Herr Lehmann, DVD - Christian Ulmen,Detlev Buck,Michael Gwisdek
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Christian Ulmen, Detlev Buck, Michael Gwisdek 

Herr Lehmann, DVD

Herr Lehmann

Regie: Haußmann, Leander; Darsteller: Ulmen, Christian; Kuhl, Annika; Fischer, Tim; Beck, Michael; Gwisdek, Michael; Martinek, Sven; Schütz, Bernhard; Baumecker, Stephan; Speck, Karsten; Wien, Fabian Oscar; Züger, Heidi; Danowski, Katja; Waltz, Christoph; Brussig, Thomas; Inaler, Ümit; Danquart, Pepe; Kühnert, Steffi; Ranft, Thorsten; Buck, Detlev; Rieke, Janek; Berlin, Uwe-Dag; Olbertz, Martin; Lange, Hartmut; Bendokat, Margit; Phantom/Ghost;
DVD
 
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Herr Lehmann, DVD

Berlin 1989. Der 29-jährige Frank, genannt "Herr Lehmann", treibt seit Jahren ziel- und planlos durchs Leben und durchzecht die Tage mit seinem Kumpel Karl. Bis er nach einer feuchtfröhlichen Nacht inmitten verhasster Sonntagsfrühstücker seiner großen Liebe, der burschikosen, streitsüchtigen und wortgewandten Köchin Katrin begegnet. In den folgenden turbulenten Wochen besucht Frank nicht nur ein Schwimmbad und die DDR, sondern muss auch noch irritiert feststellen, dass die Zeit für Veränderungen gekommen scheint. Mit gutem Blick fürs Detail sowie feinem Gespür für Tempo, Witz und Schauspielführung erweist sich Leander Haußmann nach "Sonnenallee" erneut als höchst begabter Spielfilmregisseur. In der Titelrolle der auf Sven Regeners gleichnamigem Erfolgsroman basierenden melancholischen Komödie schlägt sich Kinoneuling und Ex-MTV-VJ Christian Ulmen wacker, während Detlev Buck einmal mehr als liebenswerter Loser brilliert. Thirtysomethings und alle, die Filme mit Tiefgang und Wortwitz mögen, werden begeistert zugreifen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Kurz vor dem Mauerfall: Der Bezirk Kreuzberg 36 ist eine kleine, isolierte Welt für sich - schon angrenzende Viertel gelten seinen Bewohnern als Ausland, ganz zu schweigen von Ost-Berlin, mit dem man hier Rücken an Rücken wohnt. Hier lebt Herr Lehmann - in einem schrägen Mikrokosmos voller Künstler und Philosophen, Heteros und Schwuler, Säufer und Kokser... Herr Lehmann heisst eigentlich Frank, aber weil er schon fast 30 ist, nennen ihn alle nur Herr Lehmann. Und während sich im Osten der Stadt weltverändernde Umbrüche anbahnen, schleicht sich Unruhe in Herrn Lehmanns Privatleben: Die Eltern drohen mit Besuch, ein Hund drängt sich auf, eine schöne Köchin stiftet Vewirrung, kurz: das Auf und Ab des Alltags nimmt bedenkliche Ausmasse an...

Bonusmaterial

Audiokommentar, Making of, Interviews, Nicht verwendete Szenen, Bildergalerie, Behind the Scenes


Produktinformation

  • Hersteller: UNIVERSAL PICTURES VIDEO
  • EAN: 5050582233834
  • Best.Nr.: 12623741
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 15. April 2004
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch
  • Untertitel: Englisch
  • Regionalcode: 02
  • Bildformat: 1:1, 78
  • Tonformat: Dolby Surround
  • Kopierschutz: ja
  • Gesamtlaufzeit: 105 Min.
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Auch wer die melancholische Beck's-Trinker-Komödie etwas lau und teilweise fehlbesetzt findet, muss zugeben: Die DVD ist groß! Musikvideo, Outtakes, Interviews und Making-of sind solide. Noch mehr Infos bietet der praktische X-ploremodus im laufenden Film. Ins entzückend Unreine gesprochen ist der unschleimige Audiokommentar von Regisseur Haußmann und Autor Sven Regener ("Ich will keine Pipi- und Kack-Szenen im deutschen Film mehr sehen"). Man spürt, dass sich beide über den Film verkracht haben und jetzt wieder gut miteinander einen heben können. Was sie hier auch tun. Die Diashow lädt dank Ulmens selbstironischem Kommentar und origineller Montage unter anderem zum Bauchvergleich zwischen Buck und Katja Danowski ein. Wenn man da durch ist, kann man sich den Film ruhig auch noch mal pur angucken - zum Runterkommen. (rk)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.10.2003

Kreuzberg kann sehr alt sein
Der MTV-Moderator Christian Ulmen glänzt in Leander Haußmanns Verfilmung von Sven Regeners Roman "Herr Lehmann"

Lange bevor das Wort Ostalgie Mode wurde und im Fernsehen einen faden Beigeschmack bekam, war Leander Haußmann im Kino mit "Sonnenallee" erfolgreich. Vor allem im Westen waren alle aufrichtig überrascht, daß jenseits der Mauer der Alltag nicht nur grau gewesen sein soll. Denn es war auf einmal von Jugend und Träumen und Musik die Rede und nicht nur von jenen Stereotypen, mit denen man sich hierzulande die DDR vom Leib hielt. Haußmanns Film war eine erste Tauchfahrt in eine von der Springflut des Vergessens überspülte Vergangenheit.

Im Grunde ist auch das Kreuzberg, das nach seinem damaligen Postzustellbezirk mehr oder minder liebevoll SO 36 genannt wurde, ein untergegangenes Reich, eine Insel der Traumseligen, die schon das nahe Neukölln nur im Notfall durchquerten und das bürgerliche Charlottenburg für mindestens so feindliches Ausland hielten wie die DDR. Da saßen die Bundesrepublikflüchtlinge in ihren Kneipen, hofften, daß der Ausnahmezustand so lange wie möglich andauern möge - und …

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Vor ungefähr 14 Jahren herrschte in Berlin noch heile Welt. Die Mauer stand, die Wehrdienstverweigerer wohnten in Wohngemeinschaften, die Trinker hießen Künstler und SO 36 war der entspannte Teil von Kreuzberg.<br/><br/>Hier lebt Frank Lehmann, der sich teils als Barkeeper, teils als Nichtstuer, und nicht zuletzt als Liebhaber von Köchinnen durchs Leben schlägt. Das reicht schon für eine prima Geschichte. Die Berliner Jungs machen dumme Witze und füllen sich fröhlich ab, dabei vergeht die Zeit im Sauseschritt und alles wirkt ganz authentisch.<br/><br/>Lebenskrise<br/><br/>Irgendwann wird Lehmanns bester Freund verrückt, die Köchin hat Flausen im Kopf und er selbst nähert sich dem dreißigsten Geburtstag. Da bleibt Platz für Depression oder Neuanfang, Herr Lehmann weiß es selber nicht genau, aber vielleicht leistet ihm der Mauerfall Entscheidungshilfe.<br/><br/>Ein schöner Film von Leander Haußmann mit MTV-Moderator Christian Ulmen - gedreht natürlich in Cinemascope, "damit die Tresen ganz ins Bild passen".
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Sven Regener wurde 1961 in Bremen geboren. 1985 gründete er die Band "Element of Crime", die mit deutschsprachigen Alben wie "Damals hinterm Mond" und "Weißes Papier" eine große Popularität erlangte. Sven Regener ist Sänger und Texter der Gruppe. 2011 erhielt er den Ehrenpreis der Deutschen Schallplattenkritik.

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