Deutschland einig Vaterland - Rödder, Andreas

Andreas Rödder 

Deutschland einig Vaterland

Die Geschichte der Wiedervereinigung

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Deutschland einig Vaterland

Schon den Zeitgenossen war klar: 1989/90 erlebten sie Weltgeschichte. Der Zusammenbruch des Ostblocks, der Fall der Mauer, das Ende der DDR, die Wiedervereinigung Deutschlands beendeten eine Epoche, die im Zeichen der Weltkriege und des Ost-West-Konflikts gestanden hatte. Ein neues Zeitalter begann. Dieses Buch erzählt, wie alles geschah. Andreas Rödder legt auf der Grundlage intensiver Quellenforschungen und zahlreicher Gespräche mit Zeitzeugen die erste historisch fundierte Geschichte der deutschen Wiedervereinigung vor. Seine spannend geschriebene Darstellung führt uns in die Machtzentrale des Kreml, wo Michail Gorbatschow mit seiner Reformpolitik einen Wandel einleitet, dessen Eigendynamik schon bald außer Kontrolle gerät, sie lässt uns teilhaben an den Krisensitzungen des Honecker-Regimes und den geheimen Treffen der Bürgerrechtsbewegung und führt uns durch die dramatischen Tage der großen Demonstrationen und des Mauerfalls. Kritisch wägt Rödder die Stärken und Schwächen der
Politik Helmut Kohls ab, der mit dem Zehn-Punkte-Plan die deutschlandpolitische Initiative an sich zog und den Einigungsprozess maßgeblich ausgestaltete. Andreas Rödders Buch ist eine souveräne, sorgfältig differenzierende und mit großer Sensibilität für die unterschiedlichen Perspektiven von West- und Ostdeutschen geschriebene Gesamtdarstellung der deutschen Einheit.


Produktinformation

  • Verlag: Beck
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 490 S. m. 35 Abb.
  • Seitenzahl: 490
  • Deutsch
  • Abmessung: 223mm x 153mm x 41mm
  • Gewicht: 768g
  • ISBN-13: 9783406562815
  • ISBN-10: 3406562817
  • Best.Nr.: 25531197
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 11.10.2009

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Zwanzig Jahre Mauerfall - wer soll das bitte alles lesen? Ein Eilmarsch durch das Buchgebirge

Plötzlich war die Mauer wieder da. Aufgebaut aus Büchern zu zwanzig Jahren Mauerfall, DDR-Agonie, Wiedervereinigung. Und wer sitzt dahinter, ganz alleine, während alle anderen sich sonst wo rumtreiben dürfen: ich natürlich. Warum interessiert das eigentlich sonst keinen, frag' ich mich manchmal. Und dann muss ich mich aber auch fragen: Interessiert es denn mich überhaupt? Feministische Schriften werden im Wesentlichen auch nur von Frauen gelesen und oft nicht mal von denen. Nennen wir es also Pflichtbewusstsein aus Betroffenheit, gelegentlich dann aber doch wieder übergehend in brennendes Interesse: Das alles hat schließlich mit einem zu tun, man war dabei, es hat alles verändert; und direkt darauf wieder dieser entsetzliche Überdruss: Man war ja, wie gesagt, dabei, hat alles tausendmal gelesen und noch öfter selbst erzählt, es hat einem das Leben verändert - und das spricht ja im Zweifel schon mal gegen einen. Es ist mit diesen Büchern, kurz gesagt, wie mit der Sache selbst.

Fangen wir mal mit dem Erfreulichen …

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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Anerkennend äußert sich Rezensentin Claudia Schwartz über Andreas Rödders Geschichte der Wiedervereinigung. Im Unterschied zu Ilko-Sascha Kowalczuks Buch über das Ende der DDR geht Rödders Arbeit in ihren Augen mehr auf die außenpolitischen Rahmenbedingungen ein. Dabei bescheinigt sie dem Autor einen "Blick fürs Wesentliche", etwa wenn er das diplomatische Tauziehen an zwei Fronten darstelle. Die Rezensentin rekapituliert in diesem Zusammenhang die damalige politische Großwetterlage, die Bemühungen Helmut Kohls, den europäischen Verbündeten die Furcht vor einem wiedervereinigten Deutschland zu nehmen, und die Rolle Gorbatschows. Sie hebt hervor, dass Rödders Buch seinen Beitrag dazu leistet, "zählebigen Legenden entgegenzuwirken".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 03.04.2009

Sachbücher des Monats April
Empfohlen werden nach einer monatlich erstellten Rangliste Bücher der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie angrenzender Gebiete.
1. HERFRIED MÜNKLER: Die Deutschen und ihre Mythen. Rowohlt Berlin Verlag, 384 Seiten, 24,90 Euro.
2. SEYLA BENHABIB: Kosmopolitismus und Demokratie. Eine Debatte. Übersetzt von Thomas Atzert, Campus Verlag, 192 S., 21,90 Euro.
3.-4. KLAUS L. BERGHAHN: Zukunft in der Vergangenheit. Auf Ernst Blochs Spuren, Aisthesis Verlag, 172 Seiten, 19,80 Euro.
PHILIP GOUREVITCH, ERROL MORRIS: Die Geschichte von Abu Ghraib. Übersetzt von Hans Günter Holl, Carl Hanser Verlag, 304 Seiten, 19,90 Euro.
5. NILS MINKMAR: Mit dem Kopf durch die Welt. Ganz persönliche Geschichten aus der Normalität, S. Fischer, 224 Seiten, 17,95 Euro.
6. ANDREAS RÖDDER: Deutschland einig Vaterland. Die Geschichte der Wiedervereinigung, C. H. Beck Verlag, 496 Seiten, 24,90 Euro.
7. DANIEL HELLER-ROAZEN: Echolalien. Über das Vergessen von Sprache. Übersetzt von Michael Bischoff, Suhrkamp Verlag, 286 Seiten, 26,80 Euro.
8. UMBERTO ECO: Die Kunst des Bücherliebens. Übersetzt von …

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Andreas Rödder, geb. 1967, ist Professor für Neueste Geschichte an der Universität Mainz. Er hat u.a. im Grundriß der Geschichte den Band Die Bundesrepublik Deutschland 1969-1990 vorgelegt.

5 Marktplatz-Angebote für "Deutschland einig Vaterland" ab EUR 9,99

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