Chronicles - Dylan, Bob

Bob Dylan 

Chronicles

Übersetzer: Passig, Kathrin; Henschel, Gerhard
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Chronicles

Der erste Band der Autobiografie der poetischen und politischen Ikone, des berühmten musikalischen Chamäleons - Bob Dylan!
"Wenn du so ein Buch schreibst, musst du die Wahrheit sagen." Bob Dylan
In seiner Autobiographie geht es Dylan nicht darum, sein Leben chronologisch abzuklappern. Es geht ihm viel mehr um Brüche und Wendepunkte seiner Karriere: der erste Plattenvertrag 1961 zum Beispiel oder die unglaubliche Aufmerksamkeit, die er nach kurzer Zeit erhielt, und seine Unsicherheit, wie er mit der Bewunderung der Protestbewegung umgehen sollte: "Joan Baez nahm einen Protestsong über mich auf, der oft im Radio lief und in dem sie mich aufforderte, wieder mitzuspielen ich solle herauskommen und das Ruder in die Hand nehmen, die Massen anführen, ihr Fürsprecher sein und den Kreuzzug anführen. Der Song wandte sich aus dem Radio an mich wie eine öffentliche Durchsage. Die Presse ließ nicht locker Die New York Times druckte pseudowissenschaftliche Interpretationen meiner Songs. Die Zeitschrift Esquire erschien mit einem vierköpfigen Monster auf dem Titelbild, mit meinem Gesicht neben dem von Malcolm X, Kennedy und Castro. Was zum Teufel sollte das nun wieder bedeuten." Der Rückzug aus dem Musikgeschäft, neue Platten, die Krise Ende der 80er, in der er überlegt, mit der Musik ganz aufzuhören Bob Dylan schont sich nicht in diesem Buch. Aber er erzählt auch von Inspirationen, vom Entstehen einzelner Songs, von Zusammenkünften mit anderen Künstlern, Treffen mit Johnny Cash, Joni Mitchell und Kris Kristofferson, bei denen jeder Liedermacher einen Song vorträgt und von den anderen bewertet wird. Mit vielen Passagen schreibt er vor allem eins: amerikanische Musikgeschichte. Die Leser in den USA hat er jedenfalls begeistert: "Man wusste, dass Dylan schreibt. Aber man wusste nicht, dass er so gut schreibt. Dass er seine Vergangenheit mit soviel Herzenswärme, Mitgefühl und Klarheit besucht", schrieb die Washington Post, als das Buch erschien. Unrecht hat sie damit nicht.


Produktinformation

  • Vol.1
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 308 S.
  • Seitenzahl: 308
  • KiWi Taschenbücher Nr.1071
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 107mm x 18mm
  • Gewicht: 245g
  • ISBN-13: 9783462040524
  • ISBN-10: 3462040529
  • Best.Nr.: 23844504
"Wenn du so ein Buch schreibst, musst du die Wahrheit sagen." (Bob Dylan)

"Bob Dylan schenkt uns sein Leben. Der Schurke hat eine riesige Autobiographie in die Maschine gehauen und alles, alles reingetippt. Der Buchherbst hat seine Sensation." (Süddeutsche Zeitung)

"Poetisch und voller Charme und Humor." (Der Spiegel)

"Dylan schreibt sich ein in die Tradition, ruft es noch einmal auf: das alte staubige, mythenselige Amerika, das der einsamen Straßenkreuzungen, an denen Menschen mit einem Gitarrenkoffer stehen, der zugigen Reisen in Güterwagons, der alttestamentarischen Moral, der Männer und der Helden; das fast vergessene Land, in dem Wortenoch Bedeutung hatten." (Neue Zürcher Zeitung)

"Alles erstklassig erzählt. Dylan, mehrfach für den Nobelpreis vorgeschlagen, schreibt brillante Prosa." (Dresdner Neueste Nachrichten)

"Dieses Buch schweißt ihn und uns zusammen wie noch nie." (Die Welt)

"Ein neuer Beweis für sein unglaubliches Talent. Bob Dylan ist nicht nur ein genialer Songwriter, sondern auch ein veritabler, inspirierender Autor." (Lire)

"Verblüffend. Das Buch enthüllt das Erwachen der Kreativität des Autors mit einer unglaublichen Dringlichkeit." (New York Times)

"Man wusste, dass Dylan schreibt. Aber man wusste nicht, dass er so gut schreibt. Dass er seine Vergangenheit mit so viel Herzenswärme, Mitgefühl und Klarsicht besucht." (Washington Post)

"Wenn Sie wissen wollen, was sich im Herzen des jungen Bob Dylan befindet, einem charmanten und seltsamen Jungen, dann öffnen Sie dieses Buch auf irgendeiner Seite: Sie werden nicht aufhören zu lesen. Seine Prosa erinnert an Raymond Chandler, Jack Kerouac und Yeats." (Newsday)

"Magisch." (The Observer)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.11.2004

Hierher kommt der Teufel, um zu seufzen
Visionär der Sünde: Bob Dylans Bildungsroman und seine Songs / Von Heinrich Detering

Die Geschichte beginnt mit einer Autofahrt durch das winterliche New York 1961, zum Restaurant des Ex-Boxers Jack Dempsey, der dem Ich-Erzähler wenig Talent für eine Boxkarriere bescheinigt. Dieser namenlose Junge aus einem weltfernen "north country fair" vagabundiert durch die Metropole wie ein urbaner Huckleberry Finn, halb Unschuldslamm, halb Picaro, ohne festen Wohnsitz und mit stabilem Selbstvertrauen. Er spielt Mundharmonika in obskuren Clubs in Greenwich Village und singt die Songs der amerikanischen Traditionen, Folksongs, Country-Balladen, Bluesnummern, die irgendwie schon immer seine Atemluft waren. Er gewinnt lokalen Ruhm als wanderndes Song-Lexikon, als lebendes Archiv einer romantischen Popularkultur. Gelegentlich ertönen aus dieses Knaben Wunderhorn auch eigene Songs, frei improvisiert aus den Traditionsbeständen, Diebstahl aus Liebe, "love and theft". Und irgendwann findet sich der Hobo dann auch in kleinen Aufnahmestudios wieder.

Die uneitle Selbstdistanz, die die amerikanischen Rezensenten an Bob …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Eine Autobiografie, die über den Niederungen des biografischen Berichts steht - das, so Lothar Müller, überlässt Bob Dylan seinen Material anhäufenden und schreibenden Bewunderern aus Journalismus und Philosophie. Er selbst dagegen will, so formuliert es Müller, "sein eigener Ghostwriter sein", die Stimme, die Bob Dylans Geschichte in einem Bob-Dylan-Song besingt, in einem Ton "irgendwo zwischen dem Alten Testament und einer Bootleg-Series". Für Daten, Orte, Namen und Platten lege man sich eine Biografie mit Diskografie in Griffweite. Und dann bitte volle Konzentration auf den Geist der Geschichte! Müller hat zwei Bewegungen identifiziert: den Aufbruch und die Ankunft, verbunden mit einen Blick zurück. Hier vermutet der Rezensent den Schlüssel zu Dylans Selbstwahrnehmung und damit zu seiner Laufbahn: Die Überzeugung, "dass er seine entscheidenden Inspirationen als Songwriter, der das Songwriting revolutioniert, dem Blick zurück verdankt" - auf die amerikanische Geschichte, auf die Pionierzeit der Massenunterhaltung, auf die Erfindung des Buchdrucks. Kurzum: Dylans neuestes Konzeptalbum.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.10.2004

Geständnisse einer Maske
Bob Dylan schenkt uns sein Leben. Der Schurke hat eine riesige Autobiografie in die Maschine gehauen, alles, alles reingetippt. Und nur in Großbuchstaben. Der Buchherbst hat seine Sensation.
von Willi Winkler
Gesund soll er ausschauen, viel besser als all die Jahre. Er lacht sogar, wenn es sein muss. Und Kaffee trinkt er, aus einem Styroporbecher. Und: er redet.
Bob Dylan redet? Weil er ein Buch geschrieben hat. Sein Buch. 63 Jahre alt ist er jetzt und durch viele Formen geschritten, war Jude, Christ, wieder Jude, wieder Christ und immer Fundamentalist, nämlich Bob Dylan, Autor und Sänger von „Just Like Tom Thumb’s Blues” und „Tangled Up in Blue”, hat Fans und Verächter zu gleichen Teilen verstört über die Jahrzehnte und bekommt, nein, es ist keineswegs ausgeschlossen, in der übernächsten Woche womöglich endlich den Nobelpreis für Literatur. Darauf wird er gut verzichten können, obwohl man sich gern vorstellt, wie die Bunte dann deutsche, also leer ausgegangene Autoren nach der Entscheidung fragt und den Martin Walser an seine Bemerkung erinnert, was man denn an diesem „herumzigeunernden Israeliten” (M.W. …

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Bob Dylan (Robert Allen Zimmermann), geb. 1941 in Duluth/Minnesota. Idol in den 60ern, Star in den 70ern und seither Legende. Dylan hat in den letzten 40 Jahren die Geschichte der populären Musik geprägt wie kein anderer und gilt darüber hinaus als einer der großen und einflussreichsten Lyriker unserer Zeit.

Blick ins Buch "Chronicles"


Leseprobe zu "Chronicles" von Bob Dylan

"Joan Baez nahm einen Protestsong über mich auf, der oft im Radio lief und in dem sie mich aufforderte, wieder mitzuspielen - ich solle herauskommen und das Ruder in die Hand nehmen, die Massen anführen - ihr Fürsprecher sein und den Kreuzzug anführen. Der Song wandte sich aus dem Radio an mich wie eine öffentliche Durchsage. Die Presse ließ nicht locker ... Die 'New York Times' druckte pseudowissenschaftliche Interpretationen meiner Songs. Die Zeitschrift 'Esquire' erschien mit einem vierköpfigen Monster auf dem Titelbild, mit meinem Gesicht neben dem von Malcolm X, Kennedy und Castro. Was zum Henker sollte das nun wieder bedeuten?"

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