Südamerika, südlich des 20. Breitengrades, gehört zu den
vielfältigsten, aufregendsten und zugleich zivilisierten Regionen
unserer Erde. Das war zumindest der Eindruck, den wir nach unserer
mehrjährigen Weltreise hatten. Wir sind mit dem bewährten Toyota
zurückgekehrt und bereisten vierzehn Monate lang die Länder
Argentinien, Chile, Bolivien und Paraguay.
Durch geschichtsträchtiges Land auf der argentinischen Puna und dem
bolivianischen Altiplano, inmitten der fast 7000m hohen Anden,
einer Welt, in der die indigene Bevölkerung immer noch das Sagen
hat. Nahezu ohne Informationen, von Moskitoschwärmen begleitet in
der heißen Regenzeit, durch den kaum erschlossenen, wilden Chaco
von Bolivien nach Paraguay. Umso überraschender war die Begegnung
mit den gut organisierten, Deutsch sprechenden Mennoniten.
Eine kleine Mutprobe war ein mehrmonatiger Aufenthalt im
winterlichen, sehr kalten Patagonien. Versorgungsengpässe, wegen
Unbefahrbarkeit der Straßen, sind fast der Normalfall. Die alten
Estancias vermitteln immer noch das Bild der einstigen mutigen,
europäischen Pioniere. Mittlerweile sind die Pampas durch extensive
Schafzucht überweidet. Riesige Flächen sind aufgegeben, die
verbliebenen Menschen haben sich auf wenige, meist subventionierte,
Stützpunkte zurückgezogen.
Der unersetzliche Wert des Wassers war immer ein Thema. Zum
Bewässern in den ariden Zonen entlang der Anden oder als
begehrliche Kraft im südlichen Chile. Hier wird zur Stunde ein
Exempel zwischen Naturschützern und der Energie- sowie
Minenindustrie statuiert.
Die besonders anregenden Abschnitte sind für Selbstfahrer
beschrieben. Die Koordinaten zur vereinfachten Wegweisung stehen
zur Verfügung.
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