Das vollkommene Leben - Hampe, Michael

Michael Hampe 

Das vollkommene Leben

Vier Meditationen über das Glück. Für den Preis der Leipziger Buchmesse, Kategorie Sachbuch/Essayistik 2010 nominiert. Nominiert für die Shortlist des Tractatus Essaypreises 2009

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Das vollkommene Leben

Warum fühlen wir uns so selten glücklich, wo es doch an klugen Rezepten zum Glücklichsein nicht mangelt? Der Philosoph Michael Hampe fordert in diesem Meisterstück erzählender Philosophie zu einem Gedankenexperiment auf. In vier von verschiedenen Traditionen inspirierten Essays entwickelt er Vorschläge, wie das Ziel des vollkommenen Lebens erreicht werden könnte: allein durch Verstand oder durch Spiritualität, durch skeptische Distanz zur Welt oder durch die Harmonie zwischen Menschen und Dingen. Vollkommenes Glück, vermutet Hampe, kann letztlich nur in einem Leben liegen, das sich von Doktrinen befreit hat und deshalb der Betrachtung der Welt überlässt.


Produktinformation

  • Verlag: Hanser
  • 2009
  • Nachdr.
  • Ausstattung/Bilder: Nachdr. 2010. 302 S. m. Fotos.
  • Seitenzahl: 302
  • Best.Nr. des Verlages: 505/23428
  • Deutsch
  • Abmessung: 215mm x 135mm x 30mm
  • Gewicht: 460g
  • ISBN-13: 9783446234284
  • ISBN-10: 3446234284
  • Best.Nr.: 26366130
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.11.2009

Wider die Glücksinflation
Der Philosoph Michael Hampe sucht, findet und verfehlt das vollkommene Leben
Auf dem Index der durch übermäßigen Gebrauch entleerten Wörter stünden sie weit oben: das Glück und die Meditation. Im Jahre 2009 kann es geschehen, dass zwei Fernsehköche über die richtige Zubereitung von Kastanienravioli meditieren oder dass Lebensmitteldiscounter Meditationskissen feilbieten. Man hat sich daran gewöhnt, in Buchhandlungen von hohen Türmen der Glücksratgeber drohend begrüßt und in den Zeitungen, Zeitschriften, Radiosendungen von Glücksexperten erst geweckt und dann in den Schlaf geplappert zu werden. Glück, so scheint es, ist der einzige Rohstoff, der nie versiegt. Was geschieht da? Lässt sich eine traurige Menge erklären, wie das war, damals, als das Wünschen nicht zu helfen brauchte, weil man wunschlos glücklich war?
Insofern sind die Startbedingungen für ein Buch, das „Vier Meditationen über das Glück” verspricht, eher gut und doch sehr schlecht. Das Thema ist bestens eingeführt, Interesse also vorhanden. Es wurde aber auch einigermaßen zu Tode verhandelt. Michael Hampe, Philosophieprofessor in Zürich, muss …

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"Es gibt viele Bücher darüber, wie man glücklich wird. So gescheit wie "Das vollkommene Leben" des Zürcher Professors Michael Hampe sind aber nur wenige. (...) Er entwickelt darin eine raffinierte Vielstimmigkeit, eine Auffächerung des Themas Glück, wie es sich für eine ausdifferenzierte Gesellschaft gehört." (Tages-Anzeiger Zürich, 07.08.09)

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Michael Pawlik schenkt diesem Buch, das in einem Meer von ähnlichen Publikationen verschwinden könnte, zwar auf jeden Fall seine "Aufmerksamkeit", seine Zustimmung verweigert er dem Autor, dem Philosophen Michael Hampe, allerdings. Denn wenn er auch die vier Texte, in denen ein Philosoph Stanley Low oder ein Gärtner Gabriel Kolk über die Möglichkeiten zum glücklichen Leben reflektieren, durchaus klug und anregend findet, zeigt er sich über Hampes im Nachwort gezogenen Schlussfolgerungen gründlich enttäuscht. Der Autor sieht ein glückliches Leben nur durch eine Welthaltung ermöglicht, die auf wertende und festlegende Standpunkte verzichtet und sich somit auf ein "theorieloses Vorkommen in der Welt" beschränkt. Das allerdings will dem Rezensenten dann doch als arg "unterkomplexer Eskapismus" erscheinen, dem er sich absolut nicht anschließen kann.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.12.2009

Lob der standpunktlosen Weltteilhabe
Viel Kluges über die Grenzen des Glücks: Michael Hampes Meditationen umkreisen das vollkommene Leben

Hier haben wir es mit einem Exemplar der Massenware "Glücksbuch" zu tun, das die Aufmerksamkeit verdient. Seine Protagonisten, der Philosoph Stanley Low und der Gärtner Gabriel Kolk, sind ebenso wie die von Low versammelten vier Meditationen über das Glück Geschöpfe des Zürcher Philosophen Michael Hampe. In seinem Nachwort bekennt sich Hampe zu einer "deskriptiven Philosophie der Verschiedenheiten", die sich auf ein "anerkennendes Zeigen von Unterschieden" beschränkt und sich von den Verlockungen einer "vereindeutigenden Philosophie, die immer, auch zwischen grundlegenden Standpunkten oder verschiedenen Registern des Lebens, zu entscheiden versucht", fernhält.

Nur solange man glaube, eine bestimmte theoretische Erkenntnis erreichen zu müssen, um glücklich zu werden oder einen Lebenssinn zu finden, könne man auch meinen, man könne mit Behauptungen darüber Auskunft geben, worin das Glück oder der Sinn bestehe. Aber nicht irgendwelche Überzeugungen machten glücklich, "sondern nur die Fähigkeit, …

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Leseprobe zu "Das vollkommene Leben"

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