Mit Migration ist diejenige Bewegung von Menschen gemeint, die mit
einer Verlagerung des Lebensmittelpunktes einhergeht. Anhand
exemplarischer Wanderungsereignisse werden im vorliegenden Band die
individuellen und gesellschaftlichen Folgen der Migration
untersucht.
Mit Migration ist diejenige Bewegung von Menschen gemeint, die mit
einer Verlagerung des Lebensmittelpunktes einhergeht. Am Ende des
20. Jahrhunderts leben nach Schätzungen weltweit über 100 Millionen
Menschen nicht dort, wo sie geboren sind. Das Spektrum der
Migrations-Anlässe reicht vom individualistischen Veränderungsdrang
( Abenteuerlust ) bis zur kriegsbedingten Vertreibung. Wanderung
kann freiwillig oder unter Zwang, vorübergehend oder dauerhaft
erfolgen, wobei die Übergänge zwischen diesen Formen fließend sind.
Migration ist ein Prozess mit einer starken Eigendynamik und einer
Sogwirkung auf andere potentielle Migrantinnen und Migranten.
Anhand exemplarischer Wanderungsereignisse werden im vorliegenden
Band die individuellen und gesellschaftlichen Folgen der Migration
untersucht. Die Autorin analysiert die Konzepte der Assimilation,
des Fremdseins, der Eingliederung bzw. der ethnischen
Identifikation für die unterschiedlichen Gruppen der Zugewanderten.
Besonderes Gewicht wird auf den gesellschaftlichen Umgang mit den
Migrantinnen und Migranten gelegt. Dabei geht es um eine
spezifische Form der Gruppenbeziehungen in modernen Gesellschaften
zwischen Einheimischen, länger Ansässigen und Neuankömmlingen. Für
Konflikte sind nicht so sehr ethnische, rassische oder kulturelle
Unterschiede ausschlaggebend, sondern wichtiger sind der
sozioökonomische Status, der den Zugewanderten zugewiesen wird, und
das Machtpotential, über das die Einheimischen als Etablierte
verfügen.
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