Gerald Abls Buch ist ein historischer Streifzug durch wesentliche
Leistungen früherer emanzipatorischer Psychologie bis hin zu
Konzeption neuerer psychologischer Strömungen mit kritischem
Selbstverständnis. Es vermittelt einen Überblick über Bezugspunkte,
die vor allem aus den Bemühungen verschiedener psychologischer
Schulen um eine marxistische Orientierung erarbeitet wurden und von
offiziellen Institutionen oftmals gerne übergangen werden. In
dieser Nachzeichnung kritischer Ansätze in der Psychologie werden
Problemstellungen verdeutlicht, Kontroversen nachvollziehbar
gemacht und dabei auch wesentliche Elemente einer kritischen
Methodik vorgestellt. Was kritische Psychologie sein kann, wird
hier schließlich vor allem aus psychoanalytischen Ansätzen heraus
entwickelt.
"Der Autor gibt keinen einfachen Überblick über die Debatte, sondern legt seinen eigenen systematischen Ansatz dar. Die Stärken dieses Ansatzes kommen vor allem in den Kapiteln über Freud zum Tragen, da Abl durch das Heranziehen von weniger bekanntem Originalmaterial einen neuen Einblick in dessen Werk ermöglicht."(Maria Asenbaum in "Perspektiven", 6/08)
Gerald Abl, Studium der Psychologie und Politikwissenschaft in Salzburg, Dissertation zum Thema "Die Dialektik bei Freud". Engagement in sozialen und politischen Initiativen, Mitarbeit in verschiedenen wissenschaftlichen Foren.
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