Der subjektive Blick in den Fotografien der "Boston School"
"Boston School": Das steht für eine Gruppe ehemals
Bostoner Fotografiestudenten. Seit Ende der 1970er Jahre halten sie
ihr Leben und ihr soziales Umfeld in
'quasi-dokumentarischen' Bildern fest. Der Terminus der
"Boston School" setzt David Armstrong, Philip-Lorca
diCorcia, Nan Goldin, Mark Morrisroe, Jack Pierson und Shellburne
Thurber an den Beginn einer bestimmten Bildsprache zeitgenössischer
Fotografie der 1990er Jahre. Ihre Fotografien scheinen mit ihrer
Schnappschussästhetik keinen Wert auf den sorgfältig komponierten
und ausgeführten Farbabzug zu legen. Sie erheben Personen zum
Bildgegenstand, die eher Außenseiterrollen in der
"normalen" Gesellschaft und ihrer visuellen Kultur
belegen. Vor dem Hintergrund medientheoretischer,
fotografiehistorischer und psychoanalytischer Diskurse zeigt Peter
Kruska, dass die Fotografien der "Boston School"
eindeutig über einen dokumentarischen und emotionalen Charakter
hinausgehen. Vielmehr beinhalten sie medienreflexive Aspekte und
thematisieren den Einfluss unserer visuellen Kultur auf die
Konstitution des Subjekts, beziehungsweise hinterfragen die
objektive Ausformulierung einer visuellen Realität.
Ausstattung/Bilder: 2008. 244 S. m. z. Tl. farb. Fotos auf Taf.
Seitenzahl: 244
Best.Nr. des Verlages: 9541
Deutsch
Abmessung: 21 cm
Gewicht: 365g
ISBN-13: 9783828895416
ISBN-10: 3828895417
Best.Nr.: 26099776
Peter Kruska, geboren 1970, studierte Kunstgeschichte, Englische Philologie und Psychologie in Kiel. Er promovierte als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Graduiertenkollegs "Psychische Energien Bildender Kunst" an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main mit Forschungsaufenthalten in New York und Boston; seit 2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Stadtgalerie Kiel; 2006 Promotion in Leipzig; Veröffentlichungen und kuratierte Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst und Fotografie.
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