Licht, Schatten und Bewegung - Schlöndorff, Volker

Volker Schlöndorff 

Licht, Schatten und Bewegung

Mein Leben und meine Filme

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Licht, Schatten und Bewegung

Er hat mit seinen Werken Filmgeschichte geschrieben. Volker Schlöndorff gehört zu den wenigen deutschen Regisseuren, die Weltgeltung haben. Sehr anschaulich erzählt er von seiner Kindheit im Nachkriegsdeutschland, von Schuljahren in Frankreich, von seinem politischen Engagement und seinem Werdegang als Regisseur. Er war und ist mit Heinrich Böll, Günter Grass, Max Frisch und Arthur Miller befreundet, deren Werke er verfilmte; für die "Blechtrommel" erhielt er den Oscar.
Schlöndorff erzählt freimütig von seinen Liebesaffären, gibt sehr lebendige Einblicke in die Arbeit an seinen Filmen und zeichnet farbige Porträts von Regiekollegen wie Rainer Werner Fassbinder oder Werner Herzog und Schauspielern wie Alain Delon, Jeanne Moreau oder Mario Adorf.


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 489 S. m. zahlr. Abb.
  • Seitenzahl: 489
  • dtv Taschenbücher Bd.34636
  • Deutsch
  • Abmessung: 209mm x 136mm x 38mm
  • Gewicht: 586g
  • ISBN-13: 9783423346368
  • ISBN-10: 3423346361
  • Best.Nr.: 29739983
"Volker Schlöndorff ist als Regisseur eine feste Größe und als Autor eine Entdeckung."
Peter Körte, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 10.08.2008

»Mit großer Lust am Episodischen entfaltet er eine bei aller Weltläufigkeit erstaunlich überschaubare Welt der Filmemacher, Künstler und sonstigen Zeitgenossen von ebenso erstaunlich überschaubarer Seelentiefe, mit einer Neugier, die sich das Leben harmonisch inszeniert.« Georg Seesslen, Die Zeit 06.11.2008

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.08.2008

Im Wartesaal der Träume
Volker Schlöndorff hat seine Erinnerungen an ein Leben fürs Kino aufgeschrieben
Man hat den Eindruck, die Welt muss kleiner geworden sein im Verlauf des vergangenen Jahrhunderts. Als Volker Schlöndorff, am 31. März 1939 in Wiesbaden geboren, ein Junge war – da war Berlin Filmgeschichte und Hollywoods Studiosystem kränkelte vor sich hin, das Zentrum des Filmgeschehens war Paris. Und wenn Schlöndorff sich erinnert an diese Jahre, führte immer eins zum anderen. Ging man, wie er, in Paris zur Schule, dann hatte man unweigerlich einen wie den späteren Filmemacher Bertrand Tavernier in der Klasse, der aus einer Familie stammt, die jeden kennt und einen, unweigerlich, früher oder später dem Filmemacher Jean-Pierre Melville vorstellen würde. Noch bevor Schlöndorff selbst Filmgeschichte machte, war er mittendrin. Er habe nie von sich selbst erzählt in seinen Filmen, das hat man Schlöndorff manchmal vorgeworfen. Aber er war vielleicht einfach einer, der besessen war von der Welt um ihn herum. Das ist, für einen Filmemacher, keine schlechte Rolle – Zeitzeuge, Beobachter, Chronist.
Volker Schlöndorff hat begonnen, seine …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Einigen Eindruck hat Volker Schlöndorffs Erinnerungsbuch auf Rezensent Georg Seeßlen gemacht. Zwar ist sie auch hier ausgeblieben, die "heftige Berührung von Ich und Welt", die dem Rezensenten oft auch an Schlöndorffs Filmen fehlt, vermittelt Schlöndorff ihm doch oft das Gefühl, er sei in seinem eigenen Leben lediglich zu Gast gewesen. Trotzdem hat dieser "fünfaktige Lebensplot" alle Macken und Meriten eines guten Schlöndorff-Films und damit seinen Reiz. Ohne Eitelkeit und Selbststilisierung, dafür weltläufig und mit "großer Lust am Episodischen" erzähle Schlöndorff hier sein Leben. Seeßlen begegnet bedeutenden "Filmnamen", eigentlich der ganzen deutschen Nachkriegsfilmgeschichte. Als Manko empfindet er Schlöndorffs Unbeholfenheit bei der "Offenbarung des Intimen", auch möchte er hier manches gar nicht so genau wissen. Am spannendsten sind für die Geschichten aus der Frühzeit des Autorenkinos: als das Kino noch eine Schnittstelle zwischen dem eigenen Leben und der Geschichte gewesen sei.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 21.08.2008

Dem Leben bei der Arbeit zusehen
Von der Liebe zu Wahlverwandtschaften: Volker Schlöndorff erinnert sich an "Licht, Schatten und Bewegung"

Wir wissen nicht, ob der Film "Die Päpstin", den Volker Schlöndorff sieben Jahre lang vorbereitet hatte, um dann kurz vor Drehbeginn vom Produzenten gefeuert zu werden, ein besonders großer Wurf geworden wäre. Jetzt arbeitet Sönke Wortmann daran. Schlöndorff aber hat die Zeit, die ihm mit seiner Kündigung plötzlich zufiel, genutzt, um seine Erinnerungen zu sortieren. Und das Buch, das er unter dem Titel "Licht, Schatten und Bewegung" über sein Leben und seine Filme geschrieben hat, ist den Verlust der "Päpstin" allemal wert.

Denn Schlöndorffs Leben ist nicht nur ungewöhnlich reich an Ortsveränderungen und Begegnungen, sondern der Regisseur war auch aktiver und akkurat beobachtender Teil von Geschichte wie von Filmgeschichte - so dass wir in seinem Buch Christoph Wackernagel, Lech Walesa und Angela Merkel einerseits begegnen und Billy Wilder und Fritz Lang andererseits. Von alldem kann er ohne allzu große Eitelkeit erzählen, kann Menschen beschreiben, mit denen er gearbeitet oder die er geliebt …

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"Volker Schlöndorff ist als Regisseur eine feste Größe und als Autor eine Entdeckung."
Peter Körte, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 10.08.2008
Volker Schlöndorff, geboren 1939 in Wiesbaden, studierte Politische Wissenschaften in Frankfurt/Main und besuchte das Institut des Hautes Etudes Cinématographiques. In den sechziger Jahren begann er als Regisseur zu arbeiten. Er hat mehr als 30 Filme und Fernsehspiele gedreht, Opern und Theaterstücke inszeniert, für er vielfach ausgezeichnet wurde. Nach Jahren in den USA lebt er heute in Berlin.

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