Spittelmarkt - Schneider, Bernward

Bernward Schneider 

Spittelmarkt

Kriminalroman

Broschiertes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
12 ebmiles sammeln
EUR 11,90
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Spittelmarkt

Ein rasanter, atmosphärisch dichter und ungemein spannend erzählter Roman, vor dem Hintergrund der Ereignisse, die zu Hitlers Machtergreifung führten. Krimiunterhaltung auf höchstem Niveau!

Berlin im Herbst 1932. Der Anwalt Eugen Goltz reist im Auftrag des Bankiers Philipp Arnheim nach New York, um die Scheidung von dessen amerikanischer Ehefrau Florence zu regeln. Dort erfährt er von einem mysteriösen "Pharao", dem Oberhaupt einer okkulten Geheimgesellschaft in Berlin, die mit der nationalsozialistischen Bewegung in Verbindung zu stehen scheint. Kurz darauf kommt Florence Arnheim auf rätselhafte Weise ums Leben.
Goltz kehrt nach Berlin zurück. Angewidert und fasziniert zugleich nähert er sich dem Geheimbund und macht eine furchtbare Entdeckung ...


Produktinformation

  • Verlag: Gmeiner
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 372 S. 200 mm
  • Seitenzahl: 372
  • Gmeiner Original
  • Best.Nr. des Verlages: 1099
  • Deutsch
  • Abmessung: 200mm x 120mm x 28mm
  • Gewicht: 400g
  • ISBN-13: 9783839210994
  • ISBN-10: 3839210992
  • Best.Nr.: 29738018
Bernward Schneider, Jahrgang 1956, studierte Jura und arbeitet seit fast 25 Jahren als Rechtsanwalt in Hildesheim. Zusätzlich war er mehrere Jahre Lehrbeauftragter für Familien- und Medienrecht an der Fachhochschule Wolfenbüttel. Als Inhaber des Benu Verlags veröffentlicht er Neuausgaben klassischer Kriminal- und Abenteuerromane.

Leseprobe zu "Spittelmarkt"

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in Spittelmarkt zu blättern!



Leseprobe zu "Spittelmarkt" von Bernward Schneider

22 (S. 299-300)

Mein ganzes Tun war zunächst von der Notwendigkeit bestimmt, alle beruflichen Aufgaben, die ich übernommen hatte, bis zu meiner geplanten Abreise so gut wie möglich zu erledigen. Ich hatte das Bedürfnis, mein Büro an jenem Tag in der Gewissheit zu verlassen, die Dinge so geordnet zu haben, dass Haller oder ein Nachfolger keine Schwierigkeit hätten, in der Bearbeitung der unerledigten Fälle fortzufahren. Mit noch größerem Einsatz als gewöhnlich widmete ich mich der Bewältigung meiner Arbeit.

Das verschaffte mir zugleich die Möglichkeit, nicht allzu oft an mein Vorhaben denken zu müssen; denn ich fürchtete von Tag zu Tag aufs Neue, ich könnte meinen Entschluss womöglich wieder umstoßen, wenn ich zu viel Zeit hatte, über meine Zukunft zu grübeln. Nebenher erledigte ich in aller Heimlichkeit die notwendigen Reise- und Bankformalitäten und verschaffte mir so viel Geld wie möglich, ohne dass es an der falschen Stelle Argwohn erregte. Was meine privaten Belange betraf, war ich schnell zu der Überzeugung gelangt, dass der radikale Bruch mit meinem bisherigen Leben die Erledigung meiner ungelösten Probleme und Schwierigkeiten war. Nachdem ich den Entschluss gefasst hatte, Deutschland bei Nacht und Nebel den Rücken zu kehren, sehnte ich mich nicht mehr nach persönlichen Begegnungen, auch nicht danach, meine Schwester vor meiner Abreise noch einmal zu sehen.

Am Freitag vor der geplanten Abfahrt traf ich mich um die Mittagszeit mit Judith in einem Café, um die letzten Formalitäten zu besprechen. Bei dieser Gelegenheit gab sie mir auch die Anschrift ihrer französischen Freunde in Paris bekannt. »Fast hätte ich es vergessen!«, rief sie dann, griff nach ihrer Handtasche und nahm einen Umschlag heraus. »Der versprochene Abzug von Wolfraths Foto! Möchtest du das noch haben?« Auch ich hatte gar nicht mehr an das merkwürdige Foto gedacht. »Doch, ja, auf jeden Fall«, sagte ich, während ich mich an meine damalige Reaktion beim Betrachten des Bildes erinnerte.

Vorsichtig zog ich das Foto aus dem Umschlag, starrte darauf und verspürte erneut ein Erschrecken beim Anblick der unheimlichen Szene und des seltsamen Ausdrucks auf dem Gesicht des jetzigen Kanzlers. Das eigentümliche Gefühl eines Wiedererkennens stellte sich erneut ein, eine Art Déjà-vu, fast so, als hätte ich selbst der unheimlichen Szene beigewohnt, sie aber gleich darauf wieder vergessen. »Pass auf, dass du es gut versteckst«, warnte Judith, als ich das Foto in den Umschlag zurücklegte und diesen in die Innentasche meines Mantels stopfte.

»Man weiß nicht, wie ein Kontrolleur an der Grenze reagiert, wenn er durch einen dummen Zufall auf ein solches Foto stößt.« »Ja, mal sehen, ob ich es überhaupt mitnehme. Vorerst behalte ich ja meine Wohnung. Bislang habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sich die Dinge in absehbarer Zeit wieder zum Besseren entwickeln.« Judith erwiderte nichts. Und nachdem wir vereinbart hatten, uns am Montagabend um elf Uhr auf dem Bahnsteig wiederzusehen, gingen wir auseinander.

Kundenbewertungen zu "Spittelmarkt" von "Bernward Schneider"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** gut)
***** ausgezeichnet
***** sehr gut
 
(1)
***** gut
***** weniger gut
 
(1)
***** schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Spittelmarkt" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von unbekanntem Benutzer am 13.11.2010 ***** weniger gut
Ich war enttäuscht, an die Qualität von Volker Kutschers Romanen reicht das Buch nicht heran. Es ist letztlich alles eine Umdrehung zu viel, die Figuren bleiben zu grob in einem schlichten Schwarz-Weiß-Schema gefangen, und beim Finale hat man das Gefühl, es mußte alles irgendwie noch mit untergebracht werden. Der Begriff Kriminalroman ist nur im weitesten Sinne zu verstehen, was den Protagonisten eigentlich treibt, bleibt die meiste Zeit unklar, leider auf eine Art und Weise, die mich nicht zum Rätseln animiert hat.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Manu aus Ettenheim am 16.08.2010 ***** sehr gut
Der Klappentext dieses Buches hat mich sehr neugierig darauf gemacht. „Spittelmarkt“ ist meiner Meinung nach ein gelungenes Debüt des Autors beim Gmeiner-Verlag.
Das Cover zeigt eine sehr belebte Straße mit vielen Menschen, die unterwegs sind, und stellt vermutlich eine Straße in Berlin dar. Das Ganze ist in Schwarz-Weiß gehalten und gefällt mir sehr gut.

Die Geschichte spielt im Jahre 1932, als Hitler zum Reichspräsidenten gewählt wurde. Die Hauptfigur des Kriminalromans ist Eugen Goltz. Sein Beruf ist Rechtsanwalt und er erzählt in der Ichform über den Auftrag, den er bekommt. Er soll nach New York reisen, um eine Scheidung zu vollziehen. Während seines Aufenthalts in New York geschieht ein geheimnisvoller Mord und Eugen will nun herausfinden, ob dieser Mord etwas mit der Sekte zu tun hat, in der sein Auftraggeber mitwirkt. Diese Sekte möchte einen neuen arischen Menschen durch Inzucht erschaffen, der besser ist als nichtarische.
Eugen gerät immer tiefer in die Zwickmühle. Ob er herausfindet, was der Mord auf sich hat und warum die Sekte ihn umwirbt? Ob er wohl wieder herauskommen wird aus der ganzen Sache?

Die Charaktere waren detailliert beschrieben. Ich konnte mich in jeden Einzelnen sehr gut hineinversetzen.
Der Schreibstil war rasant und spannend. Es fiel mir sehr schwer, das Buch für kurze Lesepausen zur Seite zu legen. Ebenfalls hatte die Geschichte sehr erotische Szenen, was für Abwechslung im Geschehen sorgte und sie noch spannender machte. Das ganze Buch ließ sich sehr flüssig lesen.
Den Schluss hatte ich mir dann doch etwas anders vorgestellt, als er dann wirklich war. Für mich war er sehr erschreckend und unerwartet.

Fazit:
Ein sehr spannender Kriminalroman, den ich gerne weiterempfehle.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Spittelmarkt" von Bernward Schneider ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

4 Marktplatz-Angebote für "Spittelmarkt" ab EUR 3,50

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
ACHTUNG! BITTE LESEN! UNBENUTZT, aber mi 3,50 3,00 offene Rechnung Bücher Thöne 99,6% ansehen
wie neu 7,50 2,25 Banküberweisung, PayPal galimova 100,0% ansehen
wie neu 9,90 0,85 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung ilkamilka 100,0% ansehen
wie neu 10,00 1,20 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Sigrid und Detlev Lukas GbR 100,0% ansehen
Mehr von