Die Kunst der Gesellschaft - Luhmann, Niklas

Niklas Luhmann 

Die Kunst der Gesellschaft

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Die Kunst der Gesellschaft

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Unter dem Titel 'Die Kunst der Gesellschaft' setzt dieses Buch eine Reihe von Publikationen fort, die der Ausarbeitung einer Theorie der Gesellschaft dienen. Die Einleitung zu dieser Serie ist unter dem Titel 'Soziale Systeme' 1984 erschienen. Ferner liegen inzwischen vor: 'Die Wirtschaft der Gesellschaft', 'Die Wissenschaft der Gesellschaft' und 'Das Recht der Gesellschaft'. Das Gesamtunternehmen - 'Die Gesellschaft der Gesellschaft' - sucht Distanz zu vorherrschenden Gesellschaftstheorien, die ihren Gegenstandsbereich durch mehr oder weniger normative, jedenfalls integrative Einheitskonzepte zu beschreiben versuchen. Luhmann macht deutlich, warum es sich empfiehlt, die Gesellschaftstheorie umzuschreiben und die Einheit der Gesellschaft nicht in ethisch-politischen Forderungen zu suchen, sondern darin, daß bei extremer Verschiedenheit von Funktionen und Operationsweisen in Systemen - zum Beispiel Religion oder Geldwirtschaft, Wissenschaft oder Kunst, Intimbeziehungen oder Politik - trotzdem vergleichbare Sachverhalte entstehen. Das Theorieangebot ist danach im Kern: Klarheit der Außenabgrenzung und Vergleichbarkeit des Verschiedenen.


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2002
  • 6. Aufl., Nachdr.
  • Ausstattung/Bilder: , Nachdr. 2002. 517 S.
  • Seitenzahl: 517
  • Suhrkamp Taschenbücher Wissenschaft Nr.1303
  • Best.Nr. des Verlages: 28903
  • Deutsch
  • Abmessung: 176mm x 108mm x 34mm
  • Gewicht: 310g
  • ISBN-13: 9783518289037
  • ISBN-10: 3518289039
  • Best.Nr.: 06803012
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.10.1995

Ungegenständliche Betrachtungen
Keine ästhetische Theorie von Niklas Luhmann / Von Jürgen Kaube

In seinem Dialog "Eupalinos oder der Architekt" hat Paul Valéry der abendländischen Ästhetik eine Urszene erfunden. Erzählt wird, wie das Meer dem jungen Sokrates ein undefinierbares Gebilde vor die Füße spült. Seiner Form, Schwere und Farbe nach vollkommen, irritierte es den Griechen. Denn es bot keinen Anhalt zu entscheiden, ob es sich der Natur oder einem Künstler verdankte. Als ein Gegenstand, der "an nichts erinnert und dennoch nicht gestaltlos ist", ragte es fremd in die antike Anschauungswelt hinein. In ihr bedeutete Gestaltsein stets, ein Urgebild zu vergegenwärtigen. Der Wahrnehmung des Undefinierbaren konnte sie nichts abgewinnen. Sokrates wirft das zweideutige Ding zurück ins Meer. In "philosophischer Landeinwärtswendung" (Hans Blumenberg) entscheidet er sich für die Kontemplation des "Warum", gegen die Betrachtung des "Wie". Statt Fragen an das Objekt zu richten, vertieft er sich in solche über es - allen voran in die nach der Differenz von Natur und Kunst.

Valérys Urszene dokumentiert den Protest des modernen Artisten …

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Niklas Luhmann ist Professor für Soziologie (em.) an der Universität Bielefeld. Zahlreiche Veröffentlichungen.

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