Todesfracht / Juan Cabrillo Bd.3 - Cussler, Clive; Du Brul, Jack

Todesfracht / Juan Cabrillo Bd.3

Clive Cussler Jack Du Brul 

Aus d. Engl. v. Michael Kubiak
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Todesfracht / Juan Cabrillo Bd.3

"Nicht enden wollende Spannung, rasante Handlung und sprühende Action! Clive Cussler ist der Meister der Hochspannung!" -- Midwest Book Review

"Die Leser werden sich mit glühenden Augen durch funkelnde Action-Passagen und waghalsige Heldentaten der auf der Oregon versammelten Männer und Frauen schlagen, die von ihren umwerfenden Geräten und Instrumenten reichlich Gebrauch machen." -- Publishers Weekly

"Action nonstop!" -- Kirkus Reviews


Produktinformation

  • Verlag: Blanvalet
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 510 S.
  • Seitenzahl: 512
  • Blanvalet Taschenbuch Nr.36857
  • Deutsch
  • Abmessung: 183mm x 126mm x 39mm
  • Gewicht: 428g
  • ISBN-13: 9783442368570
  • ISBN-10: 344236857X
  • Best.Nr.: 22814670
"Nicht enden wollende Spannung, rasante Handlung und sprühende Action! Clive Cussler ist der Meister der Hochspannung!" -- Midwest Book Review

"Action nonstop!" -- Kirkus Reviews
Clive Cussler is the author of many New York Times bestsellers. He lives in Arizona.

Leseprobe zu "Todesfracht / Juan Cabrillo Bd.3"

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Der betagte Dassault Falcon Executive Jet sank majestätisch vom Himmel herab und setzte auf dem Sunan International Airfield, zwanzig Kilometer nördlich von Pjöngjang, auf. Die MiG, die ihn seit seinem Eintritt in den nordkoreanischen Luftraum fast auf Tuchfühlung begleitet hatte, schwenkte ab - was lediglich an den Flammensäulen aus ihren Düsen zu erkennen war, die durch die Nacht schnitten. Ein Lastwagen erschien, um die Falcon zu ihrem Abstellplatz zu geleiten. Auf seiner Ladefläche war ein Maschinengewehrschütze postiert, der nichts anderes tat, als die Cockpitfenster ständig im Visier zu behalten. Das Flugzeug rollte zu einer freien Betonfläche am Ende des Flughafengebäudes, und noch bevor seine Räder mit Bremsklötzen fixiert waren, hatte eine Schwadron bis an die Zähne bewaffneter Soldaten einen Halbkreis um die Maschine gebildet - die AK-47er im Anschlag und bereit, auf die geringste Provokation zu reagieren. Und all das, obwohl die Passagiere an Bord offiziell eingeladene Würdenträger und wichtige Kunden des abgeschiedenen kommunistischen Landes waren.

Wenige Minuten nachdem die Strahltriebwerke ausgelaufen und verstummt waren, öffnete sich die Kabinentür. Zwei der Wächter, die am nächsten standen, nahmen erwartungsvoll Haltung an. Dann wurde die Kabinentür heruntergeklappt, und die auf der Innenseite integrierte Treppe kam zum Vorschein. Ein Mann in olivgrüner Uniform mit einer flachen Mütze auf dem Kopf erschien in der Türöffnung. Seine scharf geschnittenen Gesichtszüge signalisierten unbeugsame Härte. Dazu passten seine fast schwarzen Augen und die gekrümmte Nase, die an den Schnabel eines Raubvogels erinnerte. Die Haut hatte die Farbe dünnen Tees. Er strich sich mit einem Finger über seinen dichten schwarzen Schnurrbart und musterte den Ring, den die Soldaten bildeten, mit gleichgültigem Blick, ehe er lässigen Schritts die Treppe hinunterging. Ihm folgten zwei Männer mit ähnlich scharf geschnittenen Gesichtern. Einer trug einen traditionellen orientalischen Mantel und ein Kopftuch, der andere einen eleganten Anzug.

Drei nordkoreanische Offiziere marschierten durch den Kordon und näherten sich der Flugzeugtreppe. Der höchstrangige Offizier grüßte militärisch und wartete, dass ein anderer Mann, ein Dolmetscher, seine Worte ins Arabische übersetzte.

"General Kim Dong Il heißt Sie, Colonel Hourani, in der Demokratischen Volksrepublik Korea willkommen und hofft, dass Sie einen angenehmen Flug von Damaskus hierher hatten."

Colonel Hasni Hourani, der stellvertretende Chef der strategischen Raketenstreitmacht Syriens, deutete zum Zeichen des Danks eine Verneigung an. "Richten Sie dem General unseren Dank aus, dass er uns um diese späte Stunde persönlich empfängt. Teilen Sie ihm mit, dass unser Flug tatsächlich sehr angenehm war, da uns der Kurs über Afghanistan führte, wo wir den Inhalt der Flugzeugtoilette über den amerikanischen Invasoren abladen konnten."

Die Koreaner brachen in lautes Gelächter aus, sobald der Dolmetscher die Worte übersetzt hatte. Dann fuhr Hourani fort, indem er sich gezielt an den Dolmetscher wandte: "Ich bin beeindruckt, wie gut Sie sich in unserer Sprache ausdrücken können, aber ich denke, unsere Verhandlungen würden um einiges glatter verlaufen, wenn wir Englisch sprächen." Hourani schaltete also auf diese Sprache um. "Soweit ich weiß, General Kim, beherrschen wir beide die Sprache unseres gemeinsamen Feindes."

Der General blinzelte. "Ja, ich meine, es verschafft mir gegenüber den Imperialisten einen Vorteil, ihre Sitten und Gebräuche besser zu kennen, als sie anzunehmen", erwiderte er. "Ich spreche auch ein wenig Japanisch", fügte er hinzu, um sein Gegenüber zu beeindrucken.

"Und ich etwas Hebräisch", erwiderte Hourani schnell und bewies, dass auch er die Kunst beherrschte, seinem jeweiligen Gesprächspartner stets um eine Nasenlänge voraus zu sein.

"Es scheint, als verträten wir nicht nur die Interessen unserer Länder, sondern als hätten wir auch noch ein gemeinsames Anliegen."

"Die Vernichtung Amerikas."

"Die Vernichtung Amerikas", echote General Kim und erkannte im glühenden Blick des Arabers, dass auch in dessen Brust das Feuer des Hasses brannte.

"Viel zu lange schon üben sie ihren Einfluss in allen Winkeln der Erde aus. Sie zerstören den Planeten, indem sie zuerst ihre Soldaten vorschicken und danach die Menschen mit ihrer Dekadenz vergiften."

"Sie haben an den Grenzen Ihres wie auch meines Landes Truppen stationiert. Aber sie wagen es nicht, mein Land anzugreifen, weil sie wissen, dass die Vergeltung schnell und tödlich erfolgen würde."

"Und bald", sagte Hourani mit einem öligen Grinsen, "werden sie auch unsere Vergeltung fürchten. Mit Ihrer Hilfe, natürlich."

Kims Lächeln entsprach ganz dem des Syrers. Diese beiden Männer, durch einen halben Erdball voneinander getrennt, waren Brüder im Geiste und von einem glühenden Hass gegen alles Westliche erfüllt. Jahre der Indoktrinierung hatten sie Stück für Stück geformt, und von diesem Hass waren sie geprägt. Es machte keinen Unterschied aus, dass der eine nach den übertrieben streng ausgelegten Prinzipien einer ehrbaren Religion lebte und der andere von einem unerschütterlichen Glauben an die Unfehlbarkeit des Staates geleitet wurde. Die Folgen waren die gleichen. Sie berauschten sich an Barbarei und fanden im Chaos Inspiration.

"Wir haben Vorbereitungen getroffen, um Ihre Delegation zur Marinebasis Much'on in der Nähe von Wosan an der Ostküste zu bringen", erklärte General Kim seinem Besucher Hasni Hourani. "Benötigen Ihre Piloten in Pjöngjang ein Quartier?"

"Das ist sehr großzügig, General." Hourani strich sich wieder über den Schnurrbart. "Aber das Flugzeug wird in Damaskus dringend gebraucht. Einer der Piloten hat während des Fluges hierher die meiste Zeit geschlafen, daher kann er nach Syrien zurückfliegen. Wenn Sie arrangieren könnten, dass die Maschine gleich wieder aufgetankt wird, sähe ich es am liebsten, sie würden umgehend starten."

"Wie Sie wünschen." General Kim sprach mit einem Untergebenen, der den Befehl sofort an den Chef des Wachtrupps weiterleitete. Während Houranis beide Assistenten die letzten Gepäckstücke ausluden, erschien ein Tankwagen, und Arbeiter begannen, den Tankschlauch auszurollen.

Der Wagen, der zu ihrer Weiterfahrt bereitstand, war eine Limousine aus chinesischer Produktion mit mindestens dreihunderttausend zurückgelegten Kilometern auf dem Buckel. Die Sitze waren derart durchgesessen, dass sie den kleinwüchsigen nordkoreanischen General beinahe verschluckten, das Innere aber stank nach kaltem Zigarettenrauch und in Essig eingelegtem Kohl. Die Autobahn durch das Kumgang-Gebirge, die Pjöngjang mit Wosan verband, war eine der besten des Landes, dennoch beanspruchte sie die Federung der Limousine fast bis zum Zusammenbruch, als der Wagen sich durch die engen Serpentinen quälte und an tiefen Schluchten entlangtastete. Die Autobahn verfügte nur über wenige Leitplanken, die Scheinwerfer des Wagens leuchteten zudem nicht stärker als schwache Taschenlampen. Ohne den fahlen Schein des Mondes wäre die Fahrt unmöglich gewesen.

"Vor zwei Jahren", erzählte Kim, während der Wagen sie höher hinauf ins Gebirge brachte, das sich wie ein Stachelkamm über die gesamte Länge des Landes erstreckte, "erteilten wir einer Firma im Süden die Erlaubnis, Touristenausflüge in dieses Gebirge zu veranstalten. Die Berge hier werden von vielen als heilig betrachtet. Wir verlangten, die Firma solle die Straßen und Wege wie auch die Restaurants und die Hotels bauen. Sie musste sogar ihre eigenen Hafenanlagen schaffen, wo dann später ihre Ausflugsschiffe anlegten. Eine Zeit lang gab es viele Leute, die die angebotene Reise buchen wollten, aber die Firma musste fünfhundert Dollar pro Passagier verlangen, um ihre Investitionen hereinzubekommen. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Nostalgiker nicht allzu zahlreich waren, also brach das Geschäft sehr bald ein - vor allem nachdem wir entlang der Reiserouten Wachen aufstellten und die Touristen, so gut wir konnten, drangsalierten.

Jetzt kommen keine Touristen mehr hierher, aber die Firma zahlt uns immer noch die Milliarde Dollar, die sie unserer Regierung damals garantiert hat."

Dies rief bei Colonel Hourani, dem einzigen Syrer, der die englische Sprache beherrschte, ein Lächeln hervor.

"Das Beste an der ganzen Sache ist", fuhr Kim fort, "dass ihr Hotel in eine Kaserne umgewandelt wurde und in ihrem Hafen eine Korvette der Najin-Klasse stationiert ist."

Diesmal reagierte Hourani mit schallendem Gelächter.

Zwei Stunden nach Verlassen des Flugplatzes ließ die Limousine das Kumgang-Gebirge hinter sich, überquerte die Küstenebene, bog nach Norden ab und erreichte den äußeren Zaun der Marinebasis Munch'on.

Wächter salutierten, als die Limousine durchs Tor fuhr. Danach rollte der Wagen im Schritttempo durch die Anlage und fuhr an mehreren Respekt einflößenden Wartungsgebäuden und an einem fast einen Kilometer langen Kai vorbei. Vier schlanke Schnellboote lagen an ihm, und ein einzelner Zerstörer ankerte in dem etwa vier Quadratkilometer großen Hafenbecken. Weißer Qualm kräuselte sich aus seinen Schornsteinen in den nächtlichen Himmel. Der Fahrer umrundete einen auf Schienen fahrenden Ladekran und parkte vor einem rund einhundertdreißig Meter langen Frachtschiff am Ende des Kais.

"Die Asia Star", verkündete General Kim.

Colonel Hourani blickte auf seine Uhr. Es war ein Uhr morgens. "Und wann legen wir ab?"

"Die Gezeiten sind hier in der Yonghungman Bay nur sehr mäßig, deshalb können Sie jederzeit abreisen. Das Schiff ist beladen, aufgetankt und mit genügend Proviant ausgestattet."

Hourani wandte sich an einen seiner Männer und fragte auf Arabisch: "Was denken Sie?" Er hörte sich die ausführliche Antwort an, nickte mehrmals und richtete seinen Blick dann wieder auf den General, der ihm in der Limousine gegenübersaß. "Assad Muhammad ist unser technischer Experte für die Nodong-1-Rakete. Er würde gern einen Blick auf sie werfen, ehe wir aufbrechen."

Kims Miene blieb unverändert, doch es war klar, dass er sich mit dem Gedanken an eine Verzögerung nicht anfreunden konnte. "Sie können Ihre Inspektion doch gewiss auch auf See durchführen. Ich versichere Ihnen, dass sich alle zehn Raketen, die Ihr Land gekauft hat, an Bord befinden."

"Ich fürchte, Assad ist für Seereisen nicht geschaffen. Er würde die Raketen lieber jetzt überprüfen, weil damit zu rechnen ist, dass er so gut wie die ganze Reise in seiner Kabine verbringen wird."

"Schon seltsam, dass ausgerechnet ein solcher Mann die Raketen zurück nach Syrien begleiten soll", stellte Kim kühl fest.

Houranis Blick wurde eisig. Sein Land bezahlte fast hundertfünfzig Millionen dringend benötigter Dollar für die strategischen Mittelstreckenraketen. Kim hatte nicht das Recht, seine Entscheidungen in Frage zu stellen. "Er ist hier, da er die Raketen kennt. Er hat bei den Iranern gearbeitet, als sie ihre Nodongs von Ihnen erwarben. Dass er leicht seekrank wird, geht Sie nicht das Geringste an. Er wird alle zehn Exemplare genauestens inspizieren, und im Morgengrauen stechen wir dann in See."

General Kim hatte Befehl, bei den Syrern zu bleiben, bis das Schiff ablegte. Er hatte seiner Frau erklärt, er würde nicht vor dem nächsten Morgen nach Pjöngjang zurückkehren, aber da er bei den Orientalen bleiben musste, zerschlug sich seine Hoffnung auf ein paar ungestörte Stunden in den Armen seiner neuesten Geliebten. Er seufzte innerlich, als er sich klarmachte, welche Opfer er für den Staat brachte. "Na gut, Colonel. Ich werde den Hafenmeister darüber informieren, dass die Asia Star ihren Liegeplatz zumindest bis zum Tagesanbruch nicht verlassen wird. Also warum gehen wir nicht an Bord? Ich zeige Ihnen Ihre Kabinen, damit Sie Ihr Gepäck unterbringen können. Danach kann Mr. Muhammad Ihre neuen Spielzeuge in Augenschein nehmen."

Der Fahrer öffnete die hintere Tür, und während Kim auf der Sitzbank zum Ausstieg rutschte, legte Hourani eine Hand auf seinen Arm. Ihre Blicke trafen sich. "Ich danke Ihnen, General."

Kims Lächeln wirkte echt. Trotz ihrer kulturellen Unterschiede, des Misstrauens und der Geheimniskrämerei, die diese Mission umgab, konnte er feststellen, dass ihm der Colonel wirklich sympathisch war. "Es bedeutete keine Mühe."

Jeder der drei Syrer hatte eine eigene Kabine, aber nur eine Minute, nachdem man ihnen ihre Quartiere gezeigt hatte, trafen sie sich in der Kabine von Colonel Hourani. Assad Muhammad saß auf der Koje und hatte neben sich einen Aktenkoffer liegen, während Hourani an dem Tisch unter dem einzigen Bullauge des Raums Platz nahm. Der Älteste der drei, Professor Walid Khalidi, hatte die Arme vor der Brust verschränkt und lehnte an einer Kabinenwand. Dann tat Hourani etwas sehr Seltsames. Er tippte mit dem Finger auf einen Augenwinkel und schüttelte den Kopf, nun deutete er auf sein Ohr und nickte. Er zeigte auf die Deckenlampe in der Mitte der Kabine und auf die billige, am Tisch befestigte Lampe aus Messing.

"Was meinen Sie, wie lang die Inspektion dauern wird, Assad?", fragte er dann.

Assad Muhammad hatte mittlerweile einen kleinen Kassettenrekorder aus der Jackentasche geholt und die Starttaste betätigt. Eine digital modifizierte Stimme, genau genommen aber die von Hourani selbst, da er der Einzige im Team war, der Arabisch sprechen konnte, erwiderte: "Ich denke, nicht mehr als ein paar Stunden. Am zeitraubendsten dürfte das Entfernen der Abdeckungen sein, um an die Inspektionspunkte heranzukommen. Die einzelnen Schaltkreise zu testen ist dann ein Kinderspiel."

Mittlerweile hatte Hourani ebenfalls einen Kassettenrekorder aus der Innentasche seines Jacketts hervorgezaubert und auf den Tisch gelegt. Sobald Assad verstummte, drückte auch er auf die Starttaste, und das Gespräch setzte sich fort, während die Männer selbst stumm blieben. An einem festgelegten Punkt der Unterhaltung machte Walid Khalidi den Schwindel mit seinem eigenen Kassettenrekorder komplett. Sobald die drei Geräte, auf denen jeweils elektronisch veränderte Versionen von Houranis Stimme aufgenommen worden waren, in Betrieb waren, zog das Trio "Syrer" sich leise in den fernsten Winkel der Kabine zurück.

"Nur zwei Wanzen", murmelte Max Hanley erstaunt. "Die Koreaner haben wirklich großes Vertrauen zu ihren syrischen Kunden."

Juan Cabrillo, der Vorsitzende der Corporation und gleichzeitig Kapitän des Handelsschiffes Oregon, riss sich den falschen Schnurrbart von der Oberlippe. Die Haut darunter war heller als die dicke Schicht Bräunungscreme, mit der er seinen Teint dunkler gefärbt hatte. "Erinnert mich daran, Kevin im Zauberladen Bescheid zu sagen, dass sein kosmetischer Kleber Mist ist." Er angelte eine Flasche mit dem minderwertigen Kleber aus der Tasche und verteilte einige Tropfen auf der Rückseite seines falschen Schnurrbarts.

"Du hast ausgesehen wie Snidely Whiplash, als du dich bemüht hast, das Ding an Ort und Stelle zu behalten." Das kam von Hali Kasim, dem Amerikaner, dessen Familie vor nunmehr drei Generationen aus dem Libanon nach Amerika gekommen war. Auf der Oregon leitete er die Abteilung Sicherheit und Überwachung und war das einzige Mitglied der Mannschaft, das keine Schminke und kein Latex brauchte, um als Orientale durchzugehen. Das Problem war nur, dass er nicht einmal genug Arabisch beherrschte, um sich in einem Restaurant etwas zu essen bestellen zu können.

"Sei bloß froh, dass die Koreaner ihren Dolmetscher auf dem Flughafen zurückgelassen haben", sagte Cabrillo mit einem leichten Grinsen. "Du hast dich während des kleinen Monologs, den du auswendig gelernt und während der Autofahrt zum Besten gegeben hast, ziemlich verhaspelt. So wie du dich zu der Inspektion der Raketen geäußert hast, würde eher ein Proktologe seinen Patienten bitten, sich unten herum frei zu machen, damit er ihm einen Finger hinten reinschieben kann."

"Tut mir leid, Juan", sagte Kasim, "ich hatte noch nie viel für Fremdsprachen übrig, und egal wie intensiv ich übe, in meinen Ohren klingt das immer noch wie völlig sinnloses Kauderwelsch."

"Für jeden, der Arabisch spricht, ebenfalls", sagte Juan Cabrillo mit unverhohlenem Spott in der Stimme.

"Wie liegen wir in der Zeit?", fragte Max Hanley. Hanley war der Präsident der Corporation und zuständig für sämtliche Schiffsangelegenheiten, vor allem für ihre chromblitzenden magneto-hydrodynamischen Maschinen. Während Cabrillo die Verträge der Corporation aushandelte und den größten Teil der Planung ihrer Einsätze erledigte, fiel Max die wichtige Aufgabe zu, dafür zu sorgen, dass die Oregon und ihre Crew jederzeit einsatzfähig waren. Während man die einzelnen Angehörigen der Besatzung der Oregon genau genommen als Söldner ansehen durfte, waren sie in ihrer Gesamtheit doch wie ein klassisches Wirtschaftsunternehmen organisiert. Abgesehen von seinen Pflichten als Chefingenieur des Schiffes kümmerte sich Hanley um die tägliche Administration und war so etwas wie der Personalchef der Firma.

Unter seinem wallenden Gewand und dem Kopftuch war Hanley etwas mehr als mittelgroß - mit leichtem Bauchansatz. Seine braunen Augen blickten ausgesprochen kritisch und wach in die Welt, und was an Haaren auf seinem geröteten Schädel noch spross, war kastanienbraun. Er arbeitete seit Gründung der Corporation mit Juan zusammen, und Cabrillo war überzeugt, dass er ohne seine Nummer zwei schon vor Jahren den Laden hätte schließen müssen.

"Wir müssen davon ausgehen, dass Gunderson mit der Dassault so schnell wie möglich gestartet ist. Mittlerweile dürfte er in Seoul sein", sagte Cabrillo. "Eddie Seng hatte zwei Wochen Zeit, seine Position einzunehmen. Wenn er mit dem U-Boot jetzt nicht neben diesem Frachter liegt, dann wird er es niemals schaffen. Er wird nicht auftauchen, bevor wir ins Wasser springen, und dann wird es zu spät sein, um die Mission abzubrechen. Da die Koreaner bisher nichts davon haben verlauten lassen, dass ein Mini-U-Boot im Hafen gesichtet und aufgebracht wurde, können wir wohl davon ausgehen, dass er bereit ist."

"Okay, und wenn wir die Bombe scharf gemacht haben?""Bleibt uns eine Viertelstunde Zeit, um mit Eddie Kontakt aufzunehmen und uns in Sicherheit zu bringen."

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