Zwischen Kunst und Wissenschaft sind in jüngerer Zeit vermehrt
Annäherungsversuche zu beobachten. Künstler eignen sich
wissenschaftliche Methoden an und begreifen ihre Arbeit als
Forschung; Wissenschaftler sind fasziniert von der
Vermittlungskompetenz und den innovativen Ansätzen der Kunst. Der
Band Klimakunstforschung stellt dieses Feld hybrider Praktiken in
einer exemplarischen Auswahl internationaler Projekte
künstlerischer Forschung vor. Im Mittelpunkt stehen dabei
innovative methodische Ansätze. Alle vorgestellten
Forschungsprojekte befassen sich mit "Klima". Sie stellen
sich damit einer gesellschaftlichen Herausforderung, bei deren
Lösung die herkömmliche Forschung an ihre Grenzen zu stoßen
scheint. Die Perspektive reicht dabei von physikalischen bis hin zu
sozialen Fragestellungen. Interviews mit Künstlern sowie Forschern
aus Sozial-, Geistes- und Naturwissenschaften kontextualisieren die
vorgestellten Projekte im methodologischen und politischen
Diskurs.Künstler: Peter Fend, Tue Greenfort, Susanne Lorenz,
Michiko Nitta, Dan Peterman, Andrea Polli, Tomas Saraceno,
Jan-Peter E.R. Sonntag u.a.
Friedrich von Borries, geboren 1974 in Berlin, ist Architekt. 2008 war er Generalkommissar des Deutschen Beitrags auf der Architekturbiennale in Venedig. Er lehrt als Professor für Designtheorie und kuratorische Praxis an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg.
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