Leuchtende Sonne, weites Land - Haran, Elizabeth

Elizabeth Haran 

Leuchtende Sonne, weites Land

Roman

Übersetzung: Strasser, Sylvia
Broschiertes Buch
 
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Leuchtende Sonne, weites Land

Jacqueline und Henry haben Amerika hinter sich gelassen, um auf dem roten Kontinent ein neues Leben zu beginnen. Doch kurz vor ihrem Zielhafen Melbourne bricht für Jacqueline eine Welt zusammen: Henry verlangt plötzlich die Scheidung. Er hat an Bord eine jüngere Frau kennen gelernt, mit der er eine Familie gründen will denn Jacqueline hat ihm in den zehn Jahren ihrer Ehe keine Kinder schenken können. Überstürzt und tief gedemütigt verlässt Jacqueline das Schiff im Hafen von Adelaide. Nun ist sie in einem fremden Land, fast mittellos, völlig auf sich allein gestellt ...


Produktinformation

  • Verlag: Bastei Lübbe
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 508 S. 186 mm
  • Seitenzahl: 512
  • Bastei Lübbe Taschenbücher Nr.16612
  • Best.Nr. des Verlages: 16612
  • Deutsch
  • Abmessung: 187mm x 126mm x 38mm
  • Gewicht: 486g
  • ISBN-13: 9783404166121
  • ISBN-10: 3404166124
  • Best.Nr.: 33359338

Leseprobe zu "Leuchtende Sonne, weites Land" von Elizabeth Haran

"19 (S. 271-272)

Nick nahm sein Gewehr mit, als er seinen Bruder bei Tagesanbruch zu den Ställen begleitete, wo Ben den Widder und die Pferde fütterte. Es hatte aufgehört zu regnen. Die ersten Sonnenstrahlen stahlen sich über die Hügel und schimmerten durch das Laub der Bäume. Noch war es frisch, aber es würde ein heißer Tag werden. Eine unheimliche Stille lag über dem Land, die nur vom gelegentlichen Krächzen einer Krähe durchbrochen wurde, die den neuen Tag begrüßte. Der heilige Kreis war wieder intakt. Noch immer hing der stechende Geruch nach Rauch vom Feuer der Aborigines in der Luft.

Weder Ben noch Nick glaubten an Zauberei oder Hexerei, aber beide hatten großen Respekt vor den Bräuchen der Ureinwohner. Einem Außenstehenden mochte es lächerlich vorkommen, mit einer geladenen Waffe Wache zu stehen, aber nach den Ereignissen der vergangenen Nacht wollten sie kein Risiko eingehen. »Die Aborigines können unberechenbar sein«, meinte Nick. »Letzte Nacht haben sie sich nur eine Haarsträhne von Jackie geholt, aber …«

Er sprach den Satz nicht zu Ende. »Es kann nicht schaden, in nächster Zeit sehr wachsam zu sein.« Nick fragte sich, was es mit dem schaurigen Totem auf sich hatte. »Ihr muss das Blut in den Adern gestockt sein, als sie aufwachte und eine dunkle Gestalt mit einem Messer in der Hand vor ihr stand«, sagte Ben. »Ich hätte auch einen Mordsschreck gekriegt. Sie hat wahrscheinlich gedacht, der Kerl will sie umbringen.« »Jackie und Vera sollten die nächsten ein, zwei Tage in der Nähe des Hauses bleiben, und die Jungs sollten immer mit einem von uns zusammen sein.« Ben nickte. »Ich hab ihnen noch gar nicht erzählt, was heute Nacht passiert ist.«

»Ich würde ihnen vorerst auch nichts sagen.« Wieder nickte Ben. Sie dachten beide an Jimmy und Sid, die sehr empfindlich auf alles reagierten, was die Ureinwohner betraf. Ihre Mutter war vom Stamm der Adnyamathanha. Sie und Cindy hatten sich angefreundet. Die Aborigine hatte ihr in Haus und Garten geholfen, und Cindy hatte viel Zeit mit ihr verbracht und ihre Sitten und Bräuche kennen gelernt. Als die Aborigine schwer krank wurde und abzusehen war, dass sie sterben würde, hatte sie die Stammesältesten um Erlaubnis gebeten, ihre beiden Söhne Cindy und Ben anvertrauen zu dürfen. Der Vater der Jungen lebte nicht mehr.

Dennoch hatten sich die Dultons einer gewissenhaften Prüfung durch die Stammesältesten unterziehen müssen, bevor der Bitte unter der Bedingung entsprochen wurde, dass Jimmy und Sid in den Stammestraditionen und -geheimnissen unterwiesen wurden, sobald die Zeit gekommen war. Mittlerweile waren sie fünfzehn und sechzehn, alt genug, um in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen zu werden. Die Aborigines konnten also jederzeit verlangen, dass sie für die Initiation zu ihrem Stamm zurückkehrten. Da Ben insgeheim fürchtete, sie könnten danach für immer bei ihrem Klan bleiben, zögerte er den Zeitpunkt, sie gehen zu lassen, hinaus. So sorgte er sich auch jetzt auf besondere Weise um sie."

Kundenbewertungen zu "Leuchtende Sonne, weites Land" von "Elizabeth Haran"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von Carmen aus Rastatt am 25.06.2011 ***** sehr gut
Henry und Jacqueline steigen aus und verlassen Amerika gen Australien. Auf der Überfahrt lernt Henry eine junge Frau kennen und trennt sich kurz vor der Ankunft in Australien von Jacqueline. Für diese bricht eine Welt zusammen. Allein und mittellos sucht sie Arbeit und findet diese auf einer abgelegen Farm. Die Umstellung von der luxusverwöhnten Frau zur Haushaltsgehilfin ist enorm. Jacqueline zweifelt daran, ob sie es überhaupt schaffen wird. Doch mit der Zeit ändern sich manche Ansichten und was früher unmöglich erschien, wird zur Selbstverständlichkeit.

Ein tolles, spannendes und sehr unterhaltsames Buch, das mich gleich von der ersten Seite an in die abgeschiedenen Ecken Australiens versetzt und somit sofort gefesselt hat. Es macht Spaß, das Buch zu lesen und man leidet mit Jacqueline mit. Auf alle Fälle zu empfehlen.

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Bewertung von Miss XY aus Bad Berka am 15.09.2010 ***** sehr gut
Neubeginn. Urlaub. Liebe. Für Jaqueline zerplatzen diese Träume noch vor dem Urlaubsantritt auf dem Dampfer. Ihr Mann verlässt sie, weil er an Bord eine neue Frau kennen gelernt hat. Hals über Kopf fordert er die Scheidung, um keine Sekunde mit seiner neuen Liebe zu verlieren. In Adelaide flieht Jaqueline von Bord, mittellos, einsam. Ihr Leben nimmt eine dramatische Wende, als sie bei Farmer Ben als Hausangestellte anheuert.
Ich finde das Buch ist eine mitreißende Australien- saga. Beim Lesen bekam ich Lust mich ins Flugzeug zu setzen und "Down- Under" zu fliegen. Auch die Handlung ist nicht alltäglich. Jaqueline tat mir sehr leid. Doch wenn man Elizabeth Haran kennt, weiß der Leser, dass ein Happy- End nicht weit ist.

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