Fluchthelfer - Keussler, Klaus-M. von; Schulenburg, Peter

Klaus-M. von Keussler Peter Schulenburg 

Fluchthelfer

Die Gruppe um Wolfgang Fuchs

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Fluchthelfer

57 Menschen flüchteten im Jahr 1964 durch einen Tunnel in der Bernauer Straße in den Westen. »Tokio!« das war die Parole für die Freiheit. Unter dem Namen »Tunnel 57« ist das spektakulärste Vorhaben der Fluchthelfergruppe um den Jenenser Wolfgang Fuchs in die Geschichte eingegangen. Klaus-M. von Keussler und Peter Schulenburg sind damals 23 Jahre alt und beide Mitglieder der Gruppe. Nach der Vorlesung an der Freien Universität fahren sie zum Tunnelgraben. Woher das Geld nehmen für Werkzeug, Schippen, Kabel, Birnen, Essen? Wie gelangen die Abstützbalken in den Keller? Schießen die Grenzposten, wenn etwas schief geht? Brauchen wir Waffen? Wie erkennt man Spitzel? Klaus und Peter sind keine Profis. Sie wollen Menschen helfen, die von Deutschland nach Deutschland wollten. Ein Buch, dass die leidenschaftlichen Empfindungen junger Männer nach dem Bau der Mauer eindrucksvoll skizziert, die dramatischen Tunnel-Fluchtaktionen und die Stimmung auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges.


Produktinformation

  • Abmessung: 206mm x 128mm x 32mm
  • Gewicht: 510g
  • ISBN-13: 9783863680015
  • ISBN-10: 3863680014
  • Best.Nr.: 33205771
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.12.2011

Hohes persönliches Risiko
Wie nach dem Mauerbau westdeutsche und West-Berliner Fluchthelfer das brutale DDR-Grenzregime bekämpften

Mit dem Einmauern ihrer Bürger begann am 13. August 1961 der Anfang vom Ende der DDR. Der 50. Jahrestag des Mauerbaus ist mit einer Fülle von Veranstaltungen und einer Flut von Publikationen gewürdigt worden. Aber während Vorgeschichte, Ausbau und Auswirkungen des brutalen Grenzregimes gut erforscht sind und stets in den Medien präsent waren, blieb ein anderes Kapitel dieser traurigen Geschichte bis in die neunziger Jahre nahezu tabuisiert: die Bemühungen, Bürgern der DDR durch das immer enger werdende Abschottungsnetz zur Flucht in die Freiheit zu verhelfen.

Marion Detjen hat 2005 zum Thema "Fluchthilfe" eine überzeugende wissenschaftliche Publikation für den Zeitraum bis 1989 vorgelegt: "Ein Loch in der Mauer". Ihre Befunde wurden jüngst für die sechziger Jahre durch zwei Veröffentlichungen aus der Feder aktiver Fluchthelfer ergänzt. Klaus von Keussler und Peter Schulenburg beschreiben die Aktivitäten der vornehmlich auf den Fluchttunnelbau setzenden Gruppe um Wolfgang Fuchs. Burkhart Veigel befasst …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Sehr wichtig findet der Militärgeschichtler Hans Ehlert diese Publikation, denn er sieht in der Fluchthilfe ein noch immer tabuisiertes Thema. Die Autoren Klaus von Keussler und Peter Schulenburg waren als West-Berliner Jurastudenten selbst Fluchthelfer; in ihrem Buch berichten sie von ihren Aktivitäten in der Gruppe Fuchs, deren Höhepunkt die Flucht von 57 Menschen durch einen Tunnel unter der Bernauer Straße im Jahr 1964 bildete. Ein "facettenreiches" Bild hat der Rezensent mit diesem Buch gewonnen, er lobt den authentischen Einblick, den ihm die Autoren gewähren, und zeigt sich nur ein wenig ermüdet von den etwas überbordenden Details.

© Perlentaucher Medien GmbH
Ass. iur. Klaus-M. v. Keussler, Jahrgang 1939, war viele Jahre in der Internationalen Zusammenarbeit, unter anderem bei den Vereinten Nationen, tätig. Dr. Peter Schulenburg, Jahrgang 1939, arbeitete viele Jahre in der Rechtsabteilung eines Industrieunternehmens und ist heute als Anwalt in Berlin tätig.

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