VoIP-Praxisleitfaden - Fischer, Jörg

Jörg Fischer 

VoIP-Praxisleitfaden

IP-Kommunikation für Sprache, Daten und Video planen, implementieren und betreiben

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VoIP-Praxisleitfaden

/Was VoIP alles kann.../

Voice over IP ist weit mehr als nur Sprache über das IP-Netz. VoIP umfasst eine Vielzahl von Kommunikationsdiensten und -anwendungen für Sprache, Daten und Video. So bietet VoIP den Anwendern einerseits einen völlig neuen Kommunikationskomfort sowie viele Möglichkeiten zur Steigerung der Effizienz und Effektivität im Kommunikationsalltag. Andererseits stehen Sie, wenn Sie die VoIP-Lösungen planen, implementieren oder betreiben, vor immer größeren Herausforderungen.

Dieser Praxisleitfaden vermittelt Ihnen einen umfassenden Überblick über die praxisrelevanten Aspekte von VoIP-Lösungen: von der Infrastruktur über Nummern, Namen, Adressen und Protokolle, VoIP-Architekturen und Applikationen bis hin zu Sicherheitsaspekten sowie Gedanken bezüglich des Betriebes, der Betriebsmodelle, Fehlerbehebung, VoIP-Analyse und Dokumentation.

Jörg Fischer gibt Ihnen eine Fülle von Tipps aus seiner über 15jährigen Praxiserfahrung mit VoIP. Er beantwortet viele in der Praxis häufig gestellte Fragenwie: Welche VoIP-Lösungen eignen sich für welches Unternehmen? Wo liegen welche Fallstricke bei VoIP-Projekten und wie kann man sie umgehen?


Produktinformation

  • Verlag: Hanser Fachbuchverlag
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. XX, 474 S. m. Abb.
  • Seitenzahl: 494
  • Best.Nr. des Verlages: 553/41188
  • Deutsch
  • Abmessung: 248mm x 205mm x 31mm
  • Gewicht: 1110g
  • ISBN-13: 9783446411883
  • ISBN-10: 3446411887
  • Best.Nr.: 23352687
Dr. Jörg Fischer beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit dem Design, der Implementierung und dem Betrieb von VoIP-Umgebungen und IP-Kommunikationsnetzen. Er ist bei Alcatel-Lucent verantwortlich für den Bereich Beratung und Vertrieb von professionellen Kommunikationslösungen und -diensten.

Leseprobe zu "VoIP-Praxisleitfaden"

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Inhaltsangabe

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Leseprobe zu "VoIP-Praxisleitfaden" von Jörg Fischer

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5 Protokolle und Dienste für VoIP (S. 167-168)

In diesem Kapitel geht es darum, die vor allem im Telekommunikations- und VoIP-Umfeld wichtigen und interessanten Protokolle und Dienste näher kennenzulernen, zu beleuchten und insbesondere hinsichtlich ihres praktischen Einsatzes bei VoIP zu diskutieren. Die Protokolle und Dienste lassen sich generell wie folgt unterteilen:

- Klassische Dienste und Protokolle der Telekommunikation, die auch im VoIP-Umfeld eine Rolle spielen.

- Reine IP-Protokolle und -Dienste, die beim Einsatz von VoIP von Bedeutung sind.

- Nach dem Standardisierungsgrad der Protokolle und Dienste:
--- Protokolle, die in vielen RFCs definiert bzw. klar standardisiert sind.
--- Protokolle und Dienste, die sich als so genannte Quasistandards etablierten. Sie sind in keinem RFC definiert, werden dennoch von vielen Applikationen und Benutzern verwendet und eben quasi als Standard akzeptiert.
--- Herstellereigene, also proprietäre Protokolle. Deren Inhalte und Funktionen sind sehr speziell und meistens von den Herstellern nicht offengelegt. Ob und wann der Einsatz solcher Protokolle ggf. nötig, sinnvoll und vorteilhaft ist? Die Beantwortung dieser Frage ist Gegenstand des Abschnitts 5.1.4.

Der Umstand des Vorhandenseins und der Benutzung einer derartigen Vielzahl von Protokollen macht es sehr oft erforderlich, die Protokolle miteinander zu verbinden. Bei Standardprotokollen ist die Interaktion zwischen den Protokollen in der Regel über die Definitionen und Standardisierungen gesichert. Anders hingegen verhält es sich bei den Quasistandardprotokollen sowie den proprietären Protokollen. In diesen Fällen, bei denen die zu benutzenden Protokolle nicht direkt miteinander interagieren, kommen die entsprechenden Protokollübersetzer, die sogenannten Gateways, zum Einsatz.

Doch selbst dann, wenn ein Protokoll an sich standardisiert ist, muss dass noch lange nicht bedeuten, dass es sich in allen Funktionen interoperabel zu andern Diensten und Protokollen verhält. Genau das ist in der Praxis oftmals der Fall. Die beiden prominentesten Vertreter sind QSIG (Q-interface signalling protocol) in der klassischen Telekommunikationswelt und SIP bei VoIP. Beide beschreiben in ihren Grundstandards einen gewissen Umfang an Basisfunktionen. Bei QSIG beispielsweise die so genannten „Basic Features" oder auch „Generic Functions". In der Fachwelt wird daher gerne von QSIG-GF gesprochen. SIP kennt (Stand 2007) gerade einmal 19 zu standardisierende Funktionen, die sogenannten SIPing19. SIPing19 ist noch deutlich im Entwurfsstadium, und bereits heute ist abzusehen, dass einige der darin beschriebenen Funktionen wieder herausfallen und andere hinzukommen werden.

Praxistipp
Die Praxis zeigte und zeigt noch immer, dass sich nicht alle Funktionen und Dienste standardisieren ließen und lassen. Daher haben herstellereigene und -spezifische Protokolle bzw. Anpassungen der Protokolle nach wie vor ihre volle Berechtigung. Das markanteste Beispiel ist die Chef/Sekretär-Funktion. Sie ist funktional nirgendwo wirklich standardisiert, daher kann es auch kein Standardprotokoll dafür geben. Da es diese Funktionen aber gibt und geben muss, wurden sie von den Herstellern in eigener Art und Weise umgesetzt und implementiert.

Inhaltsangabe

Aus dem Inhalt: Infrastrukturen im VoIP-Umfeld - Netze, QoS, Pakete und Bandbreite - Nummern, Adressen und Namen - Protokolle und Dienste - Leistungsmerkmale - Ports, Kanäle und Bündel - Applikationen - Architekturmodelle - Managementsysteme für VoIP - Sicherheit, Gefahren, Risiken - Betrieb und Zuverlässigkeit - Fehler- und Störungsbeseitigung - VoIP-Analyse
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