Baudelaire 'Die Blumen des Bösen', Umdichtungen - George, Stefan

Stefan George 

Baudelaire 'Die Blumen des Bösen', Umdichtungen

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Produktinformation

  • Bd. 13/14
  • Verlag: Klett-Cotta
  • 1983
  • 1983.
  • Ausstattung/Bilder: 188 S., 1 Beil.
  • Seitenzahl: 187
  • Sämtliche Werke Bd.13/14
  • Deutsch
  • Abmessung: 200mm x 250mm x 25mm
  • Gewicht: 467g
  • ISBN-13: 9783608951189
  • ISBN-10: 3608951180
  • Best.Nr.: 02194555
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.01.1995

Neue Überzeugung gesucht
Claude Pichois und Jean Ziegler kennen ihren Baudelaire

Als Baudelaire 1867, mit sechsundvierzig Jahren, starb, war er in Paris als eine Mischung aus Dandy und Bohemien bekannt, nicht als Dichter. Die "Fleurs du mal" hatten nur einen Skandalerfolg erzielt. Daß er dann in wenigen Jahren vom verkannten Genie zum Klassiker aufstieg, verdankt er der Anhänglichkeit und Hartnäckigkeit seiner Freunde: Schon 1870 war die erste siebenbändige Gesamtausgabe abgeschlossen, schon kurz vor seinem Tod erschien die erste Biographie. Ein unermüdlicher später Freund war Eugène Crépet, der seine Baudelaire-Leidenschaft auf seinen Sohn Jacques übertrug.

Genau hundert Jahre nach Eugènes "Étude biographique" von 1887 erschien die Standardbiographie von Claude Pichois und Jean Ziegler. Sie ist den beiden Crépets gewidmet. Ziegler ist ein Enkel von Eugène. Pichois wiederum ist heute für die Baudelaire-Forschung, was einmal Figaro für die Haarpracht seiner Kunden war: immer und überall präsent. Er ist Herausgeber der Werke und der Briefe in der edelsten Klassikerausgabe, der "Pléiade", hat mit Friedhelm Kemp auch den deutschen …

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Stefan George, 1868 in Büdesheim bei Bingen geboren, war als Sohn eines wohlhabenden Weingutbesitzers nie zur Berufswahl gezwungen. Nach dem Abitur reiste er durch Westeuropa, studierte zwischendurch in Berlin u.a. Philologie, Philosophie und Kunstgeschichte, traf aber vor allem mit den französischen Symbolisten zusammen. Diese Begegnung bestärkte ihn in seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem in Deutschland verbreiteten literarischen Realismus. Ab 1900 lebte er überwiegend in Deutschland: In München wurde er in der Schwabinger Boh me als Dichterfürst inszeniert und verehrt, in Heidelberg und Berlin verkehrte er in bildungsbürgerlichen Kreisen. 1927 wurde ihm der erste Goethe-Preis verliehen. George zog sich schließlich 1933 nach Minusio zurück, nachdem ihm Josef Goebbels die Präsidentschaft einer neuen deutschen Akademie für Dichtung angeboten hatte. Er verweigerte dieses Angebot und starb am 4. Dezember, betrauert von seinen Schülern und Verehrern.

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