Der Stierkampf - Neuhaus, Rolf

Rolf Neuhaus 

Der Stierkampf

Eine Kulturgeschichte

Broschiertes Buch
 
Führen wir nicht mehr
Nicht lieferbar
2 Angebote ab € 6,37


Andere Kunden interessierten sich auch für

Der Stierkampf

Was ist der Stierkampf? Archaischer Opferritus, Tradition, Ausdruck spanischer Seele, existentielle Kunst? Darf man, kann man die öffentliche Inszenierung des Tötens dulden? Das einzigartige Phänomen des Stierkampfs hat von jeher Literaten gefesselt oder abgestoßen, nie kaltgelassen.
Der faszinierende Reisebegleiter erzählt von Corridas, Stiermythen und -riten, von alten und neuen Stierfesten des Adels, von den Stierspielen des Volkes, die bis heute überdauert haben.
Der Anhang enthält Adressen von Stierkampfmuseen, einen Kalender mit Stierkämpfen in den Arenen und Volksfesten mit Stieren in den Städten und Dörfern Spaniens sowie ein Verzeichnis von Fachbegriffen.


Produktinformation

  • Verlag: Insel, Frankfurt
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 338 S. m. Fotos.
  • Seitenzahl: 338
  • Insel Taschenbücher Nr.3252
  • Best.Nr. des Verlages: 34952
  • Deutsch
  • Abmessung: 177mm x 108mm x 21mm
  • Gewicht: 350g
  • ISBN-13: 9783458349525
  • ISBN-10: 3458349529
  • Best.Nr.: 20844727
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.03.2008

Ein paar Sommertage voller Spektakel

Kunst oder Barbarei? Rolf Neuhaus hat eine großartige Kulturgeschichte des Stierkampfs verfasst.

Was die meisten vom Stierkampf wissen, ist nicht viel, gemessen an dem, was man wissen könnte, und ein Großteil dieses Wenigen hat mit Hemingway zu tun. Seine Schilderungen begründeten in Pamplona den Tourismus der San Fermines, das Stierlaufen im Vollrausch, den Ritus einer Handvoll Sommertage voller Spektakel und schlimmer Hornverletzungen, wenn vor allem nordamerikanische Amateure sich tollkühn unter Könner mischen. So weit das Klischee. Daneben gibt es noch den grandiosen Essay der schottischen Schriftstellerin A.L. Kennedy, eher ein Versuch über den Tod als über den Stierkampf, und ansonsten die Kampagnen im Internet für und wider die Tauromachie. Der Rest ist Verharren in den alten Gräben, hin und wieder durchbrochen von der Frage: "Warst du schon mal beim Stierkampf? Und? War es nicht ekelhaft?" Ein Besuch in einer kleinen spanischen Dorfarena ist im Gedächtnis geblieben, bei dem der tödlich getroffene Stier wild den Kopf herumwarf und sein Blut, das ihm aus dem Maul quoll, meterweit auf die weiße Mauer …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Gleich, wie wir zum Thema stehen - dieses Buch, gibt Paul Ingendaay zu verstehen, ist lesenswert. Was Rolf Neuhaus hier in Sachen Stierkampf zusammenträgt, hat für Ingendaay die Güte eines gut recherchierten, elegant geschriebenen Kompendiums, in dem er lesen möchte, "bis die Klebebindung zerfällt". Wissbegierig schmökert sich Ingendaay durch prominente Aussagen zum Für und Wider (ohne auf des Autors eigene Meinung zu stoßen), erfährt jede Menge Kulturgeschichtliches über die Tauromachie, bekommt den Ablauf einer Corrida "minuziös" beschrieben und natürlich auch "Heldengeschichten" erzählt. Die langen Zitate berühmter Schriftsteller machen das Buch für ihn zudem "als Quellensammlung attraktiv".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.01.2008

Manch ein Stier wird ohne Grazie abgemurkst
Die Toreros werden immer lahmer und die Tiere immer zahmer – Rolf Neuhaus’ „Kulturgeschichte des Stierkampfs”
Der Stierkampf scheint kaum mehr ins 21. Jahrhundert zu passen. Egal ob man sich für das Zeremoniell begeistern kann oder das Tieropfer grundsätzlich ablehnt – im Großen und Ganzen wirkt das Spektakel wie ein Überbleibsel aus früheren Zeiten, das langsam seinem Ende entgegendämmert. Deshalb nimmt man Rolf Neuhaus’ „Der Stierkampf” zunächst mit leichtem Erstaunen zur Hand und vergewissert sich: Nein, es handelt sich weder um eine Übersetzung noch um eine Neuauflage. Das Buch – im Untertitel als „eine Kulturgeschichte” annonciert – ist tatsächlich frisch geschrieben worden. Der Autor lebt in Spanien, gewissermaßen direkt an der Quelle, und weist nebenbei darauf hin, dass dort die Zahl feststehender Stierkampfarenen innerhalb der letzten 15 Jahre von 400 auf etwa 550 angewachsen ist. Vom langsamen Wegdämmern der corrida kann also eigentlich keine Rede sein.
Neuhaus weiß andererseits, dass es unter seinen deutschsprachigen Lesern viele Skeptiker gibt. Statt Wohl oder Wehe des …

Weiter lesen

"Das Thema lässt sich nicht objektiv verhandeln, denn zwischen der Leidenschaft des Aficionados und der Abscheu der Stierkampfgegner existiert kein neutrales Terrain. Den Bibliotheken von Spezialliteratur hat der Spanienkenner Rolf Neuhaus ein stattliches Kompendium hinzugefügt. Jeder Stierkampfinteressierte wird diesen sorgfältig recherchierten, glänzend geschriebenen Band so lange zur Hand nehmen, bis die Klebebindung zerfällt."
Paul Ingendaay Frankfurter Allgemeine Zeitung
Rolf Neuhaus, geboren 1951, promovierter Historiker, lebt seit 1987 als freier Autor in Andalusien. Er hat Bücher über Spanien veröffentlicht und Artikel hauptsächlich für das "Reiseblatt" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

2 Marktplatz-Angebote für "Der Stierkampf" ab EUR 6,37

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
gebraucht; gut 6,37 2,05 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), PayPal Berliner Buechertisch e.V. 99,7% ansehen
gebraucht; wie neu 7,90 1,80 Banküberweisung Nietzsche-Buchhandlung OHG 99,2% ansehen
Mehr von