Verlorene Illusionen - Balzac, Honore de

Honore de Balzac 

Verlorene Illusionen

Aus d. Französ. v. Hedwig Lachmann. Neu durchges. v. Eberhard Wesemann. Aus d. Französ. v. Hedwig Lachmann. Neu durchges. v. Eberhard Wesemann

Aus d. Französ. v. Hedwig Lachmann. Neu durchges. v. Eberhard Wesemann
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Verlorene Illusionen

Balzacs ebenso bissige wie glänzende Reportage über das Entstehen des neuen Massenmediums Zeitung und des neuen Typs von Erfolgsschriftsteller, des Feuilletonisten, ist hochaktuell.
Kunst als Ware, Kommerzialisierung des Geistes, Ausbeutung der Autoren, Massenliteratur kontra seriöse Literatur, dies sind nicht die abgedroschenen Slogans von heute, sondern die traumatischen Erfahrungen Luciens zur Zeit der Restauration, und seine verlorenen Illusionen sind die Illusionen von der Autonomie der Kunst und der Reinheit des Geistes.


Produktinformation

  • Verlag: INSEL, FRANKFURT
  • 2003
  • 4. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 821 S.
  • Seitenzahl: 821
  • Insel Taschenbücher Nr.1906
  • Best.Nr. des Verlages: 33606
  • Deutsch
  • Abmessung: 178mm x 109mm x 30mm
  • Gewicht: 417g
  • ISBN-13: 9783458336068
  • ISBN-10: 3458336060
  • Best.Nr.: 06292370
"Balzacs Verlorene Illusionen sollte ein jeder Mensch gelesen haben." (Die Zeit)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.03.1997

1837
Honoré de Balzac "Die beiden Dichter"

Dieses herrliche Stück ist der Anfang der großen "Verlorenen Illusionen" - noch sind die Köpfe der jungen Leute voll davon, hier in Angoulême, einer dieser Provinzstädte, in deren Beschreibung Balzac immer seine ganze Bravour entfaltet. Romane leben ja auch davon, daß sie uns fremdes Leben nahebringen (denn was ist schon das eine, das wir zu leben haben - es sei denn eben, wir lesen), also auch in andern Städten andre Milieus, andre Gewerbe. Und gerade in diesem Buch verblüfft es erst, und dann fasziniert es als ein glänzender Griff, wenn Balzac auf vielen Seiten nichts schildert als eine alte Druckerei, die Luciens Freund (Lucien ist später dann der große Literat in Paris, sein Freund, auf seine Weise auch ein Poet, arbeitet an einer großen Erfindung in der Papierherstellung) von seinem trinkenden und geizigen Papa übernehmen muß. Balzacs Seiten riechen (fast wie Süskinds Grasse nach den Parfums) nach Druckerschwärze und Papier, man möchte selber beinahe ein Drucker sein, ganz wie das kleine Mädchen bei Achim von Arnim unter dem Lesen alter Geistergeschichten einmal sagt: "Ich bin heute bei …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.06.2003

Dekadentes Dessert
Obwohl in der Hörspielbearbeitung die Druckerfamilie Séchard fast abgeschnitten wurde und somit das Gesellschaftsbild Frankreichs um die Provinz, die Handwerksarbeit, den ehrlichen Charakter geschmälert, kann der Kenner des Romans Spaß daran finden. Der Pariser Kulturbetrieb von 1820 plappert dekadent, geistreich und gewitzt. Horst Tappert etwa spielt in dieser Aufnahme von 1971 einen schnoddrigen Adligen, als hätte er nie eine andere Sprache gesprochen. Wer Lust bekommt, das Milieu des Feuilleton kennen zu lernen, dem sei der vollständige Roman in Buchform empfohlen, das Hörspiel als Dessert.
mzs
HONORÉ DE BALZAC: Verlorene Illusionen. Hörspielbearbeitung: Palma. Sprecher: Ursula Langrock, Jürgen Goslar, Horst Tappert u.a. Hörverlag, München 2003. 5 CD, 295 Min., 49,95 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
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Honoré de Balzac (1799-1850): Der französische Schriftsteller gilt als Begründer des soziologischen Realismus. Mit seinem Hauptwerk, dem unvollendeten Zyklus 'La Comédie Humaine' versucht er in über 80 Bänden, die Gesellschaft seiner Zeit darzustellen. Balzac, am 20. Mai 1799 in Tours als Sohn eines Rechtsanwalts geboren, wandte sich allerdings erst nach dem Abbruch seines Jura-Studiums an der Pariser Sorbonne der Literatur zu. Zunächst verfasste er jedoch wenig erfolgreich unter verschiedenen Pseudonymen Romane. Ebenso scheiterte er als Verleger, mit seiner Druckerei ging er Bankrott. Erst sein historischer Roman 'La dernier Chouan' bringt 1829 den Durchbruch. Fünf Monate vor seinem Tod am 18. August 1850 heiratet Balzac Eveline Hanska, mit der er bereits viele Jahre Briefkontakt pflegte.

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