Der letzte Schamane - Rytchëu, Juri

Der letzte Schamane

Die Tschuktschen-Saga

Juri Rytchëu 

Aus d. Russ. v. Antje Leetz
Broschiertes Buch
 
Vergriffen, keine Neuauflage
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Der letzte Schamane

Bis zurück zum ersten Menschen, der der Verbindung der Urmutter mit dem Wal entsprang, kann Juri Rytchëu seine Ahnenlinie zurückverfolgen. Seine Familiengeschichte ist zugleich die Saga des tschuktschischen Volkes. Denn von Generation zu Generation wurden seit Anbeginn der Zeiten die Taten, Verdienste und Schicksalsschläge weitergegeben.

Wir hören von Göttern, Geistern, Forschern, Händlern, Zaren und Revolutionären, vom Segen der Nähnadel, vom Fluch des Alkohols. Eine fremde, barbarische Zivilisation voll technischer Wunder bricht über die kleine Siedlung an der Küste herein. Die hohe Kunst, im Einklang mit den rauen Naturkräften der Arktis zu leben, droht in Vergessenheit zu geraten.

Da beschließt der Schamane Mletkin auf eine große Reise zu gehen. Unstillbare Neugier und Wissbegier treiben ihn an, andere Sprachen zu lernen, die großen Städte zu sehen. Sein wacher Blick durchschaut die seltsamen Gebräuche der Weißen. Er staunt über die Absurditäten ihres Lebenswandels. Aber unablässig sucht er die Wahrheit in der Fülle ihrer Kenntnisse. Als er schließlich an sein heimisches Ufer am arktischen Meer zurückkehrt, versucht der letzte Schamane der Tschuktschen, das alte und das neue Wissen zu vereinen, um seinem Volk eine Zukunft zu sichern.


Produktinformation

  • Verlag: Unionsverlag
  • Ausstattung/Bilder: 344 S. m. 1 Übers.-Kte.
  • UT Nr.295
  • Deutsch
  • Abmessung: 19 cm
  • Gewicht: 280g
  • ISBN-13: 9783293202955
  • ISBN-10: 3293202950
  • Best.Nr.: 12545745
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.06.2003

Wal und Mensch
Juri Rytcheu schreibt gegen den Untergang der Tschuktschen
Vor einigen Monaten ging eine Nachricht durch die Weltpresse: Das IWC, das Internationale Walfang-Komitee, hatte beschlossen, den Tschuktschen, einem Volk, das im äußersten Osten Sibiriens siedelt, den Walfang zu verbieten. Die Tschuktschen leben zwar schon ein paar Tausend Jahre vom Walfang, der ihren Alltag, ihre Kultur, ja ihre Religion bestimmt. Aber nachdem japanische, russische, amerikanische und skandinavische Flotten den Atlantik fast leer gefischt haben, galt es ein starkes Zeichen der Umkehr zu setzen. Gemaßregelt werden aber nicht etwa jene Konzerne, die den Fischfang industriell betreiben, sondern die Tschuktschen, die den Wal bis heute von kleinen Booten aus mit Speeren und Harpunen erlegen.
Die Tschuktschen, die sich selbst Luorawetlan, „wahre Menschen”, nennen, kämpfen schon seit 350 Jahren um ihr Überleben. Damals waren die ersten Kosaken in ihrem Siedlungsgebiet am Polarkreis aufgetaucht und hatten den Fortschritt mit russischer Bürokratie, Seuchen und Militärexpeditionen einführen wollen. Später, als das benachbarte Alaska von den USA erworben wurde, kamen die …

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Juri Rytchëu wurde 1930 als Sohn eines Jägers in der Siedlung Uëlen auf der Tschuktschenhalbinsel im äußersten Nordosten Sibiriens geboren. Der erste Schriftsteller dieses Volkes mit zwölftausend Menschen wurde mit seinen Romanen und Erzählungen zu einem berufenen Zeugen einer bedrohten Kultur und eines vergessenen Volkes. Juri Rytchëu starb 2008 in St. Petersburg.

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