Bürger der Weimarer Republik - Heuss, Theodor

Theodor Heuss 

Bürger der Weimarer Republik

Briefe 1918-1933

Hrsg. u. bearb. v. Michael Dorrmann
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Bürger der Weimarer Republik

Theodor Heuss was an extraordinarily versatile citizen and committed democrat who defended the Weimar Republic through all its crises. From 1918 onwards he worked as an editor and official in the Guild of German Writers. In addition, he was committed to education in citizenship and worked indefatigably as a writer and public speaker. It was above all as a left-wing liberal member of the German Parliament from 1924 onwards that Heuss fought for the beleaguered democracy until the end of the Weimar Republic.These 229 selected letters by Theodor Heuss - most of them published for the first time - reflect the interactions between his exciting biography and the dramatic times and events from the last year of the First World War to the investment with power of the National Socialists in January 1933. 229 letters, most of them published in this edition for the first time correspondence with the political, intellectual and artistic elite of the Weimar Republic part from their significance as an historical source, the letters display a high literary quality

Theodor Heuss verteidigte als ungewöhnlich vielseitiger Bürger und engagierter Demokrat die Weimarer Republik durch alle ihre Krisen hindurch. Seit 1918 arbeitete er als Redakteur und Verbandsfunktionär in Berlin. Zudem setzte er sich für die staatsbürgerliche Bildung ein und trat unermüdlich als Redner und Publizist auf. Vor allem als linksliberaler Abgeordneter im Reichstag stritt Heuss seit 1924 für die bald bedrängte Demokratie bis zum Ende der Weimarer Republik. In den 229 ausgewählten und weitgehend noch unpublizierten Briefen von Theodor Heuss spiegeln sich seine aufregende Biographie und die dramatischen Zeitläufte vom letzten Kriegsjahr bis zur Machtübertragung an die Nationalsozialisten im Januar 1933 wechselseitig. 229 zum größten Teil in dieser Ausgabe erstmals veröffentlichte Briefe Korrespondenz mit der politischen, intellektuellen und künstlerlischen Elite der Weimarer Republik Neben der Bedeutung als historische Quelle besitzen diese Briefe eine hohe literarische Qualität.


Produktinformation

  • Verlag: De Gruyter Saur
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 600 S.
  • Seitenzahl: 631
  • Stuttgarter Ausgabe, Briefe
  • Deutsch
  • Abmessung: 240mm x 170mm x 43mm
  • Gewicht: 1115g
  • ISBN-13: 9783598251221
  • ISBN-10: 359825122X
  • Best.Nr.: 24758777

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rudolf Morsey schätzt diesen Band mit Briefen von Theodor Heuss aus der Zeit zwischen 1818 und 1933, die im Rahmen der Stuttgarter Ausgabe erschienen ist. Er rekapituliert die wichtigsten Stationen von Heuss' Lebensweg in der Weimarer Zeit. Die Briefe wertet er als überaus "ergiebige Informationsquelle", berichten sie doch ausführlich über Heuss' publizistische Arbeit, seine Dozententätigkeit an der Deutschen Hochschule für Politik in Berlin, über seine Heirat und sein Engagement als Abgeordneter. Die an der biografischen und zeitgeschichtlichen Relevanz ausgerichtete Auswahl der Briefe hält Morsey für gelungen, die Einleitung und der Kommentar von Michael Dorrmann für informativ.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.02.2009

Hier spricht die erste Berliner Republik
Vom Anfang zum Ende zum Wiedererwachen der Demokratie: Theodor Heuss in seinen Briefen der Jahre 1918 bis 1933
Manche Dinge verschwinden unauffällig aus der Welt. Sie sterben aus, weil der Fortschritt oder die technische Entwicklung sie allmählich, hin und wieder auch ganz schnell, obsolet machen. Für einige Zeit halten etliche Menschen, eine Minderheit, noch an diesen verschwindenden Dingen fest – sei es aus Gewohnheit; sei es, weil sie sich dem Fortschritt so nicht anschließen wollen oder können; sei es aus Nostalgie oder Liebe zu dem, was einmal war. Der Brief gehört zu diesen verschwindenden Dingen.
Wenn heute einer etwas mitzuteilen hat, dann tut er das in aller Regel über einen Computer im weiteren Sinne – einen PC, ein Laptop, ein Mobiltelefon, einen Palm oder irgendeine andere Erscheinungsform der digitalen Kommunikationsmaschine. Das dort Eingespeicherte wird manchmal noch ausgedruckt und in einem Umschlag versandt. Handgeschriebene Briefe sind fast schon eine Rarität geworden. Wenn in 100 Jahren einmal jemand den Nachlass der gerade amtierenden Bundeskanzlerin erforschen will, werden darin viele sehr …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 21.08.2009

Der Allerweltshistoriker als Briefschreiber
Theodor Heuss in der Weimarer Republik und im zunächst auch von ihm unterschätzten "Dritten Reich"

Als Auftakt der "Stuttgarter Ausgabe" aus dem Briefwerk von Theodor Heuss erschienen 2007 unter dem Titel "Erzieher zur Demokratie" ausgewählte Dokumente aus der Zeit der Besatzungsherrschaft (F.A.Z. vom 27. Mai 2008). Inzwischen liegen zwei Bände für die Weimarer Republik und die "besagten 12 Jahre" vor. Die Auswahl orientiert sich wiederum an der biographischen und zeitgeschichtlichen Relevanz der Schriftstücke, ist jedoch im Weimar-Band mit 229 (aus knapp 1100 nachgewiesenen) Briefen weniger stark komprimiert als im folgenden mit 194 (aus knapp 2000). Dabei schwankt die Zahl der für die einzelnen Jahre ausgewählten Briefe erheblich. Die meisten stammen aus dem Schicksalsjahr 1933.

Anfang 1918 zog es Theodor Heuss nach fünfjähriger Tätigkeit als Chefredakteur der "Neckar-Zeitung" in Heilbronn aus der Schwabenheimat wieder nach Berlin, um dort eine publizistische und politische Karriere zu starten. Jahrelang arbeitete der im liberalen protestantischen Bürgertum verankerte Publizist in einer …

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Prof. Dr. rer. pol. Theodor Heuss, geboren 1884 in Brackenheim bei Heilbronn, gestorben 1963 in Stuttgart, war von 1924 - 1928 und 1930 - 1933 Mitglied des Reichstages. Nach Hitlers Machtübernahme freier Schriftsteller, 1945 wurde er Kultminister von Württemberg-Baden, 1948 Vorsitzer der FDP und Mitglied des Parlamentarischen Rates. Von 1949 - 1959 war Heuss der erste Präsident der Bundesrepublik Deutschland. 1959 wurde der Staatsmann mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

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