Das Stufenmodell von Erik H. Erikson - Scheck, Stephanie

Das Stufenmodell von Erik H. Erikson

Stephanie Scheck 

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Das Stufenmodell von Erik H. Erikson

Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Psychologie - Entwicklungspsychologie, einseitig bedruckt, Note: 1,0, Universität Kassel, Veranstaltung: Entwicklungspsychologie, 4 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Die Arbeit zeigt und erläutert das achtphasige Stufenmodell nach Erikson und zeigt in einem Diagramm, das erläutert wird, die Zusammenhänge und das Ineinanderspiel der einzelnen Entwicklungsphasen auf. , Abstract: Erik H. Erikson (1902 - 1994) ist ohne Zweifel einer der herausragendsten Psychoanalytiker des letzen Jahrhunderts. Der gebürtige Däne und spätere US-Amerikaner entwickelte die Phasentheorie Sigmund Freuds um die psychosozialen Aspekte und die Entwicklungsphasen des Erwachsenenalters weiter. Er geht davon aus, dass der Mensch im Laufe seines Lebens acht Entwicklungsphasen durchläuft, die in einem inneren Entwicklungsplan angelegt sind. Auf jeder Stufe ist die Lösung der relevanten Krise in Form der Integration von gegensätzlichen Polen, welche die Entwicklungsaufgaben darstellen, erforderlich, deren erfolgreiche Bearbeitung wiederum für die folgenden Phasen von Bedeutung ist.Die Krise ist bei Erikson kein negativ geprägter Begriff, sondern ein Zustand, der konstruktiv gelöst zu einer Weiterentwicklung führt und die Lösungen dieser integriert und in das eigene Selbstbild aufgenommen. Die menschliche Entwicklung ist somit ein Prozess, der zwischen Stufen, Krisen und dem neuen Gleichgewicht wechselt, um immer reifere Stadien zu erreichen.Ausführlich untersuchte Erikson die Möglichkeiten der Weiterentwicklung des Individuums und die affektiven Kräfte, die es handeln lassen. Besonders deutlich werden sie an den acht psychosozialen Phasen, die nun im Zentrum dieser Abhandlung stehen sollen. Sie veranschaulichen, dass Erikson Entwicklung vor allem als eins betrachtet hat: als lebenslangen Prozess.Erikson baute seine Theorie der Persönlichkeitsentwicklung nicht nur auf Freuds Entwicklungsmodell auf, er verband außerdem die Idee der Entwicklung im Lebenszyklus mit jener Thematik, die im Jugendalter zum Fokus der Persönlichkeitsentwicklung wird: dem Aufbau der Ich-Identität. Das Erlangen von Ich-Identität ist das Generalthema seiner Theorie und beruht für ihn auf der Bewältigung von Anforderungen, die aus der Einbettung des Individuums in eine Sozialordnung resultieren. Trotz seiner großen Verdienste muss kritisch angemerkt werden, dass, wie die Zeit und die Gesellschaft, auch Eriksons Modell dem Wandel unterworfen ist. Die wesentlichen Grundzüge des Modells sind sicherlich auch in der heutigen Zeit auf die Menschen zu übertragen, das Modell wäre jedoch aufgrund der ständigen Weiterentwicklung von gesellschaftlichen Werten und Anschauungen in einigen Punkten zu überdenken. Eriksons Verdienst soll das jedoch nicht schmälern, allenfalls auf eine andere Rezeptionsmöglichkeit aufmerksam machen.


Produktinformation

  • Verlag: Grin Verlag
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 64 S. 210 mm
  • Seitenzahl: 64
  • Akademische Schriftenreihe Bd.V63447
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 149mm x 7mm
  • Gewicht: 105g
  • ISBN-13: 9783638727143
  • ISBN-10: 3638727149
  • Best.Nr.: 23053702

Leseprobe zu "Das Stufenmodell von Erik H. Erikson"


Leseprobe (EPUB) aufrufen

Textprobe:
Kapitel 2, Das Stufenmodell:
2.1, Ur-Vertrauen gegen Ur- Misstrauen:
Der Zustand des Kindes in dieser Lebensphase ist charakterisiert durch das Trauma der Geburt. Das Kind wird schockartig aus der gewohnten Umgebung gerissen und die Bindung zur Mutter wird umgestaltet.
Das Gefühl des Ur-Vertrauens, definiert als ein Gefühl des Sich-Verlassen-Dürfens , entwickelt sich in dieser ersten Lebensphase, dem ersten Lebensjahr, in der so genannten oralen Phase (Freud), und ist, so Erikson, der Eckstein der gesunden Persönlichkeit .
Das Kind erlernt die einfachste und frühste Verhaltensweise: das Nehmen , und zwar nicht in seinem negativen Sinne, des ungefragten oder gewaltsamen Nehmens, sondern im Sinne des Nehmens eines Angebotes.
Die soziale Bezugsperson ist die Mutter, die durch das Reichen der Brust dem Kind nicht nur seine elementaren Grundbedürfnisse, wie Essen und Trinken stillt, sondern ihm somit auch eine orale Befriedigung verschafft. Sie übernimmt die Funktion des Versorgers, auf den sich das Kind verlassen kann.
Das Vertrauen erschöpft sich aber nicht nur in der Person der Mutter, sondern es bezieht sich, so Erikson, auch auf den Säugling selbst. Unter Vertrauen verstehe ich sowohl ein wesenhaftes Zutrauen zu anderen als auch ein fundamentales Gefühl der eigenen Vertrauenswürdigkeit . Hier bildet sich die Grundlage des Identitätsgefühls, das später zu dem komplexen Gefühl wird, in Ordnung zu sein , man selbst zu sein .
Dieses Urvertrauen zu sich und anderen bildet die Basis für jegliche spätere Entwicklung und ist somit kein Zustand, der überwunden werden muss, sondern etwas, was immer erhalten bleibt und unterschwellig mitschwingt.
In der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahres kommt es, so Erikson, zu einer ersten Krise.
Diese Krise scheint im zeitlichen Zusammentreffen von drei Entwicklungen zu bestehen:
zum einen aus einer physiologischen, nämlich der, dass der Säugling das steigende Bedürfnis verspürt, sich Dinge einzuverleiben, anzueignen und zu beobachten, zum anderen aus einer psychologischen, nämlich der wachsenden Bewusstwerdung, ein Individuum zu sein. Die dritte Entwicklung ist eine umweltbedingte Entwicklung, indem sich nämlich die Mutter scheinbar von dem Kind abwendet und sich anderen Beschäftigungen zuwendet.
Dieses Abwenden kann das Kind möglicherweise als Entzug der Mutterliebe verstehen.
Überwältigt das Kind diesen Konflikt nicht und überwiegen die negativen Erfahrungen, so führt dies, laut Erikson ( ) zu einer akuten kindlichen Depression (Spitz, 1945) oder zu einem zwar milderen, aber chronischen Trauergefühl (.), das vielleicht dem ganzen späteren Leben einen depressiven Unterton verleiht .
Statt Ur-Vertrauen entwickelt der Säugling dann Ur- Misstrauen.
Deshalb ist es wichtig, dass dem Kind in dieser Phase der sich häufenden Eindrücke von Enttäuschung, Trennung und Verlassenwerden, das Ur-Vertrauen aufrechterhalten und gefestigt wird.
Die Grundhaltung, die in dieser ersten Lebensphase aufgebaut wird, beeinflusst das ganze Leben einer Person.
Wurde Ur-Vertrauen aufgebaut, herrscht eine überwiegend optimistische, anderen Menschen gegenüber positive Grundeinstellung. Fehlt dieses Ur-Vertrauen, so besteht die Gefahr, dass sich ein allgemeines Misstrauen, nicht nur gegenüber der Welt, sondern auch gegenüber sich selbst ausbildet. Wird das Ur-Vertrauen stark beschädigt, bzw. gar nicht erst ausgebildet, können psychische Störungen, wie z.B. Depressionen entstehen.
Die positiven Erfahrungen wie Geborgenheit, Wärme, Zuverlässigkeit, Aufmerksamkeit und Zuwendung, sollten den negativen Erfahrungen und Frustrationen, wie auf Bedürfnisbefriedigung warten zu müssen, Enttäuschung, Einsamkeit, Missachtung oder physischer Schmerz, überwiegen.
Natürlich können Frustrationen im Kindesalter nicht gänzlich vermieden werden.
Nach Erikson ist es jedoch wichtig, dass nicht nur positive Erfahrungen überwiegen, um ein Gefühl des Vertrauens zu e
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