Richard Lubanski kehrt 1954 nach zehn Jahren Kriegsgefangenschaft
als gebrochener Mann nach Essen zurück. Besonders der elfjährige
Matthias hat unter der strengen Hand des Vaters zu leiden. Nicht
zuletzt deshalb flüchtet sich der Junge immer wieder auf den
Fußballplatz, wo er in Helmut Rahn, dem er die Tasche trägt und als
Glücksbringer dient, einen Ersatzvater findet. Als Matthias zum
WM-Finale nach Bern reisen will, stellt sich der Vater quer. Aber
dann scheint es doch noch zu einer Annäherung zwischen den
Generationen zu kommen. Mit seiner Hommage an das Wunder von Bern,
als die deutsche Nationalmannschaft als krasser Außenseiter
Weltmeister wurde, widerlegt Sönke Wortmann ("Der bewegte
Mann") eindrucksvoll jenes Vorurteil, das Film und Fußball
nicht zusammenpassen. Der Ex-Fußball-Profi präsentiert nicht nur
eine packende (Vater-Sohn-)Story, er stellt auch detailgetreu und
technisch aufwändig die legendären Tore nach. Ein großes Melodram,
gespickt mit schönen Anekdoten, feinem Humor und tollem Sport, das
in vorderste Chart-Regionen stürmen wird.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Bonusmaterial
Interviews, Making Of Behind the Scenes Audiokommentar mit Regisseur Sönke Wortmann
Regeln sind dazu da, um gebrochen zu werden. Dies hat Sönke Wortmann, der 1994 mit "Der bewegte Mann" einen der erfolgreichsten deutschen Filme aller Zeiten schuf, eindrucksvoll bewiesen.
Mit "Das Wunder von Bern" widerlegt er jenes alte Vorteil, Spielfilme über Fußball würden hierzulande niemanden hinter dem Ofen hervorlocken.
Kurioserweise ist sein Werk auch deshalb so spannend, aufregend und mitreißend, weil sich Wortmann als ausgewiesener Fan und Ex-Fußballer - er selbst spielte mit der SpVgg Erkenschwick in der zweiten Bundesliga - zurückgenommen und dafür den Regisseur in sich perfektioniert hat.
Ein Tor geht um die Welt
Natürlich zelebriert er trotzdem noch einmal jenes Wunder von Bern, als die Deutschen 1954 als krasse Außenseiter im WM-Endspiel Ungarn schlugen und erstmals Fußball-Weltmeister wurden. Aber damit gibt sich der 44-Jährige nicht zufrieden.
Parallel dazu erzählt er auch die (Nachkriegs)Geschichte des elfjährigen Fußball-Fanatikers Matthias Lubanski (Naturtalent: Lohmeyer-Spross Louis Klamroth), der unter der strengen Hand seines vom Krieg traumatisierten Vaters (selten so gut gesehen: Peter Lohmeyer) leidet.
Fußball verbindet
Und schließlich präsentiert Wortmann noch einen dritten Handlungsstrang, zeigt den aufstrebenden Münchner Sportjournalisten Paul Ackermann (Lucas Gregorowicz), der live von der WM berichten darf. Im Schlepptau befindet sich seine junge Frau Annette (Katharina Wackernagel), die Fußball eigentlich so ganz und gar nicht interessiert, und die dennoch zur heimlichen Komplizin des Bundestrainers wird.
Fazit: "Das Wunder von Bern" ist ein Kinowunder, ein großes Melodram, geschickt gespickt mit schönen Anekdoten, feinem Humor und grandiosem Sport.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Sönke Wortmann, geboren 1959 im Ruhrgebiet, ist Drehbuchautor, Regisseur und Produzent. Bekannt geworden u. a. mit seinen Filmen 'Kleine Haie', 'Der bewegte Mann' und 'Der Campus' bekannt geworden. 2000 drehte er in Hollywood 'Der Himmel von Hollywood' nach einem Roman von Leon de Winter.