Die Königskinder - Knopp, Guido
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Die Königskinder

Die Thronfolger der großen europäischen Monarchien. Das Buch zur ZDF-Serie

Guido Knopp 

Mitwirkender: Dreykluft, Friederike; Grunewald, Ulrike; Greulich, Anja
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Die Königskinder

Sechs große Porträts über die Generation der Thronfolger

Die "Königskinder" des 21. Jahrhunderts sind genauso schön und reich wie ihre Vorgänger. Aber sie sind auch bestens ausgebildet, weltläufig und selbstbewusst. Sie nehmen die jahrhundertealte Tradition und die Verantwortung für ihre Herrscherhäuser an, beanspruchen aber auch persönliches Glück und ein Stück normales Leben. Ganz gleich, ob Viktoria von Schweden, Willem-Alexander der Niederlande, Kronprinz Haakon von Norwegen oder der britische Kronprinz William, die künftigen Herrscher in Europas Königshäusern werden ihre "Firma" wie ein gut aufgestelltes Familienunternehmen führen. Sie wissen um die politische Rolle der Monarchie in ihren Ländern und " - dass man sich die Krone jeden Tag neu verdienen muss" (Juan Carlos von Spanien). Aber sie kämpfen auch für ihre Liebe. Immer häufiger wählen sie bürgerliche Partner, machen deutlich, dass sie notfalls eher auf die Krone als auf ihr Lebensglück verzichten. Sie scheuen sich nicht, wie zuletzt Haakon von Norwegen bei der Hochzeit mit der umstrittenen Mette-Marit, öffentlich für ihre Entscheidung einzustehen. Damit sind sie den Herzen ihrer Bürger näher als ihre Eltern.

Guido Knopp porträtiert sechs Thronfolger-Paare aus bisher nicht gesehener Perspektive. In Bild und Text dokumentiert er ihren bisherigen Lebensweg und ihre Liebesgeschichten. Es entsteht ein facettenreicher Eindruck von Europas künftigen Königen und Königinnen - jenseits der sensationsgierigen Welt der Yellow Press.Das Buch zur 6-teiligen ZDF-Serie im Juli und August 2007 (jeweils dienstags, 20.15 Uhr).


Produktinformation

  • Verlag: C. Bertelsmann Verlag
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: m. Fotos, 91 Farbfotos auf Taf.
  • Seitenzahl: 299
  • Deutsch
  • Abmessung: 23, 5 cm
  • Gewicht: 710g
  • ISBN-13: 9783570008386
  • ISBN-10: 357000838X
  • Best.Nr.: 22621613
Prof. Dr. Guido Knopp war nach seinem Studium zunächst Redakteur der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und anschließend Auslandschef der "Welt am Sonntag". Seit 1984 leitet er die ZDF-Redaktion Zeitgeschichte. Durch eine gelungene Verknüpfung von exakt recherchierter und gleichzeitig unterhaltender Information gelingt es ihm immer wieder, ein großes Publikum für seine Fernseh- und Buch-Dokumentationen zu begeistern. Guido Knopp hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Jakob-Kaiser-Preis, den Europäischen Fernsehpreis, den Telestar, den Goldenen Löwen, den Bayerischen Fernsehpreis und das Bundesverdienstkreuz.

Leseprobe zu "Die Königskinder"

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Die Königskinder

Sie sind jung, meist reich, zumindest wohlhabend und weltberühmt: Europas Königskinder. Auf ihren Schultern lasten alte Traditionen und die zeitlose Verantwortung, den Fortbestand der Herrscherhäuser zu gewährleisten. "Des Königtums Mysterium ist sein eigentliches Leben. Wir dürfen kein Tageslicht eindringen lassen in seine Magie", forderte 1867 der britische Staatsrechtler Walter Bagehot. Tatsächlich wurden die Privatgeheimnisse der Monarchien über die Jahrhunderte hinweg meist mehr oder minder diskret gewahrt, und lediglich wenigen gelang es, Einblick in das nur vermeintlich unbeschwerte Leben hinter den Palastmauern zu nehmen. Tempi passati: Die Königskinder der Moderne haben längst begriffen, dass die Zukunft ihrer Herrscherhäuser nicht zuletzt auch davon abhängt, wie beliebt sie sind. Für ihre Ahnen hatte es gereicht, von Gottes Gnaden zu regieren. Heute sind auch die Monarchen nur durch das Volk legitimiert. Und wie Politiker und Wirtschaftsführer müssen die modernen Royals heute für ihr Haus rund um die Uhr PR betreiben. "Ein Königshaus muss wie eine Firma geführt und wie eine Marke gepflegt werden", beschrieb jüngst Prinzessin Mary von Dänemark passend die Situation. Dabei geht es nicht nur um bloße Repräsentation, sondern immer auch um einen Gleichklang mit der Zeit. Und dennoch dürfen sich die Königskinder ihrem jeweiligen Volk nicht anbiedern. Ein Restbestand Magie muss stets mitschwingen, um das Märchen von Prinz und Prinzessin halbwegs aufrechtzuerhalten. Will die Monarchie im 21. Jahrhundert überleben, so muss sie den Spagat zwischen Kontinuität und Flexibilität, zwischen Popularität und Mythos wagen und bestehen.

Die Monarchen von morgen sind zumindest darauf bestens vorbereitet: Auf den Universitäten in Europa und den USA haben sie meist Recht, Geschichte, Politik und Wirtschaftswissenschaften studiert, sie haben eine militärische Ausbildung absolviert und mehrere Sprachen gelernt. Während ihre Vorfahren zumeist noch der Obhut von Privatlehrern und Gouvernanten anvertraut wurden, wachsen die Königskinder von heute so "normal" wie möglich auf, besuchen in der Regel mit Gleichaltrigen öffentliche Schulen, widmen sich eigenen Interessen - und suchen sich ihre Lebenspartner selber aus. Was noch vor fünfzig Jahren fast undenkbar schien, ist heute Alltag: Bürgerliche Geliebte werden nicht mehr versteckt, sondern geheiratet. Die modernen Royals bekennen sich zu ihren Beziehungen. Ob in Norwegen, Dänemark, Spanien oder Holland - längst stehen junge Frauen, die nicht dem Hochadel entstammen, auf dem Sprung zur Königin. Und auch weitere Bastionen bröckeln: In Großbritannien sind die Prinzen William und Harry in Begleitung "bürgerlicher" Freundinnen zu sehen. In Schweden hat Victoria ihr Herz an einen Fitnesstrainer verloren: Daniel Westling heißt der starke Mann an ihrer Seite. Liebe adelt. Ist die genetische Verbindung mit gemeinem Volk der Silberstreif am Horizont der Monarchie? Wohl ja: Die Königshäuser scheinen mehr denn je die Menschen zu begeistern, ja zu faszinieren. Ihre Hochzeiten und Taufen sind TV-Ereignisse, die Millionen vor den Bildschirm bannen.

Tulpen und Tango

Willem-Alexander und Máxima von Holland

Máxima hat Willem-Alexander gutgetan. Noch als Junggeselle hatte der Kronprinz vor allem Schlagzeilen wegen seiner ausgedehnten Zechtouren im Amsterdamer Nachtleben ("Prins Pils") oder seiner häufig wechselnden Begleiterinnen gemacht. Ganz Holland konnte ihre Namen buchstabieren. "Alex führt ein sehr aktives Sexleben", erklärte damals ein Kolumnist der liberalen Zeitung Telegraaf. Andere Blätter beschimpften den jungen Mann als "Karnevalsprinzen" oder gar als "königlichen Exhibitionisten". Es schien, als könnte es der "Prins van Oranje" keinem recht machen.

Aber dann begegnete er Máxima, und Willem-Alexander gewann nicht nur an Liebesfähigkeit, sondern überdies an Statur - Beleg für den guten alten Satz: Die Frau macht den Mann. Doch als der Thronerbe es wagte, die energische Argentinierin den Niederländern 2001 als Verlobte zu präsentieren, kam es zur Kraftprobe. Nicht wenige im Tulpenstaat sahen Máxima Zorreguieta als "Braut, der man nicht traut". Ihr Vater Jorge Zorreguieta hatte in den Jahren der Militärdiktatur Argentiniens, von 1976 bis 1983, zeitweise als Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium fungiert. Er zählte zum Wirtschaftsteam des Generals Jorge Videla, dessen Regime Tausende von Gegnern hatte verschleppen, foltern, ermorden lassen. "Mit diesem Vater kann Máxima nicht meine Königin sein", drohten linksliberale Abgeordnete. Willem-Alexander jedoch zeigte sich entschlossen: Wenn das Parlament seine Zustimmung verweigere, solle sich das Königreich nach einem anderen Thronfolger umsehen, ließ er die Öffentlichkeit wissen. Die Krise der niederländischen Monarchie erinnerte an 1966, als Kronprinzessin Beatrix ihren Bräutigam ehelichte: Claus von Amsberg, einen Deutschen, der als Panzerschütze im Zweiten Weltkrieg eine Wehrmachtsuniform getragen hatte. Trotz Rauchbomben und "Claus raus"-Rufen hielt Beatrix ebenso unbeirrt an ihrem Liebsten fest, wie es fast vierzig Jahre später ihr Sohn mit Máxima tat. Als die beiden am 2. Februar 2002 endlich heiraten durften, hatte sich der Pulverdampf bereits gelegt: Die Braut wurde umjubelt - mit enormem Charme und fließendem Holländisch hatte sie die Herzen ihrer neuen Untertanen im Sturm erobert. Das Heiratsopfer hatte sie selbst bringen müssen: Ihr Vater durfte an der Hochzeit seiner einzigen Tochter nicht teilnehmen. Die Mutter kam deshalb natürlich gleichfalls nicht.

Inzwischen haben sich die Gemüter beruhigt, das niederländische Königshaus ist so beliebt wie nie, und Máxima, die künftige Königin, hat daran großen Anteil. Nicht nur, weil sie den Bestand der Monarchie gesichert hat: Nach Willem-Alexander wird ein Mädchen, ihre Tochter Catharina-Amalia, den Thron besteigen. Máxima kann es sich mittlerweile leisten, mit durchaus provokanten Statements für die Monarchie zu punkten. Als Holland nach den politischen Morden an dem Politiker Pim Fortuyn und dem Filmemacher Theo van Gogh in eine Sinnkrise geriet, erklärte Máxima, gerade wenn Politiker auf brennende Probleme keine Antwort fänden, sei die Monarchie gefragt. Und was die Integration von Ausländern betreffe, so wolle sie erreichen, dass sich die anderen Zuwanderer ebenso in Holland wohlfühlten wie sie selber: "Ich jedenfalls fühle mich hier zu Hause."

Ein Mittsommermärchen

Victoria von Schweden und ihr Daniel

Sie gilt als Musterbild einer künftigen Königin, stets fleißig, bescheiden und vor allen Dingen: skandalfrei! Wenn Kronprinzessin Victoria einmal den Thron von ihrem Vater übernimmt, dürfen sich die Schweden auf eine Monarchin freuen, die auf ihre Rolle bestens vorbereitet ist: Nach einem Abitur mit Bestnoten zog Victoria ihr Studium der Kunst, Politik, Geschichte und moderner Sprachen in Windeseile durch, absolvierte danach ein Praktikum nach dem anderen. Auch vor militärischem Drill scheute die sympathische Schwedin nicht zurück. Inzwischen lässt sich die beliebte Kronprinzessin überdies zur Diplomatin ausbilden. Königin sein - das bedeutet für Victoria mehr, als eine Krone zu tragen, dem Volk zuzuwinken und immer nett zu lächeln. Den einzigen privaten Luxus, den sich die fleißige Kronprinzessin gönnt, ist die Liebe. Seit mehreren Jahren ist die Musterthronfolgerin mit Daniel Westling liiert - einem Fitnesstrainer. Der starke Mann, der so gar nicht zu der Kronprinzessin zu passen scheint, sich in einer Fremdsprache kaum zu verständigen weiß und höfische Etikette zuerst einmal lernen musste, ist inzwischen König Carl Gustaf vorgestellt worden. Der zeigte sich anfangs nicht gerade begeistert über die Wahl seiner ältesten Tochter. Dabei hatte er selbst 1976 einer Bürgerlichen das Jawort gegeben: Silvia Sommerlath, die er bei den Olympischen Sommerspielen 1972 in München kennengelernt hatte. Die schöne Heidelbergerin eroberte damals die Herzen der Schweden im Sturm. Ob dies auch Daniel Westling gelingen wird, bleibt abzuwarten. Zurzeit wird aus dem sportlichen Studenten mit Baseballkappe und Jeans ein eleganter Prinzgemahl mit Goldrandbrille und Anzug geformt.

Der Kronprinz und die Journalistin

Felipe und Letizia von Spanien

Jahrelang war er der begehrteste Junggeselle des europäischen Hochadels. Schlank, hochgewachsen, gut aussehend, sportlich: Kronprinz Felipe von Spanien flogen die Herzen der Damen zu, wo auch immer er erschien. Den Charme und seine sportliche Natur hat er zweifelsohne von seinem Vater, König Juan Carlos, geerbt. Der Monarch, der nach rund vierzig Jahren Diktatur das Land in die Demokratie geführt hatte, ist das große Vorbild des Prinzen. Als Felipe gerade dreizehn Jahre alt war, erlebte er im Arbeitszimmer seines Vaters mit, wie dieser einen Putschversuch von Franco-Anhängern vereitelte. "Die Krone muss man sich jeden Tag neu verdienen", lehrte ihn damals Juan Carlos - eine Botschaft, die Felipe nicht vergessen hat. Der König kann sicher sein, dass sein Sohn in seinem Sinne weiterregiert, wenn er einmal den Bourbonenthron besteigen wird. Dies bekräftigte Felipe 2005 mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für die spanische Verfassung. In einem Land, das immer wieder von Terroranschlägen radikaler Separatisten erschüttert wird, wirkt der Monarch wie eine Klammer für die Einheit der Nation. Dem wird sich Felipe als künftiger König von Spanien stellen müssen. Immer öfter übernimmt der Thronerbe heute schon Pflichten seines Vaters, der aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten muss. An seiner Seite steht seit 2004 die ehemalige Fernsehjournalistin Letizia Ortiz. Dass einmal eine Bürgerliche Königin von Spanien werden würde, schien noch vor wenigen Jahren mehr als unwahrscheinlich. Tatsächlich gilt das spanische Königshaus als eines der konservativsten in Europa. Gewiss hätten sich Juan Carlos und Sofia von Spanien eine andere Schwiegertochter gewünscht: aus europäischem Hochadel - und vor allem nicht geschieden. Doch Felipe traf seine Wahl selbst. "Ohne sie will ich nicht König werden!", ließ er seine Eltern wissen.

Am 22. Mai 2004 wurde in Madrid die Hochzeit gefeiert - rund eine Milliarde Zuschauer verfolgten weltweit das Ereignis live an den Fernsehschirmen mit. Seitdem muss die ehemalige Journalistin am eigenen Leib erfahren, was es heißt, ein "öffentlicher Mensch" zu sein. Die spanische Nation nimmt regen Anteil an ihrem Leben: an ihrer vermeintlichen "Unfruchtbarkeit" und "Magersucht", der anstrengenden Schwangerschaft, der Geburt von Töchterchen Leonor, das vielleicht einmal den spanischen Thron besteigen wird. Es sei denn, Leonor bekommt irgendwann einmal ein Brüderchen. Freilich ist das zweite, im Mai 2007 geborene Kind des Kronprinzenpaars erneut ein Mädchen. Sollte als drittes ein Junge zur Welt kommen, wird er die Krone erben - es sei denn, die Spanier ändern ihre Verfassung.

Aschenputtel und der Prinz

Mette-Marit und Håkon von Norwegen

Bei seinen Studienkollegen in Berkeley/USA hieß er nur "Magnus". Fragen nach seiner Herkunft ging er lieber aus dem Weg. Seine Königliche Hoheit, Prinz Håkon Magnus, Kronprinz von Norwegen, genoss seine Studienzeit in den Vereinigten Staaten - konnte er dort doch weitgehend so "normal" leben, wie er es sich immer gewünscht hatte. Stets hat der norwegische Kronprinz darunter gelitten, eine herausgehobene Stellung in seinem Land einzunehmen. Es sei für ihn immer schwer gewesen zu unterscheiden, ob man ihn als Menschen schätze oder als Prinz, gestand er einmal in einem Interview. Seine Eltern, König Harald von Norwegen und Königin Sonja - eine Bürgerliche -, hatten Wert darauf gelegt, ihre Kinder so normal wie möglich zu erziehen. Kronprinz Håkon besuchte öffentliche Schulen, verbrachte viel Zeit auf dem Landgut Skaugum in Asker, das Großvater König Olav V. seinen Eltern zur Hochzeit geschenkt hatte. Von der Öffentlichkeit wurden Håkon und seine ältere Schwester Märtha Louise weitgehend abgeschirmt. Erst mit seinem achtzehnten Geburtstag übernahm der Kronprinz immer häufiger repräsentative Verpflichtungen. Als Håkon im Oktober 2000 seine Verlobung mit der Bürgerlichen Mette-Marit Tjessem-Hoiby bekannt gab, geriet der norwegische Thron ins Schwanken: Die blonde Osloerin spaltete die Nation und bot Monarchiegegnern reichlich Zündstoff: Aufgewachsen in einer zerrütteten Familie, Sozialhilfeempfängerin, Hausbesetzerin, Osloer Partygirl mit Kontakten zur Drogenszene und Mutter eines unehelichen Kindes - Mette-Marit schien als Besetzung für die Rolle der künftigen Königin denkbar ungeeignet. Hatten sich seit dem Zweiten Weltkrieg stets über neunzig Prozent für die Monarchie ausgesprochen, so waren es kurz nach Bekanntgabe der Verlobung nur noch fünfundsechzig Prozent. Doch Kronprinz Håkon blieb bei seiner "mutigen Entscheidung" und stand fest zu Mette-Marit. Mit seiner Hochzeitsrede am 25. August 2001 rührte er nicht nur seine Braut zu Tränen: "Liebe Mette-Marit, in deiner Seele strahlt das Licht. Niemals war ich so voller Liebe wie mit dir. Du bringst alles zum Vorschein, was in mir steckt. Ich bin stolz, mich dein Ehemann nennen zu dürfen. Ich liebe dich." Das Märchen vom Aschenputtel, es scheint wahr geworden zu sein - zumindest vorerst.

Der Schatz des Wikingers

Frederik und Mary von Dänemark

Die Prinzessin ist ein Profi - so scheint es jedenfalls. Seit dem Tag ihrer Hochzeit mit dem dänischen Thronfolger Prinz Frederik strahlt die bürgerliche Australierin Mary Elizabeth Donaldson eine königliche Würde aus, um die sie manch echtes europäisches Blaublut beneiden könnte. Immer perfekt gekleidet, ist sie nicht nur für die Dänen im Handumdrehen zu einer Stilikone geworden, die mit Jackie Kennedy in einem Atemzug genannt wird. So begeistert ist ihr neues Volk von ihr, dass schon von der "dänischen Diana" die Rede ist.

"Ein Königshaus muss wie eine Firma geführt und wie eine Marke gepflegt werden", so beschreibt die ehemalige Mitarbeiterin einer Werbeagentur ihre Vorstellung von royaler Verantwortung in moderner Zeit. Inzwischen sind Mary und Frederik die neuen Stars des europäischen Hochadels. Wo immer sie auftauchen, lösen sie Begeisterungsstürme aus - mit perfekt inszenierten Auftritten.

Dieses Image dürfte vor allem das Ergebnis harter Arbeit sein: Als der Prinz und die Australierin sich bei den Olympischen Sommerspielen in Sydney kennenlernten, soll Mary nicht einmal gewusst haben, dass sie es mit dem Thronerben der ältesten Monarchie Europas zu tun hatte. Wenige Monate nach dem ersten Date buchte sie schließlich sogar einen Benimmkurs der Marke "StarQuest".

So begann die Wandlung von der eher kurvenreichen, ausgelassenen Tochter eines Hochschulprofessors zum Mitglied des europäischen Hochadels. Am 14. Mai 2004 gaben sich Frederik und Mary das Jawort. Es war eine Zeremonie, die zu Herzen ging. Königin Margrethes Sohn, sonst eher kühl und beherrscht, konnte sich seiner Tränen nicht erwehren, als er am Altar auf seine Braut wartete. Und auch die Schwiegermutter selbst war höchst zufrieden, dass die von zahlreichen Blondinen begleitete Junggesellenzeit ihres Sohnes ein solches Ende fand - zumal auch die Vergangenheit der jungen Frau makellos zu sein scheint: keine Skandale, keine kompromittierenden Fotos, keine zu lüftenden Geheimnisse.

Drei Jahre nach der Hochzeit werden freilich auch Stimmen laut, die fragen, was hinter der perfekten Maske steckt. Kritikern der Monarchie ist der Lebensstil von Frederik und Mary schon längst ein Dorn im Auge: Mit zwei Millionen Euro staatlicher Apanage pro Jahr erhalten sie das höchste Gehalt der jungen europäischen Adligen. Ihr Leben sei zu ausschweifend, ihre Vorliebe für perfekten Stil koste den Steuerzahler zu viel Geld. Bezeichnenderweise wird Königin Margrethe gerade wegen ihrer Bescheidenheit so sehr geschätzt.

Kann Mary Vorbild einer neuen Generation von Königskindern werden? Wie geht es einer jungen Frau, deren Leben sich so radikal verändert: Abschied von der australischen Heimat, Umzug nach Dänemark, fern von der Familie und dem geliebten Vater, Abschied von Beruf und selbstbestimmtem Leben? Wie einem jungen Mann, der von Kindesbeinen an im Rampenlicht der Öffentlichkeit stand und auf dem eine große Verantwortung lastet? Der endlich den Menschen in seinem Leben gefunden zu haben glaubt, der ihm Wärme und Geborgenheit schenkt? Wie finden beide, die von entgegengesetzten Enden der Welt stammen, zueinander? Wird Mary die Hoffnung der Menschen auf die dänische Diana erfüllen? Oder ist sie, wie ihr Vorbild, zum Scheitern verurteilt?

Prinz und Rebell

William von England

Er gilt als der begehrteste Junggeselle in europäischen Adelskreisen. Seine Freundinnen sucht sich Prinz William allerdings lieber in bürgerlichen Kreisen. "Prince Charming" ähnelt sehr seiner lebenslustigen Mutter Diana, die der britischen Krone so viel Ungemach bereitete. William soll es einmal besser machen, und schon jetzt gibt es ernst zu nehmende Stimmen, die in ihm den erfolgreicheren künftigen König sehen als in seinem Vater, Prinz Charles. Wieder einmal geht es um nichts weniger als um den Fortbestand der britischen Monarchie. Humanitäres Engagement liegt William durchaus im Blut, es vermochte ihn aber noch nie von martialischen Freizeitbeschäftigungen wie dem Jagen abzuhalten.

Gelegentlich hat der Prinz schon öffentlich in Zweifel gezogen, ob er jemals den Job als König antreten werde. Er ist bemüht, sein Leben so "normal" zu gestalten, wie dies in seiner Position möglich ist. Darauf hatte schon seine Mutter Diana entgegen den Regeln des royalen Haushalts Wert gelegt - und dazu beigetragen hat nach deren Tod ein spezielles Stillhalteabkommen mit der britischen Presse. Fast unbehelligt konnte der "sanfte Prinz" seine Schulzeit, sein Studium und sein soziales Jahr in Südamerika verbringen. Gelegentlich wird die Presse mit Bildern und Interviews versorgt, die einen bescheidenen und sympathischen jungen Mann zeigen. Doch die Schonfrist ist inzwischen abgelaufen.Seit Anfang 2006 ist William Präsident des englischen Fußballverbandes und hat gerade seine militärische Ausbildung in der Akademie Sandhurst absolviert. Aus dem einstigen "Rebellenprinzen" ist ein höflicher und pflichtbewusster Repräsentant der britischen Krone geworden. "Er weiß jetzt, worum es geht", urteilen Kenner des Palastes. Und er weiß auch, dass er sich möglicherweise auf eine lange Wartezeit einrichten muss, bevor ihm die britische Krone aufs Haupt gesetzt wird - das lehrt ihn das Beispiel seines Vaters Charles.


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Bewertung von kukident12 aus Freising am 28.08.2007   ausgezeichnet
Glühend beneidet werden diese jungen Menschen, die nicht nur reich und schön sind, sondern auch in absehbarer Zeit auf dem jeweiligen Thron ihres Landes sitzen werden. Wer möchte da nicht ein Königskind sein. Aber was verbirgt sich hinter dem Leben am Hofe? Sind die 'Königskinder' wirklich so glücklich wie es nach aussen hin den Anschein hat? Wie hat sich das Leben am Hofe geändert und welche Anforderungen werden heute an die Thronfolger gestellt? Guido Knopp hat es geschafft, in diesem Buch interessante Einblicke in das Leben der 'Königskinder' zu geben. Das Buch ist hochinteressant zu lesen... und am Ende beneidet man sie doch ;-)

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