Dreifaltigkeit von Pubs, Musik und Poesie
Wer will, kann das Irland aus Bölls Irischem Tagebuch immer noch
erleben. In den einsamen Landschaften des Westens, in von Tin
Whistles und Pipes erfüllten Pubs beim Gespräch mit Käuzen,
Klerikern und Klempnern, die ihre klassischen Literaten rauf und
runter zitieren können. Seitdem der "keltische Tiger" zum
Sprung angesetzt hat, kann man dieser überkommenen Irland-Idylle
allerdings entkommen. Zum Beispiel im kaum wieder zu erkennenden
Dublin, wo Geschäftsbauten wie Preise - gleichsam Wahrzeichen einer
überhitzten Konjunktur - in die Höhe rauschten. Hier gibt ein
junges, urbanes und unternehmungslustiges Volk den Ton an. Den
ruhenden Pol Irlands entdeckt man Mit MERIAN draußen im Land: als
Bootskapitän auf den Wasserwegen von Lough Earne und Shannon, in
den zauberhaften Parks und Gärten von Herrenhäusern, an den
gewaltigen Felsküsten und weiten Stränden von Donegal und Antrim -
natürlich im irischen Wechselspiel von Sonne und Regen.