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Topmanager auf großer Bühne"Ohne Personalisierung geht es nicht", sagt der Chefredakteur des Handelsblatts, Hans-Jürgen Jakobs, im Gespräch mit den Autoren. Im Umgang mit der Öffentlichkeit gelten heute andere Maßstäbe als noch vor wenigen Jahren. Nie zuvor waren die an CEOs gerichteten Anforderungen und Erwartungen größer. Topmanager werden oft zu einer Projektionsfläche von einer Vielzahl von Erwartungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens. Wie verändert das die Arbeit, das Selbstverständnis? Wie geht man damit um? Kann man sich den Medien entziehen? Oder sollte man sich darauf…mehr

Produktbeschreibung
Topmanager auf großer Bühne"Ohne Personalisierung geht es nicht", sagt der Chefredakteur des Handelsblatts, Hans-Jürgen Jakobs, im Gespräch mit den Autoren. Im Umgang mit der Öffentlichkeit gelten heute andere Maßstäbe als noch vor wenigen Jahren. Nie zuvor waren die an CEOs gerichteten Anforderungen und Erwartungen größer. Topmanager werden oft zu einer Projektionsfläche von einer Vielzahl von Erwartungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens. Wie verändert das die Arbeit, das Selbstverständnis? Wie geht man damit um? Kann man sich den Medien entziehen? Oder sollte man sich darauf einlassen, wohlwissend, dass die Grenzen zwischen Held und Buhmann manchmal nah beieinanderliegen? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt "Der CEO im Fokus". Wie die persönliche Kommunikation auch dann gelingen kann, wenn man bereits "im Feuer steht" (Holger Steltzner/FAZ), das zeigt das Buch anhand praxisorientierter Analysen ebenso wie anhand von Interviews mit 13 CEOs und Aufsichtsratsvorsitzenden, unter anderem von der Deutschen Bank, ThyssenKrupp oder Lufthansa sowie den Herausgebern von FAZ, Handelsblatt und Bild.
  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag
  • Seitenzahl: 253
  • 2015
  • Ausstattung/Bilder: 2015. 253 S. m. 15 Abb. u. 1 Grafik.
  • Deutsch
  • Abmessung: 233mm x 164mm x 27mm
  • Gewicht: 560g
  • ISBN-13: 9783593502649
  • ISBN-10: 359350264X
  • Best.Nr.: 41779296
Autorenporträt
Jan Hiesserich, Experte für Strategie- und Vorstandskommunikation, ist nach langjährigen Tätigkeiten in London und Madrid seit 2011 als Director bei Hering Schuppener, der führenden Strategieberatung für Kommunikation in Deutschland, tätig. Dr. Ursula Weidenfeld ist freie Journalistin und schreibt unter anderem für das Handelsblatt und den Tagesspiegel. Sie war Gründungsredakteurin der Financial Times Deutschland und von 2008 bis 2009 Chefredakteurin des Wirtschaftsmagazins Impulse.
Inhaltsangabe
Inhalt

Vorwort 9

Einleitung13

von Jan Hiesserich

Fragen stellen, um Antworten zu bekommen 18

Von den Besten lernen 20

Hinweis 21

Interviews

von Ursula Weidenfeld

Jürgen Fitschen

"Wir wollen nicht als dressierte Löwen vorgeführt werden." 23

Tom Enders

"Führung wird kaum mehr praktiziert. Das ist gefährlich." 37

Holger Steltzner

"Details aus Krankenakten veröffentlichen? Das gehört sich nicht." 49

Dr.-Ing. Heinrich Hiesinger

"Die meisten Führungskräfte arbeiten zu viel und denken zu wenig." 61

Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner

"Was Sie machen können und wie lange, hängt wesentlich von der Struktur der Eigentümer ab." 73

Dr. Karl-Thomas Neumann

"Man setzt sich nicht immer durch. Ich habe gelernt, wie man sich wieder aufrappelt." 83

Hans-Jürgen Jakobs

"Information ist die neue Nähe." 93

Stephan Gemkow

"Da kann der Journalist schreiben, was er will ..." 103

Kai Diekmann

"In der Sansibar bekommen die Ruhigen keinen Tisch." 113

Prof. Dr. h.c. Roland Berger

"Ist Autorennen zu fahren eine wichtigere gesellschaftliche Leistung, als gute Autos zu bauen?" 123

Wolfgang Mayrhuber

"Man darf sich nicht verbiegen, um CEO zu werden." 133

David J. Haines

"Wir sind bedroht worden. Das fand meine Familie sehr belastend." 143

Dr. Wulf H. Bernotat

"Manchmal ist es nicht geschickt, authentisch zu sein." 151

Der rote Faden - Mut zur Kommunikation

von Jan Hiesserich

Wer erst im Feuer steht ... 161

Dem Schritt an die Spitze folgt meist die Überraschung 162

CEOs sind keine Manager mehr 164

Von der "Licence to Operate" zur "Licence to Lead" 168

Wer sich vorbereitet, fragt immer auch nach der Geschichte 169

Die Rolle: Vorsicht vor "falschen Freunden" 171

Authentizität ist Rollen-Authentizität 174

Nicht authentisch sein - authentisch wirken 180

Authentizität ist wandelbar 183

Mit-Wirkung erfordert Inszenierung 186

Keine Angst vor Felix Krull 189

Die Bühne: die Welt, gemessen am Nachrichtenwert 192

The great blooming and buzzling of reality 193

Grundlos, aber folgenschwer: die Probleme der Medienrealität 198

Im Zweifel gegen den Angeklagten 201

Man kann sich nicht unabhängig machen von der öffentlichen Meinung 205

Bei Rückzug droht der Verlust von "sozialem Kapital" 208

Die öffentliche Meinung als Resonanzboden 210

Die Dramaturgie: die eigene Rolle antizipieren 211

Man muss die Geschichte des Unternehmens kennen, um sie gestalten zu können 214

Der CEO-Navigator als Wegweiser 220

Es reicht nicht, Recht zu haben, wenn man nicht Recht bekommt 223

Wer die Perspektive ändert, ändert die Dramaturgie 226

Schlussbetrachtung: CEO-Kommunikation als strategisches Asset?234

CEO-Kommunikation ist Diplomatie 235

Personalisierung als Chance 238

Quellen und Literatur 240

Register 249
Rezensionen
Besprechung von 16.03.2015
Chefs in der Öffentlichkeit
Gespräche über den richtigen Umgang mit Medien

Was früher unsystematisch und nur unterstützend eingesetzt wurde, ist zur Kernaufgabe moderner Führung geworden: die Kommunikation des Vorstandsvorsitzenden, im Angelsächsischen "Chief Executive Officer" (CEO) genannt. Traditionell beruht das Führungsverständnis in Europa vor allem auf der operativen Leistung und weniger auf der kommunikativen Führung. Doch die Dinge ändern sich. Wo es durch die wachsende Komplexität und Dynamik der (Wirtschafts-)Welt kaum noch einfache Antworten gibt, wird es für den Vorstandsvorsitzenden wichtiger, Entscheidungen einzuordnen und die Deutungshoheit zu wahren. Das müssen die Betroffenen lernen.

Jan Hiesserich, Mitarbeiter der Kommunikationsberatung Hering Schuppener, und die Journalistin Ursula Weidenfeld haben vor diesem Hintergrund dreizehn Gespräche mit Vorstandsvorsitzenden, Aufsichtsräten und Journalisten geführt. Ziel war es, deren Ansichten über den richtigen Umgang mit der medialen Öffentlichkeit, über die Sprachlosigkeit zwischen der Wirtschaft und den Medien und zu Fragen der Vorbereitung auf die kommunikativen Aufgaben an der Spitze eines Unternehmens kennenzulernen. So facettenreich die Ansichten der Gesprächspartner wie Jürgen Fitschen (Deutsche Bank), Tom Enders (Airbus), Heinrich Hiesinger (Thyssen-Krupp) oder Karl-Thomas Neumann (Opel) sind, deutlich wird überall, dass sich die Führungskräfte nur noch die Frage stellen müssen, ob sie die kommunikativen Anforderungen als Herausforderung oder als Chance verstehen.

Authentizität ist ihnen ein Hauptanliegen, andererseits wird Offenheit als Risiko erkannt und bewertet. Denn eine Strategie, die Komplexität der Themen der Berichterstattung zu reduzieren, sei es für einen Journalisten, die Themen zu personalisieren, schreiben die Autoren. Personalisierte Nachrichten ließen sich zudem nicht nur besser vermitteln, sondern auch besser verkaufen. In den Gesprächen wird deutlich, was hinter den Schlagzeilen häufig verborgen bleibt. Berichtet wird vom Gefühl der Überraschung über das Ausmaß der öffentlichen Aufmerksamkeit. Die Entscheidung darüber, ob man in der Öffentlichkeit stehen will, ist heute aber nicht mehr den Vorstandsvorsitzenden selbst überlassen. Entsprechend größer geworden ist das Misstrauen der CEOs gegenüber den Medien.

Die Gespräche im Buch bieten guten Einblick auch in Anekdoten, die dazu geeignet sind, die Haltung deutscher Spitzenmanager und die Erwartungen derer, die über sie berichten, transparenter zu machen. Hiesserich und Weidenfeld sind ohnehin davon überzeugt, dass die Aufmerksamkeit, welche den CEOs in der personalisierten Berichterstattung zuteilwird, als Chance genutzt werden muss. Im Buch wird tatsächlich klar, dass es ohne den bewussten Einsatz der CEO-Kommunikation schwierig wird, andere zu überzeugen: Es braucht einen Perspektivwechsel, um zu erkennen, dass die CEO-Kommunikation einer der wertvollsten Vermögenswerte im Arsenal des Vorstandsvorsitzenden und ein unverzichtbares Instrument der Strategie ist.

CARSTEN KNOP

Jan Hiesserich, Ursula Weidenfeld: Der CEO im Fokus. Campus, Frankfurt 2015, 253 Seiten, 59 Euro

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Diese Autoren machen Sie schlauer "In dem Buch wird bis ins Detail deutlich, welchen kommunikativen Herausforderungen sich ein Chef heute stellen muss." Thorsten Giersch (Handelsblatt Online, 12.03.2015) Die Gespräche im Buch bieten guten Einblick auch in Anekdoten, die dazu geeignet sind, die Haltung deutscher Spitzenmanager und die Erwartungen derer, über die sie berichten, transparenter zu machen. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.03.2015) Die Einsichten der Interviewten sind lehrreich für jeden, der an die Spitze eines Unternehmens strebt. (Handelsblatt, 10.04.2015) "Ein bemerkenswertes Buch" (HORIZONT, 23.04.2015)