"Markus Günther führt die Leser tief in den Bauch der amerikanischen Politik hinein. Unterwegs mit Barack Obama enthüllt er auch die merkwürdigen Widersprüche und ernsthaften Probleme des Wahlkampfes 2008 mit der überraschenden Kandidatur eines jungen schwarzen Mannes, der zur Hoffnung von Millionen geworden ist, die am Ende der Ära Bush verzweifelt sind. Mit seinem hautnahen, manchmal hartnäckigen Reportagestil und mit der intimen Kenntnis der USA, wo Wahlkämpfe auch Show-Business sind und die Politik vom Geld besessen ist, untersucht Günther die Bedeutung von Rasse, Ideologie und Selbstzweifeln in einem Wahlkampf, der die USA, das Verhältnis zu den Europäern und der Welt völlig neu gestalten könnte."(Marc Fisher, Washington Post)<br/><br/>"Günther verspricht"hastig aufgeschriebene Notizen eines Reporters""und zieht den Leser tatsächlich mit einer langen Reportage schnell in das Buch hinein. ... Wer sich selbst einen Eindruck bilden möchte, ist bei Günther gut aufgehoben ..."(Georg Watzlawek, Handelsblatt, 14.12.2007<br/><br/>"... Markus Günther gibt Reportage-Elementen großen Raum, vermittelt anschaulich das schon fast religiöse Erlebnis, zu dem Obamas Wahlkampfauftritte regelmäßig geraten. Es handele sich weniger um eine Biographie, schickt er dem Buch vorweg, als um einen neugierigen Blick"auf den Mann, der die USA vielleicht früher oder später führen wird"", das Land im Inneren aber schon jetzt so aufgewühlt habe wie"kein anderer Politiker seit John F. Kennedy"". Dennoch wahrt Günther Distanz, hinterfragt die Selbstdarstellung des Kandidaten und seine Motive. Immer wieder verweist er auf die opportunistischen, ehrgeizigen und machtbewussten Züge Obaxrias, den er trotz mitreißender Auftritte nicht mal für einen besonders guten Redner hält. ..."(Paul-Anton Krüger, Süddeutsche Zeitung, 31.12.2007/ 01.01.2008)"Der Autor beschreibt Obama aus kritischer Distanz, aber nicht ohne Sympathie. Er skizziert präzise und überzeugend, was diesen vor wenigen Jahren noch unbekanntenPolitiker einzigartig macht."(Adreas Geldner, Stuttgarter Zeitung, 28.12.2007)"... Jedoch is es so spannend, dass man es ohnehin in einem Rutsch durchliest und dabei noch viel über die USA generell erfährt."(Barbara Riedl, ekz, 2/08)
Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension
Thomas Leuchtenmüller kann beinahe vorbehaltlos die beiden Biografien zu Barack Obama loben, die pünktlich zu den amerikanischen Vorwahlen auf den deutschen Markt gekommen sind. Den Unterschied zwischen ihnen sieht er nicht in der Qualität, sondern nur in der Herangehensweise. Während Markus Günthers Biografie ihn vor allem durch die "spannende Dramaturgie" seiner Reportage beeindruckte, schätzt er an Christoph von Marschalls Buch den analytischen Charakter. Beide zeichnen Obama offenbar als durchaus ehrgeizig, aber auch talentiert und charismatisch, wie sich Leuchtenmüllers Rezension entnehmen lässt, die beide Bücher sehr eng miteinander verschränkt. Einige Mankos können sie ihm dabei schon vorwerfen, aber , wie der Rezensent verzeichnet, keine wirklichen charakterlichen Fehler.
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 | Besprechung von 08.02.2008 |
Ruhm auf KreditEin Porträt des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack ObamaNoch vor drei Jahren war Barack Obama nicht einmal Bewerber im Präsidentschaftswahlkampf. Allerdings galt er bereits als hoffnungsvoller Kandidat der Demokraten für das höchste Amt im Lande; immerhin verschaffte man ihm schon 2004 den "prominentesten Auftritt", den die Partei einmal in vier Jahren zu vergeben hat: Der Mann, dem 1997 der Sprung in den Senat von Illinois gelungen war, hielt die keynote speech beim Nominierungsparteitag der Demokraten in Boston und katapultierte sich, wie der Verfasser dieses interessanten Bandes schreibt, binnen "17 Minuten aus der hintersten Reihe amerikanischer Politik in die erste Reihe". Das Geheimnis seines Erfolges: Obama, der sich auch im aktuellen Wahlkampf in fast all seinen Reden geschickt der erfolgreichen Denk- und Redemuster jener bedient, mit denen amerikanische Kommentatoren ihn inzwischen vergleichen (am häufigsten genannt werden Martin Luther King und John F. Kennedy), setzte schon damals den richtigen Ton. Wechsel, Veränderung, Mut und Hoffnung - das sind die Themen, die er mit Empathie und der ihm eigenen …
"Markus Günther führt die Leser tief in den Bauch der amerikanischen Politik hinein. Unterwegs mit Barack Obama enthüllt er auch die merkwürdigen Widersprüche und ernsthaften Probleme des Wahlkampfes 2008 mit der überraschenden Kandidatur eines jungen schwarzen Mannes, der zur Hoffnung von Millionen geworden ist, die am Ende der Ära Bush verzweifelt sind. Mit seinem hautnahen, manchmal hartnäckigen Reportagestil und mit der intimen Kenntnis der USA, wo Wahlkämpfe auch Show-Business sind und die Politik vom Geld besessen ist, untersucht Günther die Bedeutung von Rasse, Ideologie und Selbstzweifeln in einem Wahlkampf, der die USA, das Verhältnis zu den Europäern und der Welt völlig neu gestalten könnte."(Marc Fisher, Washington Post)<br/><br/>"Günther verspricht"hastig aufgeschriebene Notizen eines Reporters""und zieht den Leser tatsächlich mit einer langen Reportage schnell in das Buch hinein. ... Wer sich selbst einen Eindruck bilden möchte, ist bei Günther gut aufgehoben ..."(Georg Watzlawek, Handelsblatt, 14.12.2007<br/><br/>"... Markus Günther gibt Reportage-Elementen großen Raum, vermittelt anschaulich das schon fast religiöse Erlebnis, zu dem Obamas Wahlkampfauftritte regelmäßig geraten. Es handele sich weniger um eine Biographie, schickt er dem Buch vorweg, als um einen neugierigen Blick"auf den Mann, der die USA vielleicht früher oder später führen wird"", das Land im Inneren aber schon jetzt so aufgewühlt habe wie"kein anderer Politiker seit John F. Kennedy"". Dennoch wahrt Günther Distanz, hinterfragt die Selbstdarstellung des Kandidaten und seine Motive. Immer wieder verweist er auf die opportunistischen, ehrgeizigen und machtbewussten Züge Obaxrias, den er trotz mitreißender Auftritte nicht mal für einen besonders guten Redner hält. ..."(Paul-Anton Krüger, Süddeutsche Zeitung, 31.12.2007/ 01.01.2008)"Der Autor beschreibt Obama aus kritischer Distanz, aber nicht ohne Sympathie. Er skizziert präzise und überzeugend, was diesen vor wenigen Jahren noch unbekannten Politiker einzigartig macht."(Adreas Geldner, Stuttgarter Zeitung, 28.12.2007)"... Jedoch is es so spannend, dass man es ohnehin in einem Rutsch durchliest und dabei noch viel über die USA generell erfährt."(Barbara Riedl, ekz, 2/08)
(Klaus Kramer, Kieler Nachrichten, 03.12.2007)Entstanden ist ein eindrucksvolles Porträt, das nicht nur das wechselvolle Leben Obamas, Sohn eines gebürtigen Kenianers vom Stamme der Luo und einer Amerikanerin aus Wichita, Kansas, beschreibt. Günther schildert Obamas Auftritte auf Wahlkampfveranstaltungen - "ein Volkstribun am Vorabend des Aufstandes, ein General vor der Schlacht", der sich aufgemacht hat, Amerika zu retten, und er analysiert die innere Verfassung der Vereinigten Staten vor der Wahl. Die Leserinnen und Leser dieser Zeitung kennen Günthers lebendigen Stil, die Leichtigkeit und den Witz, mit denen er uns Amerika und seine Menschen verständlicher macht. Sie werden auch dieses Mal nicht enttäuscht.(Uwe Wilke, Augsburger Allgemeine, 01.12.2007) Markus Günther hat die Entwicklung vom Aufstieg Obamas zur wohl schillerndsten Figur des jetzt voll anlaufenden Wahlkampfes um die Nachfolge von George W. Bush verfolgt, seine Auftritte beobachtet und ihn mehrfach gesprochen. In seinem Buch zeichnet er ein detailliertes Bild dieses Mannes, der eine wahre "Obamania" ausgelöst hat und der einer Hillary Clinton und einem John Edwards - womöglich mit Erfolg - die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten streitig macht. [...] Das Buch unserers Korrespondenten schildert vor dem Hintergrund der Karriere des früheren Jura-Professors amerikanische Denk- und Verhaltensmuster und spiegelt zugleich oft verblüffende Innen- wie Außenansichten dieses Landes. [...] In seinem Buch bietet unser Mann in Washington den Lesern mit bewunderswert leichter Feder eine Fülle an Informationen - beileibe nicht nur über Obama. Er erklärt, was Europäern, zumal uns Deutschen, an der amerikanischen Politik so fremd und unverständlich erscheint. Und dabei ist das Buch vom Vorwort bis zum Ende vor allem eins: spannend. (Carmen Weiss, Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung, 13.12.2007) Für sein neues Buch hat sich Markus Günther an die Fersen von Barack Obama geheftet. Intensiv und kritisch beobachtet er den Vorwahlkampf des potenziellen US-Präsidenten. (Georg Watzlawek, Handelsblatt, 14.12.2007) Günther verspricht "hastig aufgeschriebene Notizen eines Reporters" und zieht den Leser tatsächlich mit einer langen Reportage schnell in das Buch hinein. ... Wer sich selbst einen Eindruck bilden möchte, ist bei Günther gut aufgehoben ... (Hannoversche Allgemeine Zeitung, 18.12.2007) Günther ist ein Beobachter, der das Detail erkennt. Und weiß, wie dieses Detail, an der richtigen Stelle platziert, einer Geschichte den richtigen Dreh geben kann. ... Spannend und informiert geht die Biografie weit über die Person Obama hinaus. Am Phänomen Obama macht Günther die Frage fest, ob das Amerika der mächtigen weißen Männer reif ist für einen schwarzen Präsidenten - und ob Obama reif ist für das Präsidentenamt. Eine unterhaltsame, kenntnisreiche Innenansicht für diejenigen, die Amerika zumeist von außen sehen. (Paul-Anton Krüger, Süddeutsche Zeitung, 31.12.2007/ 01.01.2008) ... Markus Günther gibt Reportage-Elementen großen Raum, vermittelt anschaulich das schon fast religiöse Erlebnis, zu dem Obamas Wahlkampfauftritte regelmäßig geraten. Es handele sich weniger um eine Biographie, schickt er dem Buch vorweg, als um einen neugierigen Blick "auf den Mann, der die USA vielleicht früher oder später führen wird", das Land im Inneren aber schon jetzt so aufgewühlt habe wie "kein anderer Politiker seit John F. Kennedy". Dennoch wahrt Günther Distanz, hinterfragt die Selbstdarstellung des Kandidaten und seine Motive. Immer wieder verweist er auf die opportunistischen, ehrgeizigen und machtbewussten Züge Obaxrias, den er trotz mitreißender Auftritte nicht mal für einen besonders guten Redner hält. ... (OÖNachrichten, 22.12.2007) Das gut geschriebene Buch spiegelt viel von der politischen Diskussion in den USA und deren Stil wieder. Es ist keine politische Biografie, sondern eher das, was man einst einen Essay, einen "Versuch" aus dem Blickwinkel des interessierten Beobachters Obama als Zentrum seiner Wahlkampf-Kampagne darzustellen. Es ist ein durchwegs gelungener Versuch, der auch manche Schattenseiten des Politikers darstellt, insgesamt aber eher ein freundliches Bild zeichnet. (Laszlo Trankovits, dpa, 08.01.2008) Die verlegerischen Schnellschüsse beeindrucken mit lebendigen Schilderungen des Wahlkampfs, Reflexionen über Gesellschaft und politische Kultur der USA und intensiver Beschäftigung mit der spannenden und wechselhaften Biografie Obamas. Günther spricht fast übertrieben selbstkritisch von "hastig aufgeschriebenen Notizen eines Reporters" - dabei vermittelt die kurzweilige Lektüre weit mehr als nur einen oberflächlichen Eindruck über die Untiefen der US-Politik, den Kampf um das Weiße Haus oder die schillernde Figur Obamas. (Adreas Geldner, Stuttgarter Zeitung, 28.12.2007) Der Autor beschreibt Obama aus kritischer Distanz, aber nicht ohne Sympathie. Er skizziert präzise und überzeugend, was diesen vor wenigen Jahren noch unbekannten Politiker einzigartig macht. (Thomas Leuchtenmüller, Neue Zürcher Zeitung, 21.01.2008) ... Der Vorzug von Markus Günthers teilweise reportagehaftem Text ist die spannende Dramaturgie ... (Barbara Riedl, ekz, 2/08) ... Jedoch is es so spannend, dass man es ohnehin in einem Rutsch durchliest und dabei noch viel über die USA generell erfährt. (Dieter Schütz, Sächsische Zeitung, 19./20.01.2008) ... Günther gelingt es in eseinem Buch jedenfalls, sich dem Phänomen Barack Obama auf anschauliche Weise zu nähern.
Markus Günther, geboren 1965 in Bottrop, berichtet als Korrespondent für zahlreiche deutsche Tageszeitungen aus den USA. Für seine Reportagen wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er lebt in Washington, D.C.
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