Wir haben fast alles falsch gemacht - Schabowski, Günter; Sieren, Frank

Günter Schabowski Frank Sieren 

Wir haben fast alles falsch gemacht

Die letzten Tage der DDR. Günter Schabowski im Gespräch mit Frank Sieren

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Wir haben fast alles falsch gemacht

Mauerfall und Grenzöffnung - der Mann, der am 9. November 1989 dieses historische Ereignis mit einer beiläufigen Bemerkung auslöste, rollt die Geschehnisse der letzten Tage der DDR noch einmal auf. Günter Schabowski gehörte damals zum innersten Zirkel der Macht. Deutlicher und früher als alle anderen SED-Funktionäre hat er jedoch öffentlich mit seiner Vergangenheit gebrochen und sich zu Mitverantwortung und moralischer Schuld bekannt.
Schonungslos offen berichtet er im Gespräch mit Frank Sieren, wie engstirnig, bürokratisch und unprofessionell die DDR-Führungsriege dachte und handelte, und welch abgrundtiefe Distanz zwischen Regierenden und Bürgern bestand. Die unsentimentale Bilanz eines Mannes, der klar formuliert, warum der Traum vom Sozialismus scheiterte, und gleichzeitig mit dem scharfen Blick des Außenseiters die Schwächen der westdeutschen Demokratie offenlegt.
Wenn Sie Frank Sieren als Redner buchen möchten, kontaktieren Sie bitte die Econ Referenten-Agentur. Für alle weiteren Anfragen wenden Sie sich bitte an unser Veranstaltungsteam oder die Presseabteilung.


Produktinformation

  • Verlag: Econ
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 280 S., 8 Fototaf.
  • Seitenzahl: 288
  • Deutsch
  • Abmessung: 219mm x 149mm x 35mm
  • Gewicht: 562g
  • ISBN-13: 9783430300216
  • ISBN-10: 3430300215
  • Best.Nr.: 25558151
"Der westdeutsche Psychoanalytiker Tilman Moser bescheinigt Schabowski Aufrichtigkeit - Staunen über die Verbohrtheit des Systems und seiner Träger." Der Spiegel

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.11.2009

Der gute Mensch vom Politbüro
Günter Schabowski gab am 9. November 1989 den "Knüller" der Grenzöffnung bekannt

Mit dem Auftritt im Internationalen Pressezentrum im Ostteil Berlins brachte es Günter Schabowski in die Geschichtsbücher. Die Bekanntgabe einer neuen Reiseregelung machte ihn zum SED-Hauptdarsteller der Grenzöffnung. Später avancierte er zum Paradezeitzeugen über den Untergang der DDR, mit der er ebenso schonungslos abrechnete wie mit der SED-Nachfolgepartei PDS und der Linkspartei. Der 1929 in Anklam geborene Schabowski kam 1947 zur Gewerkschaftszeitung "Tribüne", später zum "Neuen Deutschland". Diesem stand er bis 1985 als Chefredakteur und Chefpfleger des Honecker-Kults vor. Seit 1981 Mitglied im Zentralkomitee (ZK) und seit 1984 Mitglied des Politbüros, stieg er 1985 zum Ersten Sekretär der Bezirksleitung der SED von Berlin auf; dem Parteibonzen trauten westliche Beobachter damals sogar die Honecker-Nachfolge zu.

Zur Grenzöffnung hat sich Schabowski oft geäußert. Zum 20. Jahrestag steht der "Mitinitiator und Wortführer der Absetzung des Staats- und Parteichefs Erich Honecker" dem Journalisten Frank Sieren Rede und …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.11.2009

Die Idee der Freiheit veränderte die Geschichte
An der Revolution vor 20 Jahren war nicht Schabowskis Zettel schuld, sondern es waren die Protestbewegungen in allen Winkeln der DDR
Es gibt kaum ein Stück Papier, über das in diesen Tagen mehr geschrieben und gerätselt wird als über jenen Zettel, den Günter Schabowski vor 20 Jahren in Händen hielt. Was er daraus am 9. November 1989 vor laufenden Kameras über die kurz zuvor vom Zentralkomitee der SED beschlossene neue Reisefreiheit vorlas, veränderte die Welt: Stunden später stürmten die Menschen durch die Berliner Grenzstation Bornholmer Straße gen Westen, Trabbis röhrten über den Kurfürstendamm, und im fernen Bonn erhoben sich die Abgeordneten und sangen die Nationalhymne.
Rasendschnell kam es nun zu Veränderungen, die man nach 40 Jahren DDR kaum mehr für möglich gehalten hatte: Politbürogrößen entpuppten sich als Pappkameraden, wo einst die zentralistische SED-Staatsmacht regierte, übernahmen „runde Tische” die Regie, und selbst die Alliierten blockierten das Streben der beiden deutschen Staaten zur Einheit nicht. So war binnen weniger Monate die Wiedervereinigung vollbracht: Von den …

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Der westdeutsche Psychoanalytiker Tilman Moser bescheinigt Schabowski >AufrichtigkeitStaunen über die Verbohrtheit des Systems und seiner Träger.<« Der Spiegel »In seinem neuen Buch enthüllt Ex-SED-Politbüromitglied Günter Schabowski erstmals, was er in der Wende-Nacht an der Mauer erlebte.« BILD Berlin, 26.02.09 »Er gibt Einblicke in das Wirken der DDR-Führungsriege und erklärt, warum der Sozialismus aus seiner Sicht scheiterte.« dpa, 08.03.09 »... eines der spannendsten Bücher aus der Fülle von Literatur über die Wendezeit« HANDELSBLATT, Regina Krieger, 14./15.03.09 »Drei Viertel des eigenen Lebens in Frage zu stellen, verlangt viel ... Wichtig und lesenswert.« Die Welt, 04.04.09 »Selbstkritisch, unsentimental und ehrlich« Rheinischer Merkur, 16.04.09 »Der eloquente Dialektiker rechnet präzise ab.« Rhein-Neckar-Zeitung, Wolfgang A. Niemann,06.06.09
Günter Schabowski, geboren 1929, war Redakteur der Gewerkschaftszeitung 'Tribüne' und ab 1978 Chefredakteur von 'Neues Deutschland'. 1981 wurde er Mitglied des ZK, 1985 Erster Sekretär der Berliner SED und Mitglied des Politbüros.

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