Berliner Stille - Bönt, Ralf

Berliner Stille

Erzählungen

Ralf Bönt 

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Berliner Stille

Die Protagonisten in den Erzählungen von Ralf Bönt sind viel unterwegs, in Moskau, Haifa, New York, Rom, in Schwabinger Kneipen wie dem »Türkenhof«, und immer wieder in Berlin. Dorthin floh man früher vor der westdeutschen Wehrpflicht, dort sucht heute jeder sein Leben. Tatsächlich sind seine Helden hellwache und »gut durchblutete Geschöpfe, Handelnde, die sich und der Welt etwas abverlangen, nicht nur zu Silvester«, so der Autor. Wenngleich: In die wirklich wichtigen Fragen von Liebe und Weggehen und Bleiben spielen ja stets die Träume und Entschlüsse des Gegenübers hinein, die den eigenen Absichten nicht selten zuwiderlaufen. So ergeben sich fortwährend Überraschungen und Herausforderungen, beispielsweise wenn die sechsjährige Tochter, zu Besuch bei ihrem Vater und dessen neuer Gefährtin, den Krieg aus dem Fernsehen ganz arglos mit dem Verhältnis von Mama und Papa in Verbindung bringt. Bönt erzählt sinnliche Geschichten, die sich den großen Fragen der unmittelbaren Gegenwart vor dem Hintergrund einer Zeitenwende stellen, vorgetragen mit klugem Humor.


Produktinformation

  • Verlag: Wallstein
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 155 S.
  • Seitenzahl: 155
  • Deutsch
  • Abmessung: 209mm x 129mm x 22mm
  • Gewicht: 250g
  • ISBN-13: 9783835300309
  • ISBN-10: 383530030X
  • Best.Nr.: 20760470
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.03.2006

Abenteuer Nachkriegszeit
Provinz ist im Kopf: Ralf Bönts Helden auf der Lebensflucht

Wenn ein Buch "Berliner Stille" heißt, erwartet man, daß es in der Hauptstadt spielt. Lange war es in Mode, dort den Stoff für eine große Erzählung zu suchen. Aber vielleicht verklingen langsam die Stimmen, die die deutsche Metropole mit ihrer ganzen Widersprüchlichkeit als mythisches Sehnsuchtsziel beschwören. Einen Berlin-Roman hat Ralf Bönt mit "Gold" schon im Jahr 2000 vorgelegt. Die Abenteurer und Sinnsucher, die seinen neuen Erzählungsband bevölkern, finden Berlin zwar aufregender als München, suchen ihr Glück aber meistens in der Fremde - in Ägypten, Rom, Moskau oder in der Wüste Sinai und vor allem in New York, diesem ungleich größeren urbanen Fluchtpunkt.

Wie etwa der einsam reisende Nachwuchswissenschaftler, der New York für eine Stadt hält, wo die Zivilisation wieder abenteuerlich wird; eine Stadt für Täter, nicht für Opfer, straucheln sie auf ihren Routen, verheddern sich im Gestrüpp der Weltstädte. Ihm gelingt es ohne fremde Hilfe noch nicht einmal, sich bei McDonald's Pommes frites zu kaufen, die dort French Fries heißen. …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.06.2006

Das blöde Grinsen des unentschlossenen Gehirns
„Berliner Stille”: In seinem Erzählungsband erkundet Ralf Bönt die Versuchungen der Passivität
Auch eine Fußballgeschichte findet sich in Ralf Bönts Erzählband „Berliner Stille”. Unter allen, die jetzt termingerecht veröffentlicht werden, dürfte sie eine der traurigsten, aber auch eine der gelungensten sein, schon deshalb, weil sie das Fußballmotiv mit absoluter Sinnlosigkeit gleichsetzt. Sie zeigt die Stärken des Autors, der vor sechs Jahren unter dem Titel „Gold” einen etwas angestrengten Berlin-Roman vorgelegt hat und sich nun um einiges schlichter, gelassener und feinfühliger mit der kurzen Form zurückmeldet.
Die Faszination der Metropole ist bei dem 1963 geborenen, in Bielefeld aufgewachsenen Bönt inzwischen einer coolen Zuneigung zur Wahlheimatstadt gewichen. Seine Helden treiben sich, obwohl sie alles andere sind als Kosmopoliten, ohnehin häufig in der großen weiten Welt herum, auf Korsika oder in Rom, in Moskau oder in der Wüste Sinai, in New York oder in den gefährlichen Armenvierteln von Valparaíso. Was ihnen dort zustößt, ist manchmal spektakulär, dann wieder banal. Auf ihr …

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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

"Schöne Passagen" finde man in den neun Erzählungen, lobt Rezensent Martin Krumbholz, und gleichzeitig vermeide Ralf Bönt "konsequent die Pointe". Krumbholz sieht in den stets reisenden Helden Bönts "Globetrotter" auf der vergeblichen Suche nach sich selbst. Zudem trügen sie mit ihrem Handicap, keine "Kommunikationsgenies" zu sein, auch ihre Isolation immer bei sich. Keine Erlösung nirgends. Trotz "vieler" Begegnungen in "kurzen" Geschichten.

© Perlentaucher Medien GmbH
Ralf Bönt, geb. 1963, machte eine Handwerkerlehre, studierte Physik und promovierte über Quarks. Er war zu Forschungsaufenthalten in Brookhaven, New York, am Genfer CERN und am DESY, Zeuthen. Seine Essays und Erzählungen erscheinen in allen großen deutschen Tageszeitungen, dem Cicero, bei Akzente, im Merkur und beim Guardian online. Bönt wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. von der Deutschen Akademie Rom, Villa Massimo. Zuletzt erschienen die Erzählungen "Berliner Stille" und der Roman "Die Entdeckung des Lichts" über den Physiker Michael Faraday. Ralf Bönt lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Berlin.

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