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Die ersten Israelis
Die Anfänge des jüdischen Staates
Übersetzer: Dierlamm, Helmut; Freundl, Hans
- Einband: Buchleinen
- Buch mit Leinen-Einband
Produktinformation
- Verlag: Siedler
- 2008
- Ausstattung/Bilder: 2008. 414 S., 8 Fototaf.
- Seitenzahl: 416
- Deutsch
- Abmessung: 235mm x 161mm x 41mm
- Gewicht: 796g
- ISBN-13: 9783886808892
- ISBN-10: 3886808890
- Best.Nr.: 23327696
Produktbeschreibung zu "Die ersten Israelis"
Kurzbeschreibung
1948'2008: Sechzig Jahre Staat Israel
Die Staatsgründung Israels im Mai 1948 war eines der wichtigsten
und folgenreichsten Ereignisse der letzten hundert Jahre. Tom Segev
schildert in gewohnt anschaulicher und eindrucksvoller Art nicht
nur die dramatischen Bedingungen, unter denen Israel geboren wurde,
sondern auch die ersten formativen Jahre des jungen Staates. Das
Buch ist unerlässlich für ein Verständnis der Konflikte, die die
israelische Gesellschaft bis heute beschäftigen und spalten.
Am 14. Mai 1948 verkündete David Ben-Gurion die Gründung des
Staates Israel. Seine Proklamation wurde von Tausenden von Juden
stürmisch begrüßt und auf den Straßen Tel Avivs, Jerusalems und
Haifas gefeiert. Noch in derselben Nacht aber erklärte eine Allianz
aus arabischen Staaten Israel den Krieg. Nach diesen ersten
gewalttätigen und turbulenten Monaten und einem militärischen Sieg
stand der junge Staat vor gigantischen Herausforderungen: Tausende
von Immigranten mussten integriert, neue Siedlungen errichtet,
Schulen und Universitäten gegründet, Fabriken und Betriebe
aufgebaut werden.
Wie kein Zweiter versteht es Tom Segev, ein Zeitgemälde der ersten
Generation der Israelis mit all ihren Widersprüchen zu entwerfen.
Indem er gleichermaßen die großen politischen Zusammenhänge und die
individuellen Perspektiven zusammenführt, beschreibt Segev das Bild
einer jungen israelischen Gesellschaft, die einerseits eine
Notgemeinschaft und zugleich tief gespalten war: Immigrierte
Holocaust-Überlebende trafen auf Siedler der ersten Stunde, Juden
trafen auf Palästinenser, zionistische Mythen wurden von der harten
politischen Realität infrage gestellt.Medienthema: 60. Jahrestag
der Staatsgründung Israels im Mai 2008.
Beschreibung
"Meisterlich (...) faszinierender Spiegel des heutigen Israels sechzig Jahre nach den 'ersten Israelis'." Frankfurter Allgemeine Zeitung
"Dieses Buch muss gelesen werden! Im wohltuenden Parlando, mit der er ein Maximum an Klarheit erreicht, fragt Tom Segev im Sinne Rankes, wie es damals gewesen ist." Die Welt
06.05.2008
Abschied von Mythen
Eine kritische Hommage zum 60. Gründungstag Israels
Der Historiker und Publizist Tom Segev rechnet sich zu den „New Historians” Israels, die mit einer Neubewertung der Geschichte des Zionismus und des Staates Israel begonnen haben. Er hatte nach Ablauf der 30-Jahre-Frist Zugang zu den israelischen Archivakten, bekam zu sehen, was ihm bislang vorenthalten gewesen war und staunte nicht schlecht. Der Inhalt, der sich ihm offenbarte, war weniger ehrenwert und weniger heldenhaft als das, woran er gewohnt war zu glauben. Da gab es Akten, schreibt er in seinem neuesten Buch über die Gründungsgeschichte Israels, die Befehle dokumentieren, Araber aus ihren Häusern zu vertreiben und die Rückkehr der Flüchtlinge zu verhindern. Der zionistischen Gründerväter nachvollziehbarer Wunsch war, dass die „neuen” Israelis eine homogene Gemeinschaft bilden sollten, um sich einen kollektiven Traum zu erfüllen. Daraus entstanden dann eine Reihe nationaler Mythen, die ein schmeichelhaftes Selbstbildnis spiegeln sollten, das bis in die Gegenwart Bestand hat.
Segev ist bemüht, beiden Seiten – Juden wie Arabern – ein hohes Maß an …
Kundenbewertungen zu "Die ersten Israelis" von "Tom Segev"
Bewertung von Tarzan von Aquin aus München am 24.04.2008
Dann geben Sie bitte hier Ihre Bewertung ab
05.07.2008
Auch zwanzig Jahre nach dem Erscheinen des Originals sei dieses
Buch noch verstörend, begrüßt Rezensent Robert Misik die deutsche
Übersetzung des epochalen Buchs des israelischen Historikers über
die Staatsgründung Israels. Darin entlarve Tom Segev manchen
Gründungsmythos als Lebenslüge der Großvätergeneration. Dabei macht
für den Rezensenten das besondere Faszinosum dieses Buches aus,
dass es neben der Aufdeckung der verdrängten Teile der Geschichte,
seinen blutigen und erschütternden Seiten, auch die politischen
Kultur des jungen Staates und sein "Ringen" um Identität
und Demokratie beschreibt - Kibbutzim, Flüchtlingslager, die
beginnenden Spannungen zwischen Säkularen und Orthodoxen. Manchmal
fragt sich der Rezensent allerdings still: War denn wirklich gar
nichts gut?
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezension
"Historische Entwicklungslinien verwebt er gekonnt mit den
Biographien bekannter und weniger bekannter Persönlichkeiten. [...]
Segev erweist sich dabei einmal mehr als ein begnadeter
Geschichtenerzähler." Tagesspiegel über "Es war einmal
ein Palästina"
"Der klügste Historiker Israels ist auch noch einer der besten
Erzähler." Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
"Ein Muss für jeden, der den Nahost-Konflikt verstehen
will." The New York Times Book Review
Rezensionen und Kritik
"Dieses Buch muss gelesen werden! Im wohltuenden Parlando, mit der er ein Maximum an Klarheit erreicht, fragt Tom Segev im Sinne Rankes, wie es damals gewesen ist."
Autorenporträt zu "Tom Segev"
Tom Segev ist Historiker und einer der profiliertesten Journalisten Israels. Für sein Buch "Es war einmal ein Palästina" (Siedler 2005 / Pantheon 2006) wurde er mit dem National Jewish Book Award ausgezeichnet. In Deutschland wurde Segev durch sein Buch "Die siebte Million. Der Holocaust und Israels Politik der Erinnerung" (1995) bekannt. Im Frühjahr 2007 erschien seine große Darstellung '1967' über die Geschichte des Sechstagekriegs, die weltweit große Beachtung fand. Segev lebt in Jerusalem.
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