie darauf hin, dass diese Gespräche und Briefe gerade einmal ein Drittel des Buchs ausmachen, der Rest bestehe aus Einleitung, Anmerkungen und weiteren Dokumenten aus den Jahren 1963 bis 1965. Insofern scheint ihr schon ein wenig "Etikettenschwindel" im Spiel zu sein. Im Grunde bietet der Band ihres Erachtens eine weitere Materialsammlung zur damaligen Eichmann-Debatte um Arendts Reportage "Eichmann in Jerusalem". Nichtsdestoweniger hält Pries das Buch für überaus lesenswert, schon wegen des abgedruckten Rundfunkgesprächs zwischen Arendt und Fest vom 9. November 1964, in dem Missverständnisse bezüglich Arendts Formulierung von der "Banalität des Bösen" ausgeräumt würden.

© Perlentaucher Medien GmbH

»Das Gespräch ist das Herzstück dieses Buches. Zusammen mit einer klugen Einführung der Herausgeber und einigen zentralen Stellungnahmen aus der Eichmann-Kontroverse (...) bietet es einen ausgezeichneten Einblick in die Diskussion um Arendts Eichmann-Bericht, der damals die jüdische ebenso wie die nicht-jüdische westliche Welt erregt hat.« NZZ am Sonntag »Hannah Arendts Analyse dieses Phänomens, durch die Fragen von Fest klug provoziert, weist über Eichmann und seinesgleichen hinaus und lässt uns spüren, wie schwer uns der Blick in das Abgründige unserer Vergangenheit nach wie vor fällt.« Rhein-Neckar-Zeitung »Die Ausgabe empfiehlt sich nicht nur als penible zeitgeschichtliche Dokumentation, sie ist auch eine hervorragende Einführung in das intellektuelle Temperament der politischen Theoretikerin Hanna Arendt.« Darmstädter Echo »Wer immer die Geschichte des Zwanzigsten Jahrhunderts und was ihr vorausging in ihrem Wesen verstehen will, der wird in diesen beiden seine wahren Wegbegleiter finden. Das vorliegende Buch wird dafür allemal ein gutes Brevier abgeben.« Deutschlandradio Kultur

"Das Gespräch ist das Herzstück dieses Buches. Zusammen mit einer klugen Einführung der Herausgeber und einigen zentralen Stellungnahmen aus der Eichmann-Kontroverse ( ) bietet es einen ausgezeichneten Einblick in die Diskussion um Arendts Eichmann-Bericht, der damals die jüdische ebenso wie die nicht-jüdische westliche Welt erregt hat." NZZ am Sonntag "Hannah Arendts Analyse dieses Phänomens, durch die Fragen von Fest klug provoziert, weist über Eichmann und seinesgleichen hinaus und lässt uns spüren, wie schwer uns der Blick in das Abgründige unserer Vergangenheit nach wie vor fällt." Rhein-Neckar-Zeitung "Die Ausgabe empfiehlt sich nicht nur als penible zeitgeschichtliche Dokumentation, sie ist auch eine hervorragende Einführung in das intellektuelle Temperament der politischen Theoretikerin Hanna Arendt." Darmstädter Echo "Wer immer die Geschichte des Zwanzigsten Jahrhunderts und was ihr vorausging in ihrem Wesen verstehen will, der wird in diesen beiden seine wahren Wegbegleiter finden. Das vorliegende Buch wird dafür allemal ein gutes Brevier abgeben." Deutschlandradio Kultur
Hannah Arendt, am 14. Oktober 1906 in Hannover geboren und am 4. Dezember 1975 in New York gestorben, studierte Philosophie, Theologie und Griechisch unter anderem bei Heidegger, Bultmann und Jaspers, bei dem sie 1928 promovierte. 1933 Emigration nach Paris, ab 1941 in New York. 1946 bis 1948 Lektorin, danach als freie Schriftstellerin tätig. 1963 Professorin für Politische Theorie in Chicago, ab 1967 an der New School for Social Research in New York.

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