Das größere Glück - Powers, Richard

Richard Powers 

Das größere Glück

Roman

Aus d. Amerikan. v. Henning Ahrens
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Das größere Glück

Eine junge Frau in Chicago, die vor Glück nur so strahlt. Sie lebt völlig ohne Zorn, alle Freunde und Bekannte kreisen nur um sie. Doch sie stammt aus Algerien, einem Hexenkessel aus Gewalt und Gegengewalt, dem sie nur knapp entging. Kennt sie das Geheimnis des Glücks, besitzt sie gar das "Glücks-Gen"? Laboratorien und Fernsehshows reißen sich um sie, ein Karussell, das sich immer schneller dreht, bis sie alles zu verlieren droht.
Meisterhaft ist Richard Powers ein großer Roman gelungen über die Frage, was unser Leben bestimmt die Sterne, die Eltern, oder liegt alles in den Genen? Mit einer zärtlichen Liebesgeschichte sucht er die Antwort: Greift die Zukunft nach uns oder wir nach der Zukunft?


Produktinformation

  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 416 S.
  • Seitenzahl: 416
  • Fischer Taschenbücher Bd.18092
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 126mm x 34mm
  • Gewicht: 361g
  • ISBN-13: 9783596180929
  • ISBN-10: 3596180929
  • Best.Nr.: 29883652

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Mit seinem neuen Roman begibt sich Richard Powers auf das Gebiet der Glücksforschung und kann wieder einmal zeigen, dass er, was den wissenschaftlichen Hintergrund angeht, absolut auf der Höhe ist, konstatiert Rezensentin Sandra Kegel. Mit der Geschichte um eine junge Frau, die unerschütterbar glücklich zu sein scheint und deshalb nicht nur das Interesse der Wissenschaft erregt, sondern auch einen Medienhype auslöst, ist sie dennoch nicht recht glücklich geworden. Denn so faszinierend die Gedankenexperimente des Autors, übrigens studierter Physiker und Informatiker, auch sind, es bleibt spürbar, dass es sich um einen Thesenroman handelt, bei dem die Figuren zu Meinungsträgern reduziert sind, so Kegel angestrengt. Trotzdem bewundert sie Powers dafür, wie es ihm gelingt, die Trennung von Natur- und Geisteswissenschaft aufzuheben und wirklich fesselnd die Suche des Menschen nach dem Glück von allen Seiten zu beleuchten. Dafür gehen ihr allerdings die selbstreferentiellen Klagen des Erzählers über die Krise des Schreibens, die Powers in seinem zehnten Roman offenbar reichlich einfließen lässt, zunehmend auf die Nerven.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.10.2009

So fühlt es sich an, ein glücklicher Mensch zu sein
Wider den naturwissenschaftlichen Wahn vom Grund der Gefühle: Richard Powers errichtet sein Romanlabor in Chicago und erzählt eine Geschichte, die von Liebe, Großzügigkeit und Edelmut handelt, aber eigentlich der Gentechnik und dem Irrtum vom siebzehnten Chromosom widersprechen will Von Thomas Steinfeld
Ein Mann, noch zu jung, um ihn einen gescheiterten Dichter zu nennen, aber schon ein resignierter und ängstlicher Mensch, übernimmt einen Lehrauftrag an einer Kunsthochschule in Chicago. Russell Stone, der einst ein vielversprechender Essayist war und nun ein sorgengeplagter Redakteur einer ebenso obskuren wie erfolgreichen Zeitschrift namens „Das wahre Selbst” ist, soll acht jungen Leuten das Schreiben von Sachtexten beibringen. Dann sitzen sie vor ihm: eine gepiercte junge Frau, die sich in Gefahr am wohlsten fühlt und davon überzeugt ist, ein erfolgreicher Werbejingle sei eine größere künstlerische Leistung als jede Symphonie, ein hagerer Glatzkopf, der versucht, mit der Malerei seiner Crystal-Sucht zu entkommen, ein träger Hüne, der Langweile für das höchste der Gefühle hält. In der …

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Greift die Zukunft nach uns oder wir nach der Zukunft? <br />Susanne Weingarten, BRIGITTE

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.11.2009

So viel Glück hält doch kein Mensch aus

Zukunft macht Laune: Richard Powers entschlüsselt das Zufriedenheitsparadox und schildert den Albtraum der genetischen Optimierung des Menschen.

Von Sandra Kegel

Sind wirklich wir unseres Glückes eigener Schmied und können unser Leben selbst vervollkommnen, oder ist doch allein die Biochemie am Werk, wenn die Stimmung wieder einmal steigt? Das Glück ist bekanntlich ein flüchtiges Gut und das Streben danach so alt wie die Menschheit. Kaum ein Philosoph, Dichter oder Künstler, der sich nicht über gegangene, verborgene, verfehlte Wege zum Glück geäußert hätte. Glücksforschung betrieb schon Aristoteles, in jüngster Zeit tun es vor allem Genomforscher, die erst Anfang des Jahres wieder für Wirbel sorgten, als sie aufs Neue das "Glücksgen" entdeckt haben wollten. Einmal losgelöst von der Frage, ob die britischen Wissenschaftler den Gute-Laune-Stoff wirklich gefunden haben oder nicht, zeigt das zeitliche Zusammentreffen dieser Nachricht mit dem neuen Roman von Richard Powers, der uns in allen Glücksgen-Fragen auf den neuesten Stand bringt, dass der gelernte Physiker und Informatiker im …

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Richard Powers, geb. 1957, lebt in Urbana/Illinois. Er studierte Physik, arbeitete als Programmierer, bis er mit 32 seinen ersten Roman schrieb. Mittlerweile zählt er zu den ganz großen amerikanischen Erzählern der Gegenwart. Seine Bücher wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem National Book Award. Seine Beiträge erschienen in der New York Times, Esquire, Times und Harper's.

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