Ästhetik des Performativen - Fischer-Lichte, Erika

Erika Fischer-Lichte 

Ästhetik des Performativen

Broschiertes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
16 ebmiles sammeln
EUR 16,00
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Ästhetik des Performativen

Spätestens seit den 60er Jahren lassen sich zeitgenössische Kunstwerke nicht mehr in den Begriffen herkömmlicher Ästhetiken erfassen. Anstatt ›Werke‹ zu schaffen, bringen die Künstler zunehmend Ereignisse hervor, die in ihrem Vollzug die alten ästhetischen Relationen von Subjekt und Objekt, von Material und Zeichenstatus außer Kraft setzen. Um diese Entwicklung verstehen zu können, entwickelt Erika Fischer-Lichte in ihrer grundlegenden Studie eine Ästhetik des Performativen, die den Begriff der Aufführung in den Mittelpunkt stellt. Dieser umfaßt die Eigenschaften der leiblichen Kopräsenz von Akteuren und Zuschauern, der performativen Hervorbringung von Materialität sowie der Emergenz von Bedeutung und mündet in eine Bestimmung der Aufführung als Ereignis. Die Aufhebung der Trennung von Kunst und Leben, welche die neueren Ausdrucksformen anstreben, wird hier ästhetisch auf den Begriff gebracht.


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2011
  • Nachdr.
  • Ausstattung/Bilder: Nachdr. 2011. 376 S.
  • Seitenzahl: 378
  • Edition Suhrkamp Nr.2373
  • Best.Nr. des Verlages: 12373
  • Deutsch
  • Abmessung: 180mm x 113mm x 23mm
  • Gewicht: 230g
  • ISBN-13: 9783518123737
  • ISBN-10: 3518123734
  • Best.Nr.: 12514792
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 22.01.2005

Sanfte Wende
Erika Fischer-Lichte findet eine Ästhetik für unsere Gegenwart

Ästhetik des Performativen", der Titel des neuesten Buchs der Berliner Theaterwissenschaftlerin Erika Fischer-Lichte, ist so abstrakt, wie man es von einer akademischen Veröffentlichung - in Deutschland wenigstens - erwartet. Doch die Autorin beginnt mit der im konkreten Sinn des Wortes atemberaubend genauen Beschreibung einer "Performance" der Künstlerin Marina Abramovic, die sich am 24. Oktober 1975 ereignete. Vor dem in einer Innsbrucker Galerie versammelten Publikum entledigte sich Abramovic ihrer Kleidung, aß dann langsam ein ganzes Kilo Honig und leerte eine Flasche Rotwein. Sie zerbrach das Rotweinglas in ihrer nackten Hand, ritzte mit einer Rasierklinge ein sternförmiges Monogramm in ihren Bauch und peitschte ihren Rücken, um sich mit ausgebreiteten Armen unter Heizstrahlern auf ein Kreuz aus Eisblöcken zu legen. Nach einer halben Stunde hielten es einige Zuschauer nicht mehr aus, dies alles mit anzusehen, und beendeten die Performance, indem sie Marina Abramovic vom Ort ihrer selbstinszenierten Leiden trugen.

Fischer-Lichte protokolliert in solcher …


Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rezensent Hans-Ulrich Gumbrecht ist ausgesprochen angetan von dieser Ästhetik der Performance-Kunst, die für ihr auch eine "Philosophie einer neuen ästhetischen Sensibilität" der Gegenwart geworden ist. Trotz seines etwas sperrigen Titels könne das Buch auch von ganz unwissenschaftlichen Lesern mit Freude studiert werden. Zu den Qualitäten der Publikation zählt er die atemberaubend detailintensiven Beschreibungen von Performances und Aufführungen ebenso, wie deren begriffliche Erschließung. Wo immer es möglich sei, gebe die Berliner Professorin der Theaterwissenschaft Wörtern aus der gehobenen Alltagssprache den Vorzug. Die Beschreibungen dieses Buches akkumulieren für den Rezensenten schließlich zu einem Panorama jener Performance-Kunst, deren Ästhetik Erika Fischer-Lichte schreiben wolle, innerhalb der besten Passagen sogar zur Parallelgeschichte des Theaters und der Theaterwissenschaft.

© Perlentaucher Medien GmbH
Erika Fischer Lichte, geb. 1943; Studium der Theaterwissenschaft, Slavistik, Germanistik, Philosophie, Psychologie und Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin und der Universität Hamburg; 1972 Promotion; 1973-1996 Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Komparatistik und Theaterwissenschaft an den Universitäten Frankfurt am Main, Bayreuth und Mainz; seit 1996 Professorin für Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Zahlreiche Buchveröffentlichungen zur europäische Theatergeschichte sowie zu Ästhetik und Theorie des Theaters.

2 Marktplatz-Angebote für "Ästhetik des Performativen" ab EUR 33,06

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
gebraucht; gut 33,06 1,40 offene Rechnung, PayPal, Selbstabholung und Barzahlung Guthschrift Versandantiquariat 99,8% ansehen
wie neu 37,95 0,00 PayPal Quickwork Consultants 100,0% ansehen