Ingeborg Bachmann - Höller, Hans

Hans Höller 

Ingeborg Bachmann

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Ingeborg Bachmann

Das Leben und Werk von Ingeborg Bachmann (1926 bis 1973) sind von Gerüchten und Legenden umstellt. Sie hat selbst den Mythos des gefährdeten modernen Künstlers für sich neu geschaffen, aber mit dem Blick für die geschichtliche Problematik der Literatur nach 1945 und für die Rolle der schreibenden Frau in der patriarchischen Zivilisation. Die Darstellung der biographischen und historischen Zusammenhänge läßt erst das wirkliche Drama dieser Künstlerexistenz erkennen.


Produktinformation

  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • 1999
  • 1999.
  • Ausstattung/Bilder: 186 S. m. zahlr. Abb.
  • rororo Monographien Nr.50545
  • Deutsch
  • Abmessung: 187mm x 116mm x 8mm
  • Gewicht: 181g
  • ISBN-13: 9783499505454
  • ISBN-10: 3499505452
  • Best.Nr.: 07629874
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.03.2000

Listig in der Wahl der Waffen
Aber diskret: Hans Höllers Monografie über Ingeborg Bachmann

Einmal entdeckt man die Dichterin mit stark geschminktem Mündchen, die Hände mit den feuerroten Fingernägeln ein wenig linkisch vor der Brust drapiert, im Gespräch mit Paul Celan. Ein Schnappschuss aus dem Jahre 1952, aufgenommen bei einer Tagung der Gruppe 47 in Niendorf. Dann wieder zeigt sie sich mit Friedrich Dürrenmatt in der Zürcher Kronenhalle, eine Dame mit verwischten Gesichtszügen, die Pelzstola verrutscht über den nackten Schultern, das verwitterte Dekolleté mit einer dreifachen Perlenschnur geschmückt. Das war zehn Jahre später, in der Zeit der Trennung von Max Frisch; die Tabletten- und Alkoholsucht hatte sie längst eingeholt, die Zusammenbrüche und vergeblichen Entziehungskuren zwangen sie in die Knie, die gescheiterte Liebe hatte die Seele verwüstet und zerstörte jetzt den Körper.

Bilder sind mitunter entlarvender als Worte. Das belegen die Aufnahmen, die Hans Höller in seiner Monografie über "Ingeborg Bachmann" eingestreut hat. Die wenigen Fotodokumente beweisen vor allem eines: was die Autorin alles nicht war. Sie war …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Dem Germanisten Hans Höller ist es gelungen, so Pia Reinacher, die Biografie der österreichischen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann wie nebenbei von verklärenden Interpretationen zu befreien. Dabei zeigen sowohl die beigegebenen Fotografien als auch Höllers Erforschungen ihres privaten und beruflichen Lebens, wie sich die zunächst vom NS-Lehrer-Vater dominierte Bachmann aus ihrer Umgebung löst, den durchaus mit Geschick betriebenen frühen Aufstieg schafft und in die letztlich zerstörerische Beziehung zu Max Frisch gerät. Das Buch bietet jenen, die Bachmann noch nicht kennen, einen informativen Überblick, urteilt die Rezensentin.

© Perlentaucher Medien GmbH
Dr. phil. Hans Höller, Professor für Germanistik an der Universität Salzburg, Verfasser zahlreicher Bücher zur zeitgenössischen Literatur.

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