Der Zitronentisch - Barnes, Julian

Julian Barnes 

Der Zitronentisch

Erzählungen

Aus d. Engl. v. Gertraude Krueger
Broschiertes Buch
 
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Der Zitronentisch

Ein vielfältiger und geistreicher Blick auf das Alter.'Der Zitronentisch' vereint elf hellsichtige, ironische Geschichten über das Älterwerden: Da wird über die verpasste Liebe eines skandinavischen Holzhändlers erzählt, über abnorme sexuelle Vorlieben eines in die Jahre gekommenen Herrn oder über ein altes Ehepaar, das sich aus reiner Gewohnheit das Leben zur Hölle macht. Melancholische, heitere und bissige Lebensgeschichten, die eines gemeinsam haben: Die Menschen nähern sich dem Ende ihres Lebens, das sich in oft irrwitzigen Situationen ankündigt.

'Erzählungen von großer Meisterschaft, mit Witz, mit Tempo, mit Frechheit.' -- Elke Heidenreich in "LESEN!"

'Wer das Buch in seinen besten Lebensjahren liest, erfährt, dass ihnen das Alter an Wahn und Witz und Lebenslust in nichts nachzustehen hat.' -- FAZ


Produktinformation

  • Verlag: Btb
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 254 S.
  • Seitenzahl: 256
  • btb Bd.73561
  • Deutsch
  • Abmessung: 186mm x 118mm x 23mm
  • Gewicht: 240g
  • ISBN-13: 9783442735617
  • ISBN-10: 3442735610
  • Best.Nr.: 20842313
"Trotz des düsteren Themas - bezaubernd und merkwürdig erheiternd." (The New Statesman)<br/><br/>"Alle Erzählungen sind von photographischer Klarheit und einem großartigen Realismus bei der Darstellung extremer Gefühle." (The Observer)<br/><br/>"Wundervoll gestaltete Elegien über vergangene Jugend, vergangene Versprechen und vergangene Liebe beweisen, dass Julian Barnes als Schriftsteller immer noch an Tiefe gewinnt." (The New York Times)

"Wer das Buch in seinen besten Lebensjahren liest, erfährt, dass ihnen das Alter an Wahn und Witz und Lebenslust in nichts nachzustehen hat."

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.08.2005

Süßer Vogel Rente
Nicht jugendfrei: Neue Erzählungen von Julian Barnes

Wann genau beginnt eigentlich das Alter, und woran stellen wir es fest? Als Ludwig XIV. eine neue Ehe schloß, nannte Madame de Sévigné ihn einen Greis - da war der Sonnenkönig 47 Jahre alt. In "Der Obstbaumkäfig" von Julian Barnes macht der Erzähler die Entdeckung, daß sein einundachtzigjähriger Vater seit langem eine Beziehung zu einer sechzehn Jahre jüngeren Frau pflegt. Was den Sohn aber beschäftigt, ist die Frage, wie sich Leidenschaft im Alter überhaupt gestaltet: "Wie komme ich zu der Annahme, daß mit den Genitalien auch das Herz den Betrieb einstellt? Weil wir das Alter als eine Zeit der heiteren Gelassenheit sehen wollen - sehen müssen? Inzwischen glaube ich, daß das eine der großen Verschwörungen der Jugend ist. Nicht nur der Jugend, auch der mittleren Jahre, und das geht so weiter bis zu dem Moment, in dem wir zugeben, selbst alt zu sein." Dieser Moment ist gewiß leichter für andere zu beschreiben als für sich persönlich zu bestimmen. Barnes kreist ihn spielerisch ein.

In elf unterschiedlichen Szenarien nähert sich der Autor dem Thema, mal auf …

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"Trotz des düsteren Themas - bezaubernd und merkwürdig erheiternd." (The New Statesman)<br/><br/>"Alle Erzählungen sind von photographischer Klarheit und einem großartigen Realismus bei der Darstellung extremer Gefühle." (The Observer)<br/><br/>"Wundervoll gestaltete Elegien über vergangene Jugend, vergangene Versprechen und vergangene Liebe beweisen, dass Julian Barnes als Schriftsteller immer noch an Tiefe gewinnt." (The New York Times)<br/><br/>

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Rezensent Jan Bürger findet, dass man Erzählbände nicht anhand der misslungenen, sondern der gelungenen Stücken beurteilen muss. So stört es ihn nicht, dass es Julian Barnes in einigen Geschichten trotz zahlreicher "schriftstellerischer Kniffe" nicht gelingt, wirkliche Figuren zu zeichnen. Stattdessen schwärmt er von den Stücken "Der Zitronentisch" und "Der Obstbaumkäfig". Im ersten kämpft ein 90-jähriger Mann mit den immer drängender werdenden Gedanken an den Tod, im zweiten kommt ein junger Mann zu der Erkenntnis, dass "angesichts des Todes" sogar die "vernünftigsten Pläne absurd" wirken. Überhaupt geht es in dem Band um das Sterben und damit um ein "Tabu". Barnes konfrontiert den Leser damit, dass "fast alles verlogen ist", was wir über das Alter denken. Dabei baut er Spannung nicht durch Gegenüberstellungen auf, sondern indem er "hochkomplexe" Charaktere entwickelt. Barnes' "Formenreichtum" und "künstlerisches Potenzial" begeistern den Kritiker so sehr, dass er den Eindruck bekommt, der Autor sei "bei Virginia Woolf in die Schule gegangen".

© Perlentaucher Medien GmbH

"Trotz des düsteren Themas - bezaubernd und merkwürdig erheiternd." The New Statesman<br/><br/>"Alle Erzählungen sind von photographischer Klarheit und einem großartigen Realismus bei der Darstellung extremer Gefühle." The Observer

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.08.2005

Die Zeitverfluggeschwindigkeit
In seinen Erzählungen über das Alter baut Julian Barnes Kulissen der Lebensweisheit
„Das Alter”, sagt der Baccalaureus im Faust II, sei „ein kaltes Fieber. Hat einer dreißig Jahr vorüber, so ist er schon so gut wie tot.” Und er fügt zuspitzend hinzu: „Am besten wärs, euch zeitig totzuschlagen.” Das ist, in echt, natürlich keine Lösung des Generationenkonflikts. Solch drastische Maßnahmen waren zu Goethes Zeiten und noch bis vor Kurzem auch gar nicht nötig. Stets kamen mehr junge Menschen nach, als es Alte gab. Die Jugend behielt die Oberhand und prägte die Lebenswirklichkeit.
Das hat sich geändert. Im Jahr 2040, sagen Demographen voraus, wird die Bevölkerungspyramide erstmals auf dem Kopf stehen. Schon heute dominieren nicht mehr die jungen, sondern die mittelalten und alten Menschen das Straßenbild. Altwerden besetzt einen größeren Teil der gesellschaftlichen Wirklichkeit Deutschlands als Jungsein. Zugleich wird das Alter durch den medizinischen Fortschritt zu einer immer länger anhaltenden Lebensphase.
Was Alter jenseits von Rentenformel, Pflegeversicherung und Gesundheitskompromiss meinen kann, …

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Julian Barnes, geboren 1946, arbeitete nach dem Studium moderner Sprachen als Lexikograph und als Journalist. Barnes, der zahlreiche europäische und amerikanische Literaturpreise erhielt, hat ein umfangreiches erzählerisches Werk vorgelegt, darunter: "Flauberts Papagei" (1987), "Eine Geschichte der Welt in 101/2 Kapiteln", "Darüber reden". Julian Barnes lebt in London.

Leseprobe zu "Der Zitronentisch" von Julian Barnes

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