Der Rubindrache - Ward, Peter

Der Rubindrache

Peter Ward 

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Der Rubindrache

'Hervorragend. Ein echter Pageturner. Der Rubindrache wirft ein ganz neues Licht auf die traditionellen Drachen und lässt den Leser vor Überraschung nach Luft schnappen.' THE PULSE

'Eines der schönsten Jugendbücher des Jahres!' Books for Keeps

Wie alle Einwohner des chinesischen Kaiserreichs hat auch Rokshan, der Sohn eines reichen Kaufmanns, von den alten Legenden gehört, nach denen vor vielen Jahrhunderten bösartige geflügelte Drachen versuchten, die Herrschaft über die Welt an sich zu reißen. Um dies zu verhindern, wurden die Drachen vom Weisen Herrn der Welt in wunderschöne und gute Wesen verwandelt. Aber das Böse ist wieder erwacht und der Schatten-ohne-Namen will sich die gewaltige Macht der Drachen erneut zunutze machen. Nie hätte sich Rokshan träumen lassen, dass er in diesem Kampf der Mächte die Schlüsselrolle spielen wird. Denn nur Rokshan allein vermag mit dem Herrn der Drachen, mit dem mächtigen Rubindrachen Han Garid selbst zu kommunizieren. Aber ausgerechnet Rokshans Bruder wählt den Pfad des Bösen und wird zum tödlichen Verräter.


Produktinformation

  • Verlag: Cbj
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 492 S.
  • Seitenzahl: 492
  • cbj Taschenbücher Bd.40007
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 183mm x 125mm
  • Gewicht: 540g
  • ISBN-13: 9783570400074
  • ISBN-10: 3570400077
  • Best.Nr.: 27947659
"Jona Mues haucht dem Epos von legendären Drachen-Pferden Leben ein."
Peter Ward hatte schon als Kind den ersten Kontakt mit Asien. Aufgewachsen in England, Deutschland und mehreren asiatischen Ländern, studierte er Philologie und Religionswissenschaften an der Leeds University. Die Leidenschaft für die Mythologien und Philosophien des Ostens, insbesondere Chinas, hat ihn auch später während verschiedener Tätigkeiten in der Medienbranche nie losgelassen. Der Rubindrache ist sein erster Roman. Peter Ward lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in London.

Leseprobe zu "Der Rubindrache"

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Leseprobe zu "Der Rubindrache" von Peter Ward

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AN ALLEM ANFANG war der Weise Herr alleine. Der Meister aller Schöpfung sehnte sich danach, die Wunder der Welt, die Er hervorgebracht hatte, zu teilen, und so blickte Er erneut auf die fünf kostbaren Elemente, aus denen Er alle Dinge gestaltet hatte: Wasser, Erde, Holz, Feuer und Eisen.

Er hauchte jedes ein weiteres Mal an und beschwor so zahllose Farben, Formen und Gefühle aus den Elementen herauf, und sie tanzten einen wilden Tanz des Lebens. Doch den Weisen Herrn ermüdete der Tanz und er machte Geisterwesen aus ihnen. Er nannte sie Drachengeister, weil sie so strahlend im Feuer des Lebens brannten.

Er schickte sie aus, in der Welt zu leben, wo sie zu unsichtbaren Geistern der Wälder und Berge, Flüsse und Ströme, Seen und Meere, der Täler, Steppen und Wüsten wurden.

Dann schuf der Weise Herr Schutzgeister zu seinen Diensten. Einige dieser Schutzgeister schickte Er in die Welt, wo sie zu Männern und Frauen wurden. Doch mit der Zeit vergaßen sie die Drachengeister, mit denen sie zu Beginn die Welt geteilt hatten. Die Drachengeister wurden eifersüchtig, da sie glaubten, die Menschheit hätte die Aufmerksamkeit des Weisen Herrn von ihnen abgewendet, und in der Verblendung ihrer scheelsüchtigen Wut verwandelten sie sich in Ungeheuer.

Die Drachengeister des Feuers waren die grimmigsten und machtvollsten von allen. Sie warfen ihre Unsichtbarkeit ab und nahmen ein höchst furchterregendes Aussehen an. Flügel wuchsen ihnen, sie beherrschten den Himmel und hielten als Drachen die Menschen in Angst und Schrecken ...

Quelle: unbekannt, vermutlich Teil von Das Buch Ahura Mazda: Der Weise Herr. Schriftrollenfragment, im Jahre 807 n. Chr. von einem Reichsgesandten auf dem Weg nach Marakanda gefunden.

Vorspiel

Vor Urzeiten in der Morgendämmerung der Geschichte

Chu Jung, Geist des Feuers und himmlischer Scharfrichter für den Weisen Herrn, stand wie ein Koloss mit gespreizten Beinen über den Meeren und Kontinenten der Welt, als er dem letzten und mächtigsten der rebellierenden Drachengeister gegenübertrat. Von Neid zerfressen, waren Han Garid und die seiner Art zu Ungeheuern geworden, die diejenigen, die sie einst als Naturgeister geliebt hatten, umbrachten und verschlangen.

"Warum hast du dich gegen den Weisen Herrn erhoben?", donnerte Chu Jung. Er hob seinen Talisman hoch, während er mit seinem Arm über die Meere wies und die fernen Schreie Tausender von Dämonengöttern in den Tiefen losbrachen. Auf Chu Jungs Befehl schoben sie die Wasser der Meere nach oben, höher und höher in funkelnden, sich auftürmenden Kaskaden, die bis zum Himmel reichten. Die Welt wurde dunkel, als sie die Sonne verdeckten, doch Han Garid brüllte seine Auflehnung noch immer trotzig heraus.

"Ich bin Han Garid, Herr der Donnerdrachen! Nicht einmal das Wasser aller Meere kann mein Feuer löschen. Komm zu uns, Chu Jung, und zusammen werden wir die Erde und den Himmel beherrschen!"

Han Garid schoss einen furchterregenden, donnernden und krachenden Feuerbolzen ab, doch Chu Jungs eigener Feuermantel schützte ihn, und im flackernden Zwielicht blickte er das Ungeheuer an, zu dem Han Garid geworden war.

Der Herr der Donnerdrachen war riesig - mindestens neun Pferdelängen lang - und seine Flügelspanne musste das Fünffache betragen. Knochenwülste durchzogen sein Gesicht, und von seinem Reptilienkopf stand ein Horn von der Länge eines ausgestreckten Männerarms ab, das nach hinten gebogen war und in einer Spitze endete. Seine durchdringenden rubinroten Augen strahlten eine grausame Intelligenz aus, und die leuchtende Färbung seiner Haut - ein schillerndes Rotgold, von geheimnisvollem Grün durchzogen - war das Einzige, was an das schöne Geisterwesen erinnerte, das er vor Langem gewesen war.

"Du hast dich mit dem rebellischen Schutzgeist verbündet, du, der du einst der Liebling des Weisen Herrn warst. Er und seine beiden Mitgeister versuchten, Übles in die Welt zu bringen und das Gute für immer zu verbannen, doch er wurde überwältigt", sagte Chu Jung zu Han Garid. "Eben jetzt erwartet er seine Strafe. Auch du musst vor den Weisen Herrn treten, um dein Schicksal zu erfahren und seines zu bezeugen."

Han Garid spie verächtlich einen Feuerbolzen nach Chu Jung und breitete seine Schwingen aus, doch Chu Jung ließ die gischtenden Türme aus Wasser auf ihn herniederprasseln, die ihn wie ein gewaltiges Netz umstrudelten. Han Garid kämpfte vergeblich, als das Wasser aller Meere der Welt sein Feuer für immer verlöschen ließ.

Chu Jung packte den hitzigen Drachen und brachte ihn vor den Weisen Herrn, der ungesehen am Rande des Universums auf sie gewartet hatte.

Dort verkündete Er, der den Himmel und die Erde und alles darin erschaffen hatte, gerade Seinen schrecklichen Urteilsspruch über seinen Liebling unter den Schutzgeistern, der es gewagt hatte, gegen Ihn zu rebellieren:

"Fortan sollst du nur noch als der >Namenlose< bekannt und nicht mehr als ein Schatten sein, ein Windhauch in der Dunkelheit. Bei allen sterblichen Kreaturen werde ich jede Erinnerung an dich tilgen. Mein Bote Corhanuk wird das bezeugen und den anderen Schutzgeistern berichten, was aus dir geworden ist."

Dann sprach der Weise Herr die heiligen Worte und schuf einen

Bogen der Finsternis zwischen dem gefallenen Schutzgeist und der lebendigen Welt, versiegelt mit dem Nennen seines Namens, der niemals wieder ausgesprochen würde. Und der gefallene Schutzgeist, fortan nur als der Schatten-ohne-Namen bekannt, war für immer verbannt.

Nun wandte sich der Weise Herr Han Garid zu und blickte mit Gram in den Augen auf das, was aus dem Vornehmsten seiner Geschöpfe geworden war. Und der Weise Herr konnte sich nicht überwinden, ihn und seine erstgeborenen Geschöpfe zu zerstören.

"Bringe Han Garid zum See des Lebens, damit er bei den Drachengeistern der Luft und des Wassers und allen seiner Art sein kann", beauftragte der Weise Herr Chu Jung. "Dort wirst du sie erheben, damit sie wiedergeboren werden können."

Chu Jung tat, wie ihm aufgetragen wurde, und sein Meister segnete in Seiner Weisheit die Drachengeister des Feuers, sodass sie niemals sterben würden, indem er einen Funken Unsterblichkeit tief in ihre Seelen pflanzte und sie verwandelte in die sanftmütigsten und schönsten aller Geschöpfe, die schließlich Drachenpferde genannt wurden.

Unterdessen eilte Corhanuk, die Strafe des Weisen Herrn zu bezeugen. Doch während er das schreckliche Schicksal des Schattens mitverfolgt hatte, hatte sich in ihm etwas gerührt, und die Gier nach der Macht, die dieser ja beinahe dem Weisen Herrn entrissen hätte, begann, an Corhanuks Seele zu fressen. Ein neuer, ganz anderer Plan entwickelte sich in dem Herzen des Boten. Ein so weit gesteckter Plan, das war ihm klar, dass es womöglich Ewigkeiten bedürfte, ihn auszuführen. Und er wusste, er musste geduldig sein und schlau, wenn er einem anderen Herrn dienen wollte. Einem, der ihn mit Sicherheit wohl bedenken würde, wenn er, Corhanuk, ihn aus seiner immerwährenden Gefangenschaft befreien würde.

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