Theorie des Films - Kracauer, Siegfried

Siegfried Kracauer 

Theorie des Films

Die Errettung der äußeren Wirklichkeit

Hrsg. v. Karsten Witte
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Theorie des Films

Kracauers zuerst 1960 in Amerika erschienene Theorie des Films ist eine materiale Ästhetik, die sich mit Inhalten beschäftigt. Sie beruht auf der Annahme, daß der Film im wesentlichen eine Erweiterung der Fotografie ist und daher eine ausgesprochene Affinität zur sichtbaren Welt hat. Das bedeutet eine Absage an alle Filme mit theatralischer Story, mit künstlerischen oder ideologischen Ambitionen. Filme, die ihrem Medium gerecht werden, registrieren jedoch nicht nur, sondern enthüllen, erretten die äußere Wirklichkeit: sie öffnen unseren Blick für das Kleine, Zufällige, Unbeabsichtigte und Unbestimmte.


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2009
  • 7. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 454 S., 61 Abb. auf Taf.
  • Seitenzahl: 464
  • Suhrkamp Taschenbücher Wissenschaft Nr.546
  • Best.Nr. des Verlages: 28146
  • Deutsch
  • Abmessung: 179mm x 109mm x 24mm
  • Gewicht: 340g
  • ISBN-13: 9783518281468
  • ISBN-10: 3518281461
  • Best.Nr.: 02638806

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Als besonderen Vorzug der Neuausgabe preist Feindt die Tatasache, dass hier erstmals die drei Notizhefte transkribiert sind, in denen Kracauer schon 1940 im Marseiller Exil die ersten Gedanken zu seiner erst 1960 veröffentlichten "Theorie des Films" eingetragen hat. In "kleinster Handschrift" zeige sich der Filmtheoretiker noch nicht als Verfechter des Normativen, als der er später aufgefasst und kritisiert worden sei, sondern als ein Denker, der den Film unter besonderem Augenmerk auf seine "plebejische Herkunft aus dem Jahrmarktskino" auffasst. Und erst die "materialreichen" Anhänge dieser Ausgabe haben Feindt deutlich gemacht, dass die Beschäftigung mit dem Film wohl als Gegenentwurf zum "Todernst" der damaligen Weltgeschichte zu verstehen ist.

© Perlentaucher Medien GmbH

"1960, sechs Jahre vor seinem Tod, veröffentlicht Siegfried Kracauer in New York seine "Theory of Film". ... Die jetzt vorgelegte Neuedition macht erstmals die Entwürfe zugänglich, die zwanzig Jahre zuvor in Marseille entstanden sind. Insgesamt drei Notizhefte, zugleich argumentatives wie enzyklopädisch rubriziertes Arbeitsmittel, hatte Kracauer mit Ideen und Exzerpten, mit Notaten und Kapiteldispositionen in kleinster Handschrift und tabellarischer Form gefüllt: "Film I", "Film II" und "Film III". Diese im Marbacher Nachlaß lagernden Hefte transkribiert und vollumfänglich publiziert zu haben, wird zweifellos eines der wichtigsten Verdienste der seit 2004 sukzessive erfolgenden Neuausgabe von Kracauers Werken sein." Neue Zürcher Zeitung
Siegfried Kracauer, geb. am 8. Februar 1889 in Frankfurt am Main, war ein deutscher Journalist, Soziologe, Filmkritiker und Geschichtsphilosoph. Kracauer ist Autor der ersten empirisch-soziologischen Studie in Deutschland (Die Angestellten) und gilt als einer der Begründer der Filmsoziologie. Kracauer starb am 26. November 1966 in New York.

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